Podiumsdiskussion in der evangelischen Akademie Frankfurt
Wie prägte die NS-Herrschaft das Leben und Überleben ganzer Bevölkerungsgruppen zwischen 1933 und 1945? Basierend auf dem aktuellen Forschungsstand schließt das 2024 im Wallstein Verlag erschienene und von Christoph Cornelißen und Sybille Steinbacher herausgegebene Buch Frankfurt am Main und der Nationalsozialismus Forschungslücken. Es analysiert die Durchsetzung der NS-Herrschaft in zentralen Feldern der kommunalen Politik und Verwaltung, den Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft, aber auch der Stadtplanung und Kultur sowie die nationalsozialistische Imagepolitik. Ebenso beleuchtet es die Dynamik der Gewalt gegenüber all jenen Gruppen, die seit 1933 als »Gemeinschaftsfremde« verfolgt und ausgegrenzt wurden.
Prof. Dr. Marie-Luise Recker hatte bis 2012 den Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main inne. Sie ist Vorsitzende der Frankfurter Historischen Kommission.
Prof. Dr. Christoph Cornelißen ist seit April 2012 Professor für Neueste Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Apl. Prof. Dr. Tobias Freimüller ist stellvertretender Direktor des Fritz Bauer Instituts und außerplanmäßiger Professor am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Ort: Evangelische Akademie Frankfurt Römerberg 9, Frankfurt am Main
Entgegen der ursprünglichen Ankündigung gibt es keinen Livestream über Zoom-Meetings. Die Veranstaltung wird aber aufgezeichnet und zu einem späteren Zeitpunkt über unsere Mediathek zugängig gemacht.
Der Frankfurter Landschaftsmaler Hanny Franke (1890–1973) hatte eine bedeutende private Kunstsammlung zusammengetragen, bei der ein Schwerpunkt dem deutschen Mittelalter galt: Skulpturen, Holzschnitte, Andachtsbilder und Handschriften. Diese Sammlung lagert seit 1991 im Museum der Stadt Eschborn und wird aktuell erforscht.
Als erster Bereich werden nun die Fragmente mittelalterlicher Handschriften ausgestellt. Das Museum arbeitete bei der Erforschung und Einordnung mit Professorinnen und Studierenden vom Kunstgeschichtlichen Institut und dem Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main und anderen Forschenden zusammen.
Die Handschriften-Sammlung umfasst Texte und Buchmalereien vom 9. Jahrhundert bis zum 15. Jahrhundert, vor allem aus Deutschland, Burgund, Frankreich und Italien. Es sind zumeist einzelne Seiten aus Büchern zum liturgischen Gebrauch, Heiligenlegenden sowie Stundenbüchern für das private Gebet.
Die Handschriften-Sammlung des Malers Hanny Franke wird zum ersten Mal gezeigt. Ein gedruckter Katalog stellt die Objekte vor. Außer der Ausstellung im Museum wird es eine umfangreichere virtuelle Ausstellung im Internet geben.
Die Schwerpunkte sind:
• Hanny Franke und seine Sammlung mittelalterlicher Fragmente
• Fragmente als Sammelobjekte
• Objektgeschichten
• Die Schwerpunkte der Sammlung Hanny Frankes
• Fenster in die Welt der mittelalterlichen Buchkultur
Ausstellungseröffnung
Begrüßung: Adnan Shaikh (Bürgermeister)
Einführung: Prof. Dr. Kristin Böse und Prof. Dr. Sita Steckel (Goethe-Universität Frankfurt am Main)
Dauer der Ausstellung bis zum 11.01.2026
Öffnungszeiten:Dienstag 09 – 12 Uhr
Mittwoch 15 – 18 Uhr
Samstag 15 – 18 Uhr
Sonntag 14 – 18 Uhr
Feiertage und zwischen den Jahren abweichend
Eintritt frei
Ort: Museum der Stadt Eschborn, Eschenplatz 1
Unter den Kanzlern der Bundesrepublik Deutschland ragt Konrad Adenauer hervor. Seine Politik der unbedingten Westbindung, die er gegen zahlreiche Widerstände und Hindernisse durchsetzte, gilt als Fundament für die Erfolgsgeschichte der Bonner Demokratie. Norbert Frei legt aus Anlass von Adenauers 150. Geburtstag eine neue, bewusst knapp gehaltene Biografie des westdeutschen Gründungskanzlers vor. Dieser erscheint darin als Nazi-Gegner und konservativer Katholik, als autokratischer Parteiführer, skrupelloser Taktiker und weitblickender Europäer, der seinem eigenen Volk mit anhaltender Skepsis, ja Misstrauen begegnete.
Prof. Dr. Norbert Frei ist Seniorprofessor für Neuere und Neueste Geschichte und Leiter des Jena Center – Geschichte des 20. Jahrhunderts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Prof. Dr. Sybille Steinbacher ist Direktorin des Fritz Bauer Instituts und Professorin für Geschichte und Wirkung des Holocaust am Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1 Casino-Gebäude, Raum 823
Hybridveranstaltung mit Livestream auf YouTube: youtu.be/fjXOfrO4qFI
Markieren. Tonio Schachingers "Echtzeitalter"
Ein Vortrag von Prof. Dr. Nils Werber (Siegen)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!Die Vorträge finden alternierend mit Vorträgen aus der Reihe der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften statt, bitte beachten Sie deren abweichende Räumlichkeiten.
Ort: Westendcampus, Casino-Gebäude, Cas. 1.812
Vortrag von Felix Schlichter (Florenz)
Frankfurter Frühneuzeit Kolloquium - Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit21. Oktober – 10. Februar 2025/26 Dienstags 18:15 – 19:45 Uhr
Ort: Campus Westend | IG-Farben-Haus Raum IG 457 (Erdgeschoss)