Okt 21 2025
18:00

Kolloquium in der Goethe Universität

Auspacken! Rückkehr aus der "Ewigen Stadt"

Auspacken! Rückkehr aus der "Ewigen Stadt"

Ein Vortrag von Martin Baumeister (1958)


Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 11

Zoom-Link: HTTPS://UNI-FRANKFURT.ZOOM-X.DE/MEETING/REGISTER/YGM6I08WRW2H-LSFOBHCGW


 

Okt 20 2025
18:00

Gedenktag inklusive Vortrag in der Paulskirche

Jüdische Repräsentanten zur Zeit der Deportationen

Tödliche Gratwanderung. Jüdische Repräsentanten zur Zeit der Deportationen

Gedenktag der Stadt Frankfurt am Main aus Anlass der ersten Massendeportation am 19. Oktober 1941. Der ursprünglich für diesen Termin geplante Vortrag von Prof. Dr. Mary Fulbrook, Gesellschaft und Überleben während des Holocaust, muss leider entfallen. 

Dr. Beate Meyer behandelt in ihrem Vortrag die Arbeit der 1939 als Zwangsorganisation gegründeten Reichsvereinigung der Juden in Deutschland bis 1943/1945. Deren jüdische Repräsentanten in der Berliner Zentrale und den einzelnen jüdischen Gemeinden wie Frankfurt waren anfangs vor allem für Emigration, Fürsorge und Bildung zuständig. Doch ab Herbst 1941 zogen das Reichssicherheitshauptamt und die Gestapostellen sie auch für die organisatorische Vorbereitung der Deportationen heran. Ohne vertieftes Wissen um die Shoa, durch Lügen getäuscht und unter steter Gewaltandrohung versuchten sie, den Prozess zu verzögern und Härten für die Jüdinnen und Juden abzumildern. Gegen die Dynamik der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik allerdings konnten sie mit ihren Mitteln kaum etwas ausrichten. 

Ramón Jaffé spielt aus Kompositionen seines Vaters, des deutsch-israelischen Komponisten Don Jaffé, der mit seiner Familie 1941 vor den Nationalsozialisten aus Riga in die Sowjetunion flüchten musste und dort überlebte. 

Dr. Beate Meyer war bis 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg, dem sie heute noch als assoziierte Wissenschaftlerin verbunden ist. 2011 erschien ihre umfassende Monografie Tödliche Gratwanderung: die Reichsvereinigung der Juden in Deutschland zwischen Hoffnung, Zwang, Selbstbehauptung und Verstrickung (1939– 1945) im Wallstein Verlag in Göttingen. Für sie erhielt sie 2013 den Joseph-Carlebach-Preis der Universität Hamburg. Darüber hinaus hat sie zur Verfolgung sogenannter jüdischer Mischlinge gearbeitet und sich mit biografischen Projekten zur Geschichte der Juden in Hamburg und Berlin während des Nationalsozialismus einen Namen gemacht. 

Ramón Jaffé ist ein vielfach mit Preisen geehrter Cellist. Als Solist spielt er mit vielen Orchestern weltweit. Im Jahr 1995 begründete er das Kammermusikfest Hopfgarten in Tirol, seit 2011 leitet er auch das Musikfestival Middelburg in den Niederlanden. Zudem unterrichtet er an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber in Dresden. 

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Dezernat für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main

Interessierte können sich bis 15. Oktober 2025 unter dem Link protokoll.ffm.de für die Gedenkstunde am 20. Oktober anmelden und erhalten bei Vorlage eines Ausweises Zugang zur Veranstaltung. Einlass in die Paulskirche ist ab 17:15 Uhr. 

Link zur Website des Fritz-Bauer-Instituts

 

Okt 15 2025
18:00

Ikonenabend im Ikonenmuseum, Museum Angewandte Kunst

Oktoberfest – Immerwährender Kalender

Oktoberfest – Immerwährender Kalender

Kalender- und Monatsikonen haben ihren Ursprung im liturgischen Kontext. Ursprünglich zeigte in den Kirchen eine Ikone auf einem Ikonenpult vor der Ikonostase den oder die Heilige des Tages und machte diese für Gebet und Verehrung zugänglich. Aus diesen Tagesikonen entwickelten sich später aus praktischen Gründen die Monatsikonen, welche die Heiligen, wichtige Ereignisse der Kirchengeschichte, Feste und Feiertage versammeln und vergegenwärtigen. Wir beleuchten das Konzept der Kalenderikonen und werfen insbesondere einen Blick auf die Heiligen und Kirchenfeste, die im Monat Oktober erinnert und gefeiert werden. 

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Link zum Museum Angewandte Kunst

 

Okt 15 2025
16:00

Gespräch in der Goethe Universität

Mittelhochdeutsch und Neulatein

Mittelhochdeutsch und Neulatein - Deutsche Literatur in fremden Sprachen

Holger Runow und Robert Seidel im Gespräch

Ort: Campus Westend, IG-Farbenhaus Nebengebäude - IG NG 1,741b

 

Okt 14 2025
18:15

Gespräch in der Goethe Universität

Plurales Lernen über den Holocaust?

Plurales Lernen über den Holocaust? Erfahrungen aus dem Jüdischen Museum Hohenems und der politischen Bildung

Am Beispiel eines Projekts zu Fluchtgeschichten zwischen 1938 und 1945 am Jüdischen Museum Hohenems werden die dramatischen Lebenswege nicht nur von Jüdinnen und Juden behandelt. Sie vermitteln ein differenziertes Bild von der Gewalt der Zeit und geben Raum, auch über die Gegenwart zu sprechen. Der multiperspektivische Dialog ist auch Thema in der politischen Bildung heterogener Gesellschaften. Religiös codierte Ressentiments finden sich nicht erst nach Erfahrungen von Diskriminierung, sondern bereits im Vorschulalter. Was bedeutet das für das Lernen über den Holocaust? 

Saba-Nur Cheema ist Diplom-Politologin und wissenschaftliche Mitarbeiterin im Teilprojekt »Religiös codierte Differenzkonstruktionen im Vor- und Grundschulalter« am Institut für Allgemeine Erziehungswissenschaft der Goethe-Universität und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Fritz Bauer Instituts. 

Dr. Hanno Loewy ist Literatur- und Medienwissenschaftler. Er war ab 1995 Gründungsdirektor des Fritz Bauer Instituts und ist seit 2004 Direktor des Jüdischen Museum Hohenems. 

Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit der Bildungsstätte Anne Frank

Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.811

Link zur Website des Fritz-Bauer-Instituts