Jul 7 2025
18:00

Kolloquium in der Goethe Universität

Der Raub an der jüdischen Bevölkerung in Europa​

Der Raub an der jüdischen Bevölkerung in Europa

Ein Vortrag von Dr. Veronika Duma (Goethe Universität)

Probleme der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts Forschungskolloquium der Lehrstühle für Neuere und Neueste Geschichte im Sommersemester 2025 Von Prof. Dr. Christoph Cornelißen und Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Montags, 18.00-20.00 Uhr c. t. in Raum NG 731

 

Jul 3 2025
19:00

Buchvorstellung im Jüdischen Museum Frankfurt

Jüdische Fotografie in Nazi-Deutschland

Jüdische Fotografie in Nazi-Deutschland

Auch nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernommen hatten, übten Jüdinnen und Juden weiterhin ihren fotografischen Beruf aus oder gingen ihrer fotografischen Leidenschaft nach. Sie machten Bilder von Badeurlauben und Theateraufführungen, von der Arbeit und den Kindern, von Landschaften und vom Sport. Sie ließen die Aufnahmen abziehen, tauschten Bilder mit Verwandten und Bekannten aus, sie legten Alben an. Das im Januar 2025 erschienene Buch „Still Lives“ ist die erste Studie, die diese Bildbestände umfassend untersucht. Der Historiker Prof. Ofer Ashkenazi, die Historikerin Prof. Rebekka Grossmann, die Literaturwissenschaftlerin Shira Miron und die Judaistin Dr. Sarah Wobick-Segev gehen darin der Frage nach, wie diese Fotografien die Veränderungen der Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung im Deutschland dieser Jahre reflektieren. An diesem Abend stellen sie ihr Buch im Gespräch mit Dr. Friedrich Tietjen vor, dem Leiter von Fotosammlung, Bibliothek & Archiv des Jüdischen Museums Frankfurt. 

Karten erhalten Sie unter juedischesmuseum.de/tickets; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €.

Ort: Bibliothek im Jüdischen Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1

Link zum Jüdischen Museum Frankfurt

 

Jul 3 2025
18:00

Kolloquium in der Goethe Universität

Curia Iulia

Curia Iulia and the rhythm of the late antique Forum Romanum Ein Vortrag von Dr. Monica Hellström (Lund) Das Colloquium Classicum, eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Abteilungen für Klassische Archäologie und Alte Geschichte und des Instituts für Klassische Philologie, führt fortgeschrittene und interessierte Studierende sowie Forscher(innen) an altertumswissenschaftliche Forschungskontroversen heran. Dies geschieht durch Vorträge von Wissenschaftlern mit anschließender Diskussion sowie durch vorbereitende Sitzungen, in denen durch gemeinsame Lektüre und Diskussion ausgesuchter antiker und moderner Texte die behandelten Probleme kontextualisiert und dimensioniert werden. Tischvorlagen werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.

 

Jul 3 2025
15:00

Finissage im Frauen Museum Wiesbaden

Zwangssterilisation im Nationalsozialismus

Die Finissage Die aktuelle Einzelausstellung Blaue Stunde von Richild Holt sowie die historische Schau Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus sind nur noch bis zum 3. Juli 2025 geöffnet. Zur Finissage findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellungen statt. Wir freuen uns ganz besonders, dass die Künstlerin Richild Holt zur Finissage nach Wiesbaden anreisen wird. Zur Ausstellung Die historische Ausstellung Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus nimmt die grausame Praxis der Zwangssterilisationen an Menschen, die nicht in das rassistische, menschenfeindliche System des NS-Regimes passten, in den Blick, und schreibt eine lokale Geschichte Wiesbadens, die bisher kaum beachtet wurde – die Geschichte der sogenannten Rheinland-Kinder, die auf mündlichen Befehl in „Geheimer Reichssache“ sterilisiert wurden, nur, weil sie anders aussahen, weil sie die „falschen“ Väter hatten, weil sie nicht „deutsch“ genug waren. Die Ausstellung legt dabei einen besonderen Fokus darauf, die individuellen Geschichten der Wiesbadener Kinder zu schreiben und gleichzeitig das Thema Zwangssterilisierung in der NS-Unrechtsgesetzgebung zu beleuchten. Nicht zuletzt wird durch das Ausstellungsprojekt die Frage gestellt, was es bedeutet, hier und heute zu leben und welche Verantwortung wir alle für dieses „Hier“ und „Jetzt“ tragen.


Link zum Frauen Museum Wiesbaden

 

100 Jahre Das Neue Frankfurt

Im Jahr 2025 feiert das Neue Frankfurt seinen 100. Geburtstag. Dies nimmt das Museum Angewandte Kunst als Anlass, jener Gestaltungsmoderne am Main aus den 1920er-Jahren nicht nur zahlreiche Ausstellungen auszurichten, sondern mit ihren vielfältigen Themenbereichen als Grundstein für das kulturelle Großprojekt World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die Gegenwart und Zukunft des Gestaltens unserer Gesellschaften zu befragen. 

Wenn von einer Gestaltungsmoderne am Main die Rede ist, dann meint das jenen politischen, gesellschaftlichen und gestalterischen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg, für den der 1924 zum Frankfurter Oberbürgermeister gewählte Ludwig Landmann ein Jahr später den programmatischen Begriff Das Neue Frankfurt prägte. Zu diesem Neuen Frankfurt gehörte nicht nur ein Städte- und Wohnungsbauprogramm, sondern der universale Anspruch im Produkt-, Mode-, Interieur-, Industrie- und Kommunikationsdesign, in den angewandten und freien Künsten mit neuen Formen alle Bereiche des menschlichen Lebens zu erfassen und im Verbund mit einer forcierten Industrialisierung eine neue urbane Gesellschaft zu formen. Aus ihrer Gegenwart als Erfahrungsraum, und weniger aus der Vergangenheit, leiteten die Protagonistinnen und Protagonisten des Neuen Frankfurt das für die Moderne am Main so Spezifische ab: Gestaltung und soziales Engagement als Einheit. Ihnen ging es nicht um eine dogmatische Festlegung von Gestaltungsprinzipien, sondern vielmehr um die jeweils überzeugende Lösung, welche allein am jeweiligen Bedarf ausgerichtet ist.

Kuratorinnenführung mit Grit Weber

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