Philipp Landgrebe (Kassel): "Von Handschift zu Handschrift. Zur Descriptio Terre Sancte des Burchard von Monte Sion im späten Mittelalter"
Florian Kehm (Mainz): "Marco Polo und die Kriegerprinzessin. Sexualität und Alterität im Spiegel spätmittelalterlicher Asienreiseberichte"
In diesem Wintersemester im Workshop-Format zu spannenden Themen wie Rassismus, Wissensgeschichte und Reiseliteratur an Einzelterminen: Dienstags von 16:00-20:00 Uhr! Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert.
Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei Die Vorträge finden alternierend mit Vorträgen aus der Reihe der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften statt, bitte beachten Sie deren abweichende Räumlichkeiten.
Ort: Seminarhaus, SH 5.107
Jahrhunderte alte verwitterte Holzskulpturen, eine gebrochene Teeschale, mit Goldlack repariert, Hokusais „Große Welle" als archetypischer Ausdruck von Schönheit und tödlicher Gefahr, der Wind als Zeichner – all dies sind Ausdrucksformen einer „Welt im Fluss“, die diese Ausstellung vorstellt. Kostbare Sammlungsbestände des Museums, ergänzt durch ausgewählte Positionen der Gegenwartskunst, stellen Japan vor als ein Land, das eine besondere ästhetische Sprache des Ephemeren hervorgebracht hat. Wo von einem Moment auf den anderen durch Erdbeben, Flutwellen oder auch durch menschengemachte Katastrophen das Leben ein jähes Ende nehmen kann, blüht eine Kunst, die sich der Fragilität und Kostbarkeit unserer Existenz stets bewusst ist – eine atemberaubend schöne, stille und faszinierende Feier der Vergänglichkeit.
Die Ausstellung Die Welt im Fluss. Über Bewegtes und Vergängliches in der Japanischen Kunst führt vor Augen, wie die Japanische Kunst die Wandlungen und die Unwägbarkeiten des Daseins vielfältig ästhetisch durchdringt und kommentiert. Die Schau spannt den Bogen von zwei verwitterten Holzskulpturen des 14. Jahrhunderts, bewegtem Leben in Malerei und Holzschnitt des alten Japan über Wasserdarstellungen unterschiedlicher Art und den Verfall „feiernden“ Teekeramiken und Lackarbeiten bis hin zu markanten Positionen der japanischen Gegenwartskunst. Vorgestellt werden auch Bilder, die das menschliche Leben mit und auf dem Wasser, Kirschblütenfeste und höfische Schmetterlingstänze zeigen. Mit Ueda Rikuo, Hide Nasu, Shiriagari Kotobuki, Peter Granser und Mari Kashiwagi kommen überraschende Positionen der Kunst, Teekultur und Lyrik der Gegenwart zu Wort, die auf unterschiedliche Weise jenes Lebensgefühl des panta rhei reflektieren, das Japan von jeher geprägt hat.Bild: Ein Paar „Löwenhunde“ (komainu), Japan, Kamakura-Zeit (1185–1333), Foto: Marcus Müller © Japan Art/Galerie Friedrich Müller, Frankfurt/M.
Der Text stammt von der Website des Museum Angewandte Kunst Link zum Museum Angewandte Kunst
Kolloquium des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte
Programm13.00 Uhr: Willkommen mit Imbiss und Kaffee
13.30 Uhr: Begrüßung 13.45 Uhr: Dr. Paul Schweitzer-Martin (München): „Seelsorgepraxis im 13. Jahrhundert“
14:45 Uhr: Kaffeepause 15:15 Uhr: Olivia Mayer (Kassel): „Magieanschuldigungen und -anklagen gegen adlige Frauen im spätmittelalterlichen England und Frankreich“
16:15 Uhr: Kaffeepause
16:45 Uhr: Dr. Tobias Daniels (München): „Weltwissen im lokalen Kontext: Die Notizen eines Regensburgers im 12./13. Jahrhundert“
18.00 Uhr: Aufbruch zum gemeinsamen Abendessen
Casino-Gebäude, Raum 1.812
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Anmeldungen zur Planung des Caterings und für das anschließende Abendessen werden erbeten bis zum 26. Januar 2025 an: J.Buehner@em.uni-frankfurt.de.
Mehr Informationen: PDF
Abschreckungstheorie und ihre Kritik in historischer Perspektive
Wie kam die Abschreckungstheorie aus den USA nach Deutschland? Und warum folgte ihr die Abschreckungskritik auf dem Fuße? In dem Vortrag wird auf die ambivalente und wechselseitige Entwicklung von Strategie- und Friedensforschung in den USA und der Bundesrepublik Deutschland während des Ost-West-Konflikts eingegangen. Damit wird auch ein Schlaglicht auf Widersprüche und Dilemmata heute wieder häufig benutzter Begriffe und Kathegorien nuklearer und konventioneller Abschreckung eingegangen.
Im Hörsaalzentrum HZ10
Link zum PDF
Ein vergleichender Ansatz zur Analyse des kolonialen Bildarchivs in Frankfurt
Vortrag von Hans P. Hahn
Im Hörsaalzentrum, Raum HZ 9