Es gab nach 1945 nicht weniger Antisemitismus und Rassismus, nicht weniger Hass auf Homosexuelle als während des Nationalsozialismus, sondern wahrscheinlich sogar mehr. Stefanie Schüler-Springorum schildert in ihrem neuen Buch die Erfahrungen von überlebenden Juden sowie Sinti und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil Deutschlands in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Das gängige Bild von der gelungenen Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten einen Riss. Die Erfahrungen der ehemals Verfolgten zeigen, dass der Hass und die Ressentiments gegen sie nicht einfach verschwanden, sie waren tief im Denken der Menschen verankert und sind es zum Teil bis heute.
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und seit 2011 Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin sowie Sprecherin des FGZ-Standorts Berlin.
Prof. Dr. Dr. Michel Friedman ist Jurist und Philosoph und seit 2016 Honorarprofessor für Immobilien- und Medienrecht an der Frankfurt University of Applied Sciences.
Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.811
Nourishing Bodies, Souls, and Societies in Early Modernity
Ein Vortrag von Karin Sennefelt (Stockholm)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Ein Vortrag von Emily Levine (Stanford, California)
Probleme der Geschichte des 19. und 20. JahrhundertsForschungskolloquium der Lehrstühle für Neuere und Neueste Geschichte im Sommersemester 2025
Von Prof. Dr. Christoph Cornelißen und Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Montags, 18.00-20.00 Uhr c. t. in Raum NG 731
"Eine Stadt macht mit“ – so betitelte vor wenigen Jahren das Historische Museum eine ihrer Ausstellungen. In der Tat profitieren viele vom NS-Regime, während andere verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Es gab auch diejenigen, die versucht haben, gegen die NS-Diktatur zu arbeiten und Widerstand geleistet haben. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren einiger dieser Widerstandskämpfer:innen.
Kooperation: Studienkreis dt. Widerstand 1933-1945 Die Teilnahme ist kostenlos.
Den gemeinsamen Treffpunkt erhaltet ihr kurz vor dem jeweiligen Stadtrundgang per E-Mail. Alle Informationen sowie das Formular zur Anmeldung findet ihr HIER
Nur noch bis Sonntag, 29. Juni 2025 ist unsere Jubiläumsausstellung faszinierend • mutig • wirkungsvoll zu entdecken und damit 40 Objekte aus 40 Jahren Sammlungstätigkeit, die Geschichte und Geschichten aus dem frauen museum wiesbaden und weit darüber hinaus erzählen! Zur Finissage findet am Sonntag um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt, im Anschluss freuen wir uns darauf, die Ausstellung mit einem gut gefüllten Glas zu verabschieden.
Die aktuelle Einzelausstellung Blaue Stunde von Richild Holt sowie die historische Schau Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus sind nur noch bis zum 3. Juli 2025 geöffnet. Zur Finissage findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellungen statt. Wir freuen uns ganz besonders, dass die Künstlerin Richild Holt zur Finissage nach Wiesbaden anreisen wird.