Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Spezialist:innenführung mit Dipl. Rest. Barbara Hassel Strategien des Bewahrens: Pergamenthandschriften restaurieren
Die Buchrestauratorin Barbara Hassel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Sebastian Glunz, Wiesbaden, referiert zum Thema "Langzeitarchivierung" Der Vortrag wird auf verschiedene Aspekte der Langzeitarchivierung von Dokumenten eingehen – sowohl aus der analogen als auch aus der digitalen Welt. Dabei wird der Fokus auf die digitale Langzeitarchivierung und die Frage gerichtet, wie das Hessische Landesarchiv diese Aufgabe bewältigt. Welche Parallelen gibt es zur analogen Langzeitarchivierung? Welche Unterschiede gibt es? Und welche Herausforderungen sind überhaupt mit der Archivierung genuin digitaler Dokumente verbunden? Was bedeutet Bestandserhaltung in der digitalen Welt?
Veranstaltung der Familienkundlichen Gesellschaft für Nassau und Frankfurt e.V.
Eintritt frei, Gäste willkommen!
Bild von der Website des Landesarchivs Hessen
Reste und Ressourcen: Abfall in der frühneuzeitlichen Stadt
Ein Vortrag von Franziska Neumann (Braunschweig)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Am Samstag, den 5. April 2025 wird Wiesbaden zu DEM faszinierenden kulturellen Hotspot im Großraum Rhein-Main. Von 19 bis 24 Uhr findet die 23. „Kurze Nacht“ der statt. Die Besucher erwartet an diesem Abend ein außergewöhnliches Erlebnis – und das mit einer Rekordzahl von sensationellen 39 - aufgrund der Nachmeldung vom Queeren Zentrum Wiesbaden e.V. - teilnehmenden Museen, Kunstvereinen, Projekträumen und Galerien.
Alle Interessierte haben am 5. April die einzigartige Gelegenheit, bei traditionell freiem Eintritt, die Vielfalt der Wiesbadener Kunst- und Kulturlandschaft zu erleben – von klassischen Ausstellungen bis hin zu innovativen Kunstprojekten.
Am kriegszerstörten Römer prangten noch die Durchhalteparolen „Führer befiehl – wir folgen“ und „Der Sieg wird unser sein“ als am 29. März 1945 zwei Divisionen der US-Armee die einstige Mainmetropole von der NS-Diktatur befreiten. Während noch im letzten Kriegsmonat Juden aus Frankfurt deportiert oder Häftlinge des KZ-Außenlagers „Katzbach“ der Adlerwerke auf Todesmärsche geschickt wurden, sah die im Luftkrieg zermürbte Zivilbevölkerung dem Ende der Kampfhandlungen mit gemischten Gefühlen entgegen. Nach zwölf Jahren Nationalsozialismus lag die Gauhauptstadt in Trümmern. Der Vortrag schildert den Untergang des „Dritten Reichs“ in Frankfurt und das Gedenken an das Kriegsende in den Jahrzehnten danach. Referent: Dr.Thomas Bauer, ISG FFM Ort: Karmeliterkloster Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte 6 €, ermäßigt 3 €