Sep 22 2025
18:00

Gespräch im Institut für Stadtgeschichte

60 Jahre Türkisches Volkshaus

Frankfurt erzählt! 60 Jahre Türkisches Volkshaus – Stimmen aus sechs Jahrzehnten Migration

1965 wurde als einer der ersten türkischen Vereine das Türkische Volkshaus e.V. in Frankfurt gegründet. Der Verein ist seitdem nicht nur eng verbunden mit der Migrationsgeschichte der Stadt, sondern in seiner Geschichte spiegelt sich die gesamte Entwicklung Frankfurts und der Bundesrepublik zur Migrationsgesellschaft.

Ein Gespräch mit Zeliha Dikmen und Ismail Ersan

Zeliha Dikmen gehörte zur Generation Kofferkinder und lebt seit 1973 in Frankfurt. Die Informatikerin ist die Vorstandsvorsitzende des Türkischen Volkshauses Frankfurt e.V. 

Ismail Ersan, kam 1970 als 18jähriger nach Frankfurt studierte Soziale Arbeit und leitete von der Gründung bis Ende 2017 das multikulturelle Kinderzentrum „Kinderinsel“, dessen Träger das Türkische Volkshaus ist. Beide erzählen aus ihrem Leben und aus der spannenden Geschichte einer Frankfurter Institution.

Ort: Karmeliterkloster

Der Eintritt ist frei und die Platzzahl begrenzt. Bitte sichern Sie sich Ihren Platz durch rechtzeitiges Erscheinen.

Link zum Institut für Stadtgeschichte

 

Sep 21 2025
17:30

Filmvorführung im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum

The Past is not Another Country

Im September präsentiert die Reihe THE PAST IS NOT ANOTHER COUNTRY: ARCHIVE ANDERS MACHEN, eine Kooperation zwischen DFF und SİNEMA TRANSTOPIA, ihr viertes und fünftes Kapitel mit Beiträgen von Behrang Samsami, Daniel Asadi Faezi sowie Sarnt Utamachote und Lưu Bích Ngọc. Die Filme werden Einführungen und Gesprächen begleitet. 
Der vierte Abend ist am 21.9. der fünfte am 23.9.

Programm 21.9.:

EMPFÄNGER UNBEKANNT

BRD 1983. R: Sohrab Shahid Saless. D: Iris von Reppert-Bismarck, Umran Ertok, Manfred Zapatka. 83 Min. Digital 

RÜCKBLICKEND BETRACHTET

Deutschland 2025. R: Daniel Asadi Faezi, Mila Zhluktenko. 15 Min. DCP 

Zu Gast: Daniel Asadi Faezi, Behrang Samsami (Autor der Buchtrilogie Die langen Ferien des Sohrab Shahid Saless, 2023) Filmreihe: THE PAST IS NOT ANOTHER COUNTRY 

„Zweite Ölkrise, stagnierende Wirtschaft, wachsende Arbeitslosigkeit – Anfang der 1980er-Jahre ist die Bundesrepublik in einer schwierigen ökonomischen Situation. Der Frust darüber trifft auch die Migranten. Folgen: Brandschläge und Morde. Der iranische Autorenfilmer Sohrab Shahid Saless (1944-1998), seit 1974 im Exil in der Bundesrepublik, verarbeitet diese Entwicklung – 50 Jahre nach der „Machtergreifung“ der Nazis – in Empfänger unbekannt. Sein 1983 als „kleines Fernsehspiel“ erstmals aufgeführter, essayistischer Film liefert einen düsteren Blick auf eine Gesellschaft, die sich nach 1945 in Konsumismus und Geschichtsvergessenheit flüchtet. 

Der Kurz-Dokumentarfilm Rückblickend betrachtet (2025) von Daniel Asadi Faezi und Mila Zhluktenko befasst sich mit der Historie des Münchener Olympia-Einkaufszentrums, das ab 1970 von „Gastarbeitern“ mit gebaut und 2016 zum Tatort eines rechtsterroristischen Anschlags wird, bei dem neun Menschen sterben. Asadi Faezi und Zhluktenko verwenden dabei auch Fragmente aus Empfänger unbekannt und setzen auf diese Weise die Erinnerungsarbeit aus migrantischer Perspektive fort. Quasi in der „Tradition“ von Saless, dessen Fernsehspiel wie ein Archiv westdeutscher Migrationsgeschichte wirkt.“ (Daniel Asadi Faezi, Behrang Samsami)

Link für mehr Informationen

 

Sep 11 2025
16:00

Direktorenführung im Archäologischen Museum Frankfurt

Jupiter, Mithras und Christus

Jupiter, Mithras und Christus: Die Frankfurter Silberinschrift und die religiöse Vielfalt im römischen NIDA

Die hauchdünne Silberinschrift wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Ursprünglich in einer silbernen Kapsel aufbewahrt, trägt die hauchdünne Silberfolie eine einzigartige Inschrift: Der in Latein abgefasste, 18-zeilige Text besitzt rein christlichen Charakter. Er gilt als ältester authentischer Beleg für Christen nördlich der Alpen. 

Die Frankfurter Silberinschrift aus dem Gräberfeld „Heilmannstraße“ in Frankfurt am Main-Praunheim gibt einen Einblick in die religiöse Vielfalt im römischen NIDA des 3. Jahrhunderts n. Chr. Zahlreiche Jupitersäulen und Altäre, mindestens vier Mithras-Heiligtümer sowie ein ummauerter Kultbezirk im Zentrum der Stadt belegen, dass NIDA zu dieser Zeit ein bedeutendes religiöses Zentrum im Nordosten der Provinz Obergermanien war. Es ist die Blütezeit der Stadt, aber auch eine Epoche des Wandels und der Krisen im Römischen Reich. 

Die Führung stellt den herausragenden Fund der Silberinschrift in ihren archäologischen und kulturhistorischen Hintergrund. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den unterschiedlichen Glaubenswelten der Bewohner und den religiösen Strömungen in NIDA in einer Zeit voller Umbrüche. 

Dauer: ca. 90 Minuten 

Treffpunkt: Museumsfoyer 

Führungsgebühr: 12 € zzgl. erm. Eintritt: 4 € 

Teilnehmerzahl begrenzt! Anmeldung ebenfalls unter fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de

 

Sep 10 2025

Vernissage im Archäologischen Museum Frankfurt

Archäologie der Gedanken

Dagmar Schuldt: Archäologie der Gedanken Von der Kunst des Sichtbaren und Unsichtbaren

Das genreübergreifende Projekt „Archäologie der Gedanken“ verbindet das Archäologische Museum Frankfurt mit dem südwestlichen Stadtraum, konkreten Stellen, Orten und Gebieten in Niederrad und dem Stadtwald. Die Umgebung von Frankfurt wird seit Jahrtausenden von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Kulturen durchquert und besiedelt. Es entstanden Handelsrouten, Pilgerwege, Verkehrs- und Kommunikationsknotenpunkte, die die Stadt und ihre Geschichte bis heute prägen und einen Austausch von Gedanken ermöglicht haben. Der Begriff „Gedanke“ wird von der Künstlerin als sich verzweigendes Wegenetz definiert. Damit wird „Geschichte“ von ihr als Landschaft wahrgenommen. 

Die in Hamburg lebende Künstlerin Dagmar Schuldt untersucht in ihren Werken die Konstruktion und Wirkung unserer Wahrnehmung von Geschichte. Seit vielen Jahren beschäftigt sie sich mit Phänomenen der Erinnerungskultur, mit Fragen zur Geschichte und Archäologie sowie mit der Spurensuche und -sammlung. Aus welchen Fragmenten der Wahrnehmung ist unsere Erzählung von Geschichte entstanden? Wie wird unsere Erinnerung die Zukunft prägen? In ihrer Arbeit findet dabei nicht nur das Bewahrte und Offensichtliche einen Platz, sondern insbesondere das, was wir nicht mehr sehen können, wahrnehmen oder erinnern. 

Vorschau 10. September 2025 – 31. Mai 2026

In der Ausstellung komprimiert die Künstlerin städtische und landschaftliche Orte und macht sie als Wege- und Gedankennetz partizipativ erfahrbar. Im Foyer und Eingangsbereich befinden sich Stempelpunkte. Sieben, von der Künstlerin ausgewählte Geopunkte in Niederrad und dem Stadtwald, markieren historische Verweise in Form von Stelen, unter deren Deckeln sich Stempel befinden. Besucher erhalten im Museum eine Kunstlandkarte. Wie bei einer Wanderung oder einem Pilgerweg können sie mit dieser Karte die Orte in Verbindung setzen und so ihre imaginäre Route festlegen. Jedem Geopunkt ist ein eigenes, bezugnehmendes Stempelmotiv zugeordnet. Das Publikum hat die Möglichkeit, Stempelabdrücke auf der Karte zu hinterlassen und diese später als Kunstwerk, Andenken oder Vorlage für eine analoge Wanderung mitzunehmen.

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Sep 4 2025
19:00

Vernissage im Museum Wiesbaden

Wie Kunst ins Museum kommt

Feininger, Münter, Modersohn-Becker… Oder wie Kunst ins Museum kommt

Das Museum Wiesbaden freut sich anlässlich seines 200. Jubiläums feierlich zu verkünden, dass ihm die über Jahrzehnte gewachsene, hochkarätige Sammlung eines Wiesbadener Mäzens testamentarisch versprochen worden ist. Große Namen wie Erich Heckel, Alexej von Jawlensky, Ida Kerkovius und Max Pechstein verleihen der Sammlung ihre Strahlkraft und bilden zentrale Positionen des deutschen Expressionismus mit seinen Künstlergruppen „Der Blaue Reiter“ und „Brücke“ ab. Selten ausgestellte Künstlerinnen wie Erma Bossi, Elisabeth Epstein oder Ilona Singer und bedeutende Skulpturen von Ernst Barlach, Gerhard Marcks, Marg Moll oder Milly Steger ergänzen die herausragende Werkzusammenstellung. In der Ausstellung wird die bewegte Geschichte der in über einhundert Jahren aufgebauten „Abteilung Klassische Moderne“ des Museums Wiesbaden reflektiert, zu deren Umfang und Qualität Schenkungen und Stiftungen beigetragen haben. Dabei wird museale Arbeit sichtbar gemacht und die Geheimnisse hinter diesen bedeutenden Sammlungszuwächsen aufgedeckt.

Ausstellung vom 5. Sep 2025 — 26. Apr 2026

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