Das politische Plakat tritt in Europa erstmals massiv als Propagandaplakat im Ersten Weltkrieg auf. Die Kriegsparteien agieren dabei sehr verschieden. Von sachlich-faktischer Argumentation bis hin zur Lüge und emotionaler Ansprache, ein Spektrum, das sich in den politischen Plakaten der Folgejahre weiterentwickelt. Nach Ende des Ersten Weltkriegs scheinen expressionistische Plakate den traumatisierten Zustand einer ganzen Nation widerzuspiegeln. Die wachsende Brutalität der politischen Auseinandersetzung in den 1920er und 1930er Jahren spiegelt sich auch in der Rohheit der Plakatmotive wider, vor allem solcher, die von extrem linken und rechten politischen Rändern verbreitet wurden. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten endet die Vielfalt der politischen Stimmen auf den Plakaten im öffentlichen Raum.
In der Ausstellung werden politische Plakate aus der Sammlung des Wiesbadeners Maximilian Karagöz gezeigt.
Ausstellung vom 6.02.2026 bis zum 9.08.2026
In Kooperation mit dem Hessischen Landtag, der in einer Ausstellung (18 Mär—12 Apr 26) politische Plakate von 1945—1991 zeigt.
Central European Marian Images in the Thirty Years' War: Mobility, Violence, and Memory
Ein Vortrag von Anna-Marie Pípalová (Cambride)
Frankfurter Frühneuzeit Kolloquium - Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit21. Oktober – 10. Februar 2025/26
Dienstags 18:15 – 19:45 Uhr Ort: Campus Westend | IG-Farben-Haus Raum IG 457 (Erdgeschoss)
Interaktion, Improvisation, Irrwege: Mikrogeschichten versklavter Frauen im spätmittelalterlichen Mittelmeerraum
Ein Vortrag von Dr. Corinna Peres (Wien)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!Die Vorträge finden alternierend mit Vorträgen aus der Reihe der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften statt, bitte beachten Sie deren abweichende Räumlichkeiten.
Ort: Westendcampus, IG-Farbenhaus, IG 0.254
West-Östlicher Diwan - Von Oberhausen über Jena und Gießen nach Leipzig
Ein Vortrag von Dirk van Laak (1961)
Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 11
Zoom-Link: HTTPS://UNI-FRANKFURT.ZOOM-X.DE/MEETING/REGISTER/YGM6I08WRW2H-LSFOBHCGW
Der Vortrag beleuchtet die transimperiale Karriere des Mediziners und Anthropologen Bernhard Hagen, der nach über zehn Jahren Tätigkeit als Tropenarzt in Niederländisch-Ostindien und in Deutsch-Neuguinea das Völkerkundemuseum in Frankfurt (heute: Weltkulturen Museum) gründete. Seine Biografie zeigt, wie koloniale Medizin, Rassenforschung und wissenschaftliche Netzwerke in „fremden“ Kolonien die Entstehung des Museums prägten.
Referentin: Dr. Monique Ligtenberg (Zürich)
Eine Veranstaltung des Weltkulturen Museum in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte
Eintritt frei. Platzzahl begrenzt, bitte sichern Sie sich Ihren Platz durch rechtzeitiges Erscheinen.
Website des Instituts für Stadtgeschichte und Website des Weltkulturenmuseums