Robert Servatius als Verteidiger in NS-Strafverfahren Der Kölner Rechtsanwalt Robert Servatius erlangte 1961 weltweite Bekanntheit. Er verteidigte in Jerusalem Adolf Eichmann, der während des Zweiten Weltkriegs aus dem Berliner Reichssicherheitshauptamt die Deportation der europäischen Juden in die deutschen Vernichtungslager im östlichen Europa organisiert hatte. Dirk Stolper blickt nicht nur auf die Biografie und die öffentliche Wahrnehmung von Servatius, sondern beleuchtet auch dessen Verteidigungsstrategien in NS-Prozessen zwischen 1945 und 1975 sowie deren Rezeption in der Öffentlichkeit.
Dr. Dirk Stolper ist Historiker und wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801
God, Nature, and 'Racial Destiny": The Enlightenment and the Mestizo Painter Miguel de Santiago
Ein Vortrag von Adrian Masters (Trier)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Wie konnten jüdische Verfolgungserfahrungen und antifaschistische Überzeugungen unter staatssozialistischen Vorzeichen verhandelt und artikuliert werden? Welche Rolle spielten jüdische Überlebende in der DDR in der kulturellen Auseinandersetzung mit der Shoah und dem Nationalsozialismus? Der Vortrag geht diesen Fragen nach und zeigt ausgehend von Nachlässen und Egodokumenten die Handlungsoptionen und Motivationen jüdischer, vereinzelt auch nichtjüdischer Akteure und Akteurinnen. Dabei wird das Spannungsfeld zwischen eigensinnigem Handeln und teils parteiloyalen, mitunter schmerzhaften Zugeständnissen an den Staat untersucht.
Dr. Alexander Walther studierte Geschichte und Englisch für das Lehramt und war wissenschaftlicher Mitarbeiter an den Universitäten Jena und Erfurt. Derzeit ist er Mitarbeiter im Projekt »Tacheles 2026. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen« am Staatlichen Museum für Archäologie Chemnitz.
Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801
Ein Vortrag von Simon Smith (Birmingham)
Twelfth Night has long been recognised as one of Shakespeare's most musical plays. In recent decades critics have increasingly given attention to the ways in which it is concerned with identity too, from Viola's adoption of the Cesario identity for the vast majority of the play, to the conflict between Malvolio and Sir Toby over social advancement, hereditary rank, and meritocracy. This talk, emerging from my research for the new Cambridge Shakespeare Edition of Twelfth Night, argues that the two threads of song and identity are in fact closely entwined within the play, with each holding the key to a deeper understanding of the other. Looking in particular detail at key scenes including 2.3, 2.4 and 5.1, and drawing on the play's rich stage history that is yet to be fully researched, this talk will suggest ways of reading the play closely in light of the wider themes of identity and song, and suggest outward connections, too, with other plays by Shakespeare and his contemporaries.
Simon Smith, FSA is Associate Professor of Shakespeare and Early Modern Drama at the Shakespeare Institute, University of Birmingham. He works on early modern theatre, music, and sensory culture. His monograph, Musical Response in the Early Modern Playhouse, 1603-1625 (Cambridge, 2017), won the Shakespeare's Globe Book Award and the University English Book Prize. He has edited three essay collections, most recently Playing and Playgoing in Early Modern England (Cambridge, 2022; with Emma Whipday). He has worked as a historical music, theatre and language consultant for Shakespeare's Globe, the BBC, the Independent and the RSC. Current projects include an edition of Twelfth Night for Cambridge Shakespeare Editions, a Leverhulme-funded monograph on early modern theatre audiences, The Cambridge Companion to Shakespeare & Sound (with Carla Della Gatta), and a short book, Shakespeare and Music, for the 'Oxford Shakespeare Topics' series.
Die Veranstaltung ist Teil der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften (FZHG) und des Forschungskolloquiums Europe Entangled
Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Cas. 1.812
Ein Vortrag von Tamar Herzig (Tel Aviv)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei.
Die Veranstaltung ist außerdem Teil des Kolloquiums Frühe Neuzeit
Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.251