Landkarten des Erinnerns - Räumliche Lebensgeschichten zwischen Deutschland und Frankreich
Vortrag von Anna Wanka
Im Hörsaalzentrum, HZ 9
Romantische Gefühle verbinden die meisten Menschen mit Paris oder Venedig, aber doch nicht mit Frankfurt! Dabei hat die vermeintlich kühle Finanzmetropole auch in amouröser Hinsicht viel zu bieten, wie die Historikerin Silke Wustmann in ihrem Buch „Frankfurter Liebespaare – Romantisches und Tragisches aus 1200 Jahren Stadtgeschichte“ anschaulich darlegt. „Euer getreue im Herzen – so lang ich leb“ endet zum Beispiel der älteste uns bekannte Liebesbrief aus dem Jahr 1598. Die junge Nürnbergerin Ursula Freher schreibt ihn an ihren hiesigen Verlobten Johann Adolf von Glauburg und schildert darin die Sehnsucht, mit der sie jeden Tag auf die Ankunft der Postkutsche wartet, voller Hoffnung auf eine neue Nachricht des Geliebten. Nicht immer gehen die vorgestellten Verbindungen glücklich aus, aber faszinierend und unterhaltsam sind sie allemal. Freuen Sie sich also auf eine spannende Lesung, in der u. a. die emotionalen Verstrickungen Clemens Brentanos und Wilhelm Buschs zu Gehör kommen werden!
4€ / 2€ Eintritt
Ort: Porzellan Museum im Kronberger Haus Bolongarostraße 152 in 65929 Frankfurt-Höchst
Mehr Informationen: Link zum Historischen Museum
Das Fressen und die Moral. Gesetze und ihre Durchsetzung im frühneuzeitlichen Großbritannien
Ein Vortrag von Hannes Ziegler (Dresden)
Auch im Wintersemester 2024/25 laden wir wieder herzlich zu unserem Forschungskolloquium "Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" ein. Die Veranstaltungsreihe mit Vortragenden aus dem In- und Ausland bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und ermöglicht den Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und allen, die sich für die Geschichte der Frühen Neuzeit begeistern.
Im IG-Farbengebäude, Raum IG 454
Mehr Informationen: PDF
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
Am Sonntag, den 09.02.2025, um 11:15 Uhr s. t. laden wir zu einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung ‚Ich will sprechen über die Wahrheit, die dort war.' Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965 im Frankfurter Römer ein. Die Kurator*innen, bei denen es sich um eine Gruppe Studierender und Alumnae der Goethe-Universität handelt, charakterisierten die Ausstellung auf frankfurt.de folgendermaßen: „Mit unserer Ausstellung wollen wir nicht nur Geschichtsinteressierten einen Einblick in den Ereigniszusammenhang Frankfurter Auschwitz-Prozess geben, sondern auch an die Verdienste der Überlebenden erinnern, die in den Jahren 1963 bis 1965 in dem Verfahren als Zeug*innen aussagten. Indem sie ihre Geschichte erzählten, gaben sie auch denjenigen, die in Auschwitz ermordet wurden, wieder eine Stimme.“
Am Samstag, den 8. Februar, wird die Finissage der Ausstellung IKONA. Heilige Frauen gefeiert. Das Programm zur Finissage startet um 18 Uhr mit einer Begrüßung durch Prof. Matthias Wagner K und die Kuratorin Dr. Konstanze Runge über die Möglichkeiten und Herausforderungen, sakrale Kunst im Museum auszustellen. Sie blickt zurück auf die Wanderausstellung IKONA. Heilige Frauen, die zuvor in Kampen und Recklinghausen ausgestellt worden war. Direkt im Anschluss werden die heiligen Frauen mit der Aufführung der Konzert-Performance VIRIDESCENCE im Ausstellungsraum gefeiert. Der Komponist und Performer elektronischer Musik Raphaël Languillat hat diese Soundarbeit für die Ausstellung in Verflechtung mystischer Kompositionen Hildegard von Bingens (1098-1179) mit aktuellen Klängen eines Modular-Synthesizer entwickelt. Gemeinsam mit der Sopranistin des Mainzer Staatstheaters Maren Schwier kommt VIRIDESCENCE erstmalig live in den Ausstellungsraum.
Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 09.02.2025.
Bild und Text stammen vom Museum Angewandte Kunst