Die Biographien der trans*Personen Hertha Wind und W. Heinrich sind eng mit Frankfurt und der NS-Zeit verknüpft. Für die eine war die Stadt am Main vorübergehender Zufluchtsort, die andere verließ ihre Heimatstadt bei der ersten Gelegenheit. Clara Hartmann von der Lili-Elbe-Bibliothek geht in ihrem Vortrag mit anschliessendem Gespräch auf die Lebenswege der beiden ein. Die Veranstaltung findet im Zusammenhang mit der vom 2.06.25 bis 20.6.25 in der Paulskirche zu sehenden Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen im NS 1933-45“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeldt (Berlin), organisiert vom Arbeitskreis Queere Geschichte Frankfurt am Main, statt.
Vortrag von Clara Hartmann (Lili-Elbe-Bibliothek) und Gespräch In Kooperation mit LUQS-Lesbenarchiv und queere Sammlung Frankfurt
Ort: Leopold-Sonnemann-Saal HMF Eintritt frei
Bild: Porträt von Hertha Wind, von der Website des Historischen Museums Frankfurt
Was hatten der Religionsphilosoph Martin Buber, der Schriftsteller Richard Beer-Hofmann und der Völkerpsychologe Moritz Lazarus gemeinsam? Ihre Frauen gehörten zu einer Gruppe von mehreren tausend Personen, die vor 1933 in Deutschland und Österreich zum Judentum konvertierten. Die Mehrheit dieser Gruppe bildeten Frauen, die mit jüdischen Männern verheiratet waren. Sie waren Mitglieder der jüdischen Gemeinden und nach NS-Rassekriterien trotzdem »Arier«. Der Vortrag endet mit einem Ausblick in die Zeit nach 1945, als zahlreiche Menschen ihre jüdischen Wurzeln suchten oder zum Judentum konvertieren wollten.
Prof. Dr. Michael Brenner ist Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München und Direktor des Center for Israel Studies an der American University in Washington, DC.
Aron Freimann Lecture of Jewish Cultural History
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Seminar für Judaistik der Goethe-Universität im Rahmen der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität mit Unterstützung der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main
Ort: Casino-Gebäude, Cas. 1.812
Link zum Fritz-Bauer-Institut und PDF mit dem Programm des Kolloquiums
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Das Stundenbuch als Multimedium des Mittelalters - Wie Schrift, Bilder und Gefühl das Beten im Spätmittelalter prägtenDie Mediävistin und Kunsthistorikerin Johanna Scheel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Ein Vortrag von Benjamin Seebröker (Münster)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
In Kooperation mit dem Frankfurter Arbeitskreis Queere Stadtgeschichte zeigt das Historische Museum Frankfurt (HMF) die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in der Paulskirche.
Die Ausstellung wird von Dienstag, 3., bis Donnerstag, 19. Juni, täglich von 10 bis 17 Uhr in der Wandelhalle der Paulskirche zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.
Die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ zeigt die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen nun einem breiten Publikum zugänglich. Die Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet; darunter wird auch bislang unveröffentlichtes Material zu sehen sein.
Besucherinnen und Besucher finden in der Ausstellung fünf Themeninseln:
Bild: Porträt von Hertha Wind, von der Website des Historischen Museums Frankfurt