Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Dr. Veronika Duma (Goethe Universität)
Probleme der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts Forschungskolloquium der Lehrstühle für Neuere und Neueste Geschichte im Sommersemester 2025 Von Prof. Dr. Christoph Cornelißen und Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Montags, 18.00-20.00 Uhr c. t. in Raum NG 731
Buchvorstellung im Jüdischen Museum Frankfurt
Auch nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernommen hatten, übten Jüdinnen und Juden weiterhin ihren fotografischen Beruf aus oder gingen ihrer fotografischen Leidenschaft nach. Sie machten Bilder von Badeurlauben und Theateraufführungen, von der Arbeit und den Kindern, von Landschaften und vom Sport. Sie ließen die Aufnahmen abziehen, tauschten Bilder mit Verwandten und Bekannten aus, sie legten Alben an. Das im Januar 2025 erschienene Buch „Still Lives“ ist die erste Studie, die diese Bildbestände umfassend untersucht. Der Historiker Prof. Ofer Ashkenazi, die Historikerin Prof. Rebekka Grossmann, die Literaturwissenschaftlerin Shira Miron und die Judaistin Dr. Sarah Wobick-Segev gehen darin der Frage nach, wie diese Fotografien die Veränderungen der Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung im Deutschland dieser Jahre reflektieren. An diesem Abend stellen sie ihr Buch im Gespräch mit Dr. Friedrich Tietjen vor, dem Leiter von Fotosammlung, Bibliothek & Archiv des Jüdischen Museums Frankfurt.
Karten erhalten Sie unter juedischesmuseum.de/tickets; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €.
Ort: Bibliothek im Jüdischen Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1
100 Jahre Das Neue Frankfurt
Im Jahr 2025 feiert das Neue Frankfurt seinen 100. Geburtstag. Dies nimmt das Museum Angewandte Kunst als Anlass, jener Gestaltungsmoderne am Main aus den 1920er-Jahren nicht nur zahlreiche Ausstellungen auszurichten, sondern mit ihren vielfältigen Themenbereichen als Grundstein für das kulturelle Großprojekt World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die Gegenwart und Zukunft des Gestaltens unserer Gesellschaften zu befragen.
Wenn von einer Gestaltungsmoderne am Main die Rede ist, dann meint das jenen politischen, gesellschaftlichen und gestalterischen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg, für den der 1924 zum Frankfurter Oberbürgermeister gewählte Ludwig Landmann ein Jahr später den programmatischen Begriff Das Neue Frankfurt prägte. Zu diesem Neuen Frankfurt gehörte nicht nur ein Städte- und Wohnungsbauprogramm, sondern der universale Anspruch im Produkt-, Mode-, Interieur-, Industrie- und Kommunikationsdesign, in den angewandten und freien Künsten mit neuen Formen alle Bereiche des menschlichen Lebens zu erfassen und im Verbund mit einer forcierten Industrialisierung eine neue urbane Gesellschaft zu formen. Aus ihrer Gegenwart als Erfahrungsraum, und weniger aus der Vergangenheit, leiteten die Protagonistinnen und Protagonisten des Neuen Frankfurt das für die Moderne am Main so Spezifische ab: Gestaltung und soziales Engagement als Einheit. Ihnen ging es nicht um eine dogmatische Festlegung von Gestaltungsprinzipien, sondern vielmehr um die jeweils überzeugende Lösung, welche allein am jeweiligen Bedarf ausgerichtet ist.
Kuratorinnenführung mit Grit Weber