Apr 15 2025
18:00

Ersatzzahlungsmittel der DDR

Ersatzzahlungsmittel der DDR. Von Forumscheck zum Militär- und Gefängnisgeld

Die die DDR gilt mit ihren Forumschecks, ihrem Hotel-, Gefängnis-, Messe- oder auch Militärgeld galt als Weltmeister im Erfinden von Ersatzgeldern. Der Vortrag möchte die wichtigsten DDR-Beispiele sowie deren Funktion und Bedeutung vorstellen. Dass es hierbei nicht allein um die Erwirtschaftung von Devisen oder die Verwaltung von Mangelwaren ging, verdeutlicht etwa das in seiner Form einzigartige LPG-Geld. Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft Vortrag von Frank Metasch aus Dresden

Eintritt frei. Ohne Anmeldung Ort: Roter Seminarraum, 2. Ebene


Bild und Text von der Website des Historischen Museums Frankfurt

Link für mehr Informationen

 

Apr 14 2025
18:15

Gerahmte Gewalt

Gerahmte Gewalt: Private Fotoalben von Deutschen im »Osteinsatz« und die kollektive Erinnerung an den Zweiten Weltkrieg

Sie liegen auf Dachböden von Wohnhäusern und auf Verkaufstischen von Flohmärkten; man kann sie im Internet kaufen und in Archiven besichtigen: Private Fotoalben sind materielle Zeugnisse, wie Deutsche den Zweiten Weltkrieg erlebten und wie sie ihn erinnert wissen wollten. Einige Alben, besonders solche mit Holocaust-Bezug, haben in Ausstellungen oder Publikationen Aufmerksamkeit erregt; dennoch hat sich die Forschung bislang nur ansatzweise mit ihnen befasst. Basierend auf der Auswertung einiger hundert Privatalben und mit Fokus auf den deutschen Vernichtungskrieg »im Osten« untersucht das Buch, was ihre Kriegserzählung ausmacht, wie sie Gewalt repräsentierten und welche Spuren ihr Bild deutscher Verbrechen und deutscher Opferschaft bis heute im Familiengedächtnis hinterlassen hat.

Dr. Jürgen Matthäus war bis März 2025 Leiter der Forschungsabteilung des United States Holocaust Memorial Museum. Er hat zahlreiche Publikationen zum Nationalsozialismus und zum Holocaust vorgelegt.

Hybridveranstaltung

Ort: Goethe-Universität, Casino-Gebäude, Raum 1.811 

Livestream auf YouTube: https://youtu.be/SZwzQzJB1u8

Link für mehr Informationen

 

Text & Spirit Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube

Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?

Das Stundenbuch als Multimedium des Mittelalters - Wie Schrift, Bilder und Gefühl das Beten im Spätmittelalter prägten

Die Mediävistin und Kunsthistorikerin Johanna Scheel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst

Link zur Veranstaltung und Link zur Ausstellung

 

Veranstaltung zum Jubiläum 1200 Jahre Kloster Seligenstadt

Bekannt ist, dass am 25. August 1725 der Gründung des Klosters Seligenstadt vor damals 900 Jahren gedacht wurde. Gleichzeitig wird an diesem Tag seit alters her Kirchweihe gefeiert. Einhardexperte Dr. Hermann Schefers geht der Frage nach, was denn am 25. August 825, knapp zweieinhalb Jahre vor dem Eintreffen der Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus im damaligen Ober-Mulinheim außer der Infrastruktur einer königlichen „villa“ vorhanden war. Der Schwerpunkt der historischen Analyse liegt dabei auf der Interpretation zeitgenössischer Quellen: erhaltenen Zeugnissen der Zeit und solchen, die noch erschlossen werden können.

Ort: Abtssaal in der Prälatur, Kloster Seligenstadt

Link für mehr Informationen

 

Apr 9 2025
18:00

Tag der Provenienzforschung

Rundgang zur wechselvollen Geschichte der Villen des Weltkulturen Museums

Mit Josefine Neef (Provenienzforscherin) Anlässlich des Tags der Provenienzforschung am Mittwoch, den 9. April lädt das Weltkulturen Museum um 18 Uhr zu einer Führung ein. Provenienzforscherin Josefine Neef zeigt, dass sich ihre Forschung nicht nur auf die Herkunft der gesammelten Gegenstände richtet, sondern sie beleuchtet auch die wechselvolle Geschichte der drei historischen Villen, in denen das Weltkulturen Museum heute beheimatet ist. Hinter den prachtvollen Gründerzeit-Fassaden mit ihrem fragwürdigen Kolonialcharme verbergen sich komplexe Geschichten. Die Führung gibt Einblicke in die Erbauung der Gebäude, wer ihre früheren Bewohner:innen waren und in den Museumsbetrieb seit den 1990er Jahren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergang von Privatwohnungen zu städtischem Eigentum und der Nutzung der Villen während des Nationalsozialismus. Wie haben sich die Gebäude seit dem Einzug des Weltkulturen Museums entwickelt, und welche Herausforderungen und Chancen bringen sie für das Museum heute?

Kostenloser Eintritt, Ohne Anmeldung. Treffpunkt Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29

Bild von der Website des Weltkulturen Museums: Schaumainkai 27, 1973, Fotografin: Gisela Simrock

Link für mehr Informationen