Dez 4 2025
18:00

Filmvortrag im Archäologischen Museum Frankfurt

Der Grabungsbesucher


Der Grabungsbesucher – ein archäologischer Filmabend.

Ein Vortrag von Thomas Claus (Filmemacher/Produzent, Frankfurt am Main)

Die Filme, die vorgestellt werden:

- Das Kloster im Wald – Die Wiederentdeckung der „Himmelpforte“ bei Wernigerode (15 min, 2025)  

- Archäologie in Brandenburg – Momentaufnahmen 2024 (30 min, 2025) 19. Film der Filmreihe

- Der „Teufel zu Mallerbach“ – Die Wiederentdeckung der Wallfahrtskapelle bei Allstedt (15 min, 2025

Ort: Archäologisches Museum Frankfurt, Eintritt frei.

Anmeldung an: freunde.rgk@dainst.de.

Website des Archäologischen Museums Frankfurt

 

Dez 3 2025
20:00

Vernissage in der Goethe Universität Frankfurt

Tropenkoller

Tropenkoller – Topical Frenzy,

Ein Film von Marcel Odenbach, 2017

Der Begriff Tropenkoller etablierte sich Ende des 19. Jahrhunderts, um deutsche Kolonialverbrechen zu rechtfertigen. Er aktiviert den rassistischen Mythos einer klimatischen Beeinflussung von Geist und Gesundheit in den Tropen Zentral- und Westafrikas. Die physische und sexuelle Gewalt der deutschen Besatzer wurde gezielt als ein durch den Tropenkoller ausgelöster “Kontrollverlust“ relativiert. 

Marcel Odenbach wählt den Begriff als Titel seiner Videoarbeit Tropenkoller (2017). Am Beispiel von Togo konfrontiert der Künstler darin koloniales Archivmaterial mit gegenwertigen Aufnahmen der Hauptstadt Togos, Lomé. Es geht Odenbach um die kritische Auseinandersetzung mit der Kontinuität deutscher Kolonialverbrechen und ihre Verleugnung durch den white gaze (weißer Blick) – die ursprüngliche Funktion des Tropenkollers. Die Collage von Vergangenheit und Gegenwart entsteht in Kollaboration mit dem togolesischen Organisation WoeLab, dass im Kollektiv urbane Projekte in Lomé verwirklicht.

Der Unterbau eines Holzpiers erstreckt sich unter blauem Himmel über den linken Screen der zwei-Kanal-Videoinstallationen. Das rhythmische Brechen der Wellen an den Stützen wird von der rauschenden Geräuschkulisse einer körnigen Schwarz-Weiß-Dokumentation auf dem rechten Screen übertönt. Dort schreiten in historischen Aufnahmen deutsche Kolonialsoldaten auf eben diesem Pier auf die Kamera zu. In ruhigen Wechsel zeigt Odenbach in langen Standaufnahmen die Überreste kolonialer Bauten der deutschen Kolonialisten an der Küste Lomés. Immer wieder wird die Doppelprojektion von ruckenden Archivaufnahmen aus dem Jahr 1913 unterbrochen. Abrupt wird eine Hälfte des Screens schwarz: In Frakturschrift werden die kolonialen Bestrebungen des Deutschen Reichs und des NS-Regimes darauf zitiert. 

Odenbach überschreibt die zurückgelassenen Spuren der Kolonialzeit mit einer ruhigen Alltäglichkeit der Gegenwart. Zugleich wirft die hinterbliebene architektonische Substanz die Frage auf, inwiefern Architektur narrative Machtstrukturen weiterträgt? Szene für Szene, Fragment für Fragment collagiert Odenbach architektonische Beweismittel kolonialen Nachlebens (vgl. Saidiya Hartman) und hält dem white gaze den Spiegel im Jetzt vor.

Ausstellungsdaten:

03.12.2025-21.01.2026

Eröffnung: 03.12., 20 Uhr

Link für mehr Informationen zur Ausstellung

 

Dez 3 2025
18:30

Öffentliche Kuratorenführung im Museum Angewandte Kunst

Aufbruch zur modernen Stadt

Aufbruch zur modernen Stadt 1925-1933: Frankfurt, Wien und Hamburg. Drei Modelle im Vergleich

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Website des Museums Angewandte Kunst

 

Dez 3 2025
18:15

Vortrag in der Goethe Universität

 Der vergessene Holocaust in der Ukraine

»Nur wir haben überlebt« Der vergessene Holocaust in der Ukraine

Über 1,5 Millionen ukrainische Jüdinnen und Juden wurden während der Shoah ermordet. Boris Zabarko ist selbst Überlebender des Ghettos von Schargorod. Es ist ihm zur Lebensaufgabe geworden, die Berichte von Überlebenden in der Ukraine zu sammeln. Seine auf Ukrainisch, Russisch, Englisch und Deutsch erschienenen Bücher enthalten Schilderungen grausamer Morde, zeugen aber auch vom übermächtigen Überlebenswillen der damals – wie er – im Kindesalter Verfolgten. 

Dr. Boris Zabarko, der nach seiner Flucht aus Kiew im März 2022 heute wieder dort lebt, ist Historiker und Präsident der ukrainischen Vereinigung jüdischer ehemaliger Häftlinge der Ghettos und nationalsozialistischen Konzentrationslager. 

Eine Veranstaltung des Fritz Bauer Instituts in Kooperation mit dem Projekt »Zeitzeugen« im Bistum Limburg

Ort: Campus Westend, Gebäude der Sprach- und Kulturwissenschaften, Hörsaal SKW B

Website des Fritz-Bauer-Instituts

 

Dez 2 2025
18:15

Kolloquium in der Goethe Universität

​Horizonte der Arbeit

Horizonte der Arbeit: Migration und Mobilität in der Frühen Neuzeit, regional bis global

Ein Vortrag von Philip Hahn (Saarbrücken)

Frankfurter Frühneuzeit Kolloquium - Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit

21. Oktober – 10. Februar 2025/26

Dienstags 18:15 – 19:45 Uhr Ort: Campus Westend | IG-Farben-Haus Raum IG 457 (Erdgeschoss)