Öffentliches Symposium zur Ausstellung Text & Spirit

Im Rahmen der Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube lädt das Museum Angewandte Kunst zu einem öffentlichen Symposium ein. Die Ausstellung zeigt erstmals den vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften des Museum Angewandte Kunst. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. 

Text & Spirit entstand im Rahmen eines Digitalisierungsprojekt des Dezernats Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, in Zuge dessen die Handschriften in Gänze gescannt wurden und nun in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf der digitalen Museumsplattform Sammlung digital öffentlich zugänglich sind. Die Ausstellung ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. 

Bei dem Symposium haben Sie die Möglichkeit, mit Expert:innen in die Welt der mittelalterlichen Handschriften einzutauchen. In Vorträgen, Panels und Diskussionen beleuchten verschiedene Spezialist:innen den kostbaren Museumsbestand aus Malerei, Ornamentik und Schrift mit Gold auf Pergamenten in ihrer aufwendigen Ausstattung im Namen der Erleuchtung. Unterschiedliche Blickwinkel verfolgen kunsthistorische, restauratorische, konservatorische, kulturelle, mediale, urbansoziologische und modische Aspekte an der Schnittstelle von Gegenwart und Mittelalter und fragen wie diese historischen Schätze uns heute noch bereichern können und welchen Mehrwert die Digitalisierung für ihren zukünftigen Zugang bietet. 

Das Symposium richtet sich an alle Interessierten – egal, ob Sie sich für Kunstgeschichte, Kultur oder die digitale Erschließung von Kunstwerken begeistern. Für Frankfurter:innen ist dies eine besonders wertvolle Gelegenheit, mehr über das Digitalisierungsprojekt der Stadt Frankfurt mitzubekommen. Nehmen Sie teil und erfahren Sie mehr über unsere Sammlung, die von damaligen Frankfurtern zusammengestellt wurde und an die heutigen Frankfurter:innen weitergegeben werden soll.

Link für mehr Informationen und Programm zum Symposium

 

Apr 23 2025
18:15

Ein anderer Krieg

Das jüdische Palästina und der Zweite Weltkrieg 1935–1942

Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes

Dieses Buch erzählt die Anatomie des Zweiten Weltkriegs aus einer ungewohnten Perspektive: Im Zentrum des Geschehens steht das jüdische Palästina, gelegen am Schnittpunkt der europäisch-kontinentalen und außereuropäisch-kolonialen Wahrnehmung. Die Verschränkung zweier ganz unterschiedlicher Kriege – des Zweiten Weltkriegs und des Kampfs um Palästina – konstruiert das Drama der Erzählung und durchzieht als roter Faden das Buch. Es entsteht eine bislang wenig beachtete Sicht auf das Großereignis des Zweiten Weltkriegs. 

Prof. Dr. Dan Diner ist Historiker und Jurist. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Zudem war er bis 2014 Direktor des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig.


Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801. Hybridveranstaltung Livestream auf YouTube: https://youtu.be/7met_ForN9I


Link für mehr Informationen 


 

Apr 22 2025
18:00

Der flunkernde Wirt

Der flunkernde Wirt: Landesverweis, konfessionelle Differenz und die Konstruktion von Zugehörigkeit im Alten Reich

Ein Vortrag von Falk Bretschneider (Frankfurt a.M./Paris)

Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.


Programm des Kolloquiums als PDF

 

Ausstellung Intime Kommunikation

Die dreiteilige Ausstellung präsentiert nacheinander die bedeutenden Autorinnen der Romantik Bettine Brentano, Rahel Varnhagen und Karoline von Günderrode. Anhand ausgewählter Briefe, literarischer Werke und Objekte zeigt die Ausstellung Szenen ihrer Korrespondenz und ihres schriftstellerisches Wirkens. Im Mittelpunkt steht jeweils der von Intimität geprägte Austausch zwischen den beteiligten Menschen. Ab Mitte März wird mit der erfolgreichen Salonnière Rahel Levin Varnhagen eine der wichtigsten Briefschreiberinnen der Zeit vorgestellt. 

Die Ausstellung umfasst drei aufeinanderfolgende Kapitel: 

31.1. – 6.3. Bettina Brentano 

13.3. – 11.4. Rahel Levin Varnhagen 

17.4. – 1.6. Karoline von Günderrode

Verweile doch! „Ich war Dir schon mehrmals ein [...] treuer Spiegel“ Intime Kommunikation bei Karoline von Günderrode

Mit Joanna Raisbeck, Kuratorin der Ausstellung ‚Intime Kommunikation'

Link zur Ausstellung und Link zur Veranstaltung

 

Apr 16 2025
19:00

Zeugenschaft und Kunst

Zeugenschaft und Kunst. Vom Über- und Weiterleben Emmie Arbels 

Barbara Yelins Graphic Novel Die Farbe der Erinnerung erzählt die Geschichte Emmie Arbels. Geboren 1937 in Den Haag, wird sie mit ihrer jüdischen Familie 1942 von den Nazis deportiert. Sie überlebt als Kind die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. Als der Krieg vorbei ist, ist sie acht Jahre alt. Ihre Brüder haben überlebt, ihre Eltern und Großeltern sind ermordet worden. Die vermeintliche Rettung durch eine niederländische Pflegefamilie stellt sich als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind heraus. 1949 wandert die Familie nach Israel aus. Im Kibbuz fühlt sich Emmie isoliert. Immer wieder reist sie nach Deutschland, um als Zeitzeugin zu sprechen. Barbara Yelin ließ sich ihre Geschichte erzählen. Mit Bild und Schrift schafft sie eine Form der Erinnerungsliteratur, die zugleich eine Reflexion über das Erinnern selbst ist. Eine kürzere Fassung der Graphic Novel ist auch veröffentlicht in Aber ich lebe.

Buchvorstellung und Gespräch mit der Künstlerin Barbara Yelin

Barbara Yelin ist Comic-Künstlerin. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur, 2016 den Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Sie ist Mitinitiatorin des Onlineprojekts »Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus«.

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Ort: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek

Anmeldung auf der Website der Deutschen Nationalbibliothek per Mail an exilarchiv-veranstaltungen@dnb.de oder telefonisch unter: 069 1525 1987

Link zum Fritz-Bauer-InstitutLink zum Historischen Museum Frankfurt und Link zur Deutschen Nationalbibliothek