Karl der Große - Ein Geld für Europa

Im Jahr 793 vollendete Karl der Große die Reformen zum Münzwesen der Karolingerzeit, und zwar in Frankfurt. Die Stadt darf so mit einigem Recht als der Geburtsort eines über Jahrhunderte stabilen europäischen Währungssystems gelten. Der weltweit beste Kenner des karolingischen Geldwesens, Dr. Simon Coupland, Universität Cambridge, hinterfragt nicht nur, welche Rolle Karl der Große dabei spielte. In seinem Vortrag, den er auf Einladung der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte im Historischen Museum hält. geht er auch auf die Beziehungen des Kaisers zu seinen fünf Ehefrauen, und seinen zahlreichen Geliebten ein. 

Ort: Leopold-Sonnemann-Saal Eintritt 4 €/erm. 2 € Anmeldung über Besucherservice oder Online-Ticketshop

Link zum Historischen Museum Frankfurt

 

Stiftung – Wissenschaft – Krieg Naturwissenschaften an der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Nationalsozialismus

Die Frankfurter Goethe-Universität wurde 1914 als Stiftungsuniversität gegründet. Sie war eng mit dem Engagement ihrer Stifter, darunter sehr viele Juden der Stadt, verbunden. Nach 1933 wurde sie Austragungsort politischer Verteilungskämpfe, Knotenpunkt radikalisierter Netzwerke und Schauplatz rassistischer Raubaktionen. Die einstmals liberale Hochschule wollte sich dem NS-Regime durch demonstrative Härte beweisen. Wie dies vonstattenging, zeigt der Vortrag.

Ein Vortrag von Dr. Jason Lemberg

Dr. Jason Lemberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) an der Bergischen Universität Wuppertal. Von 2017 bis 2022 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust. Am Fritz Bauer Institut bearbeitete er ein Projekt zur Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik. Im Rahmen seiner Dissertation forschte er seit 2018 zur Geschichte der Rüstungsforschung an der Goethe-Universität in der NS-Zeit.


Ort: Campus Westend, IG Farben-Haus, Nebengebäude, NG 2.701

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Mai 14 2025
18:00

Strategien des Bewahrens

Text & Spirit Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube

Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. 

Spezialist:innenführung mit Dipl. Rest. Barbara Hassel Strategien des Bewahrens: Pergamenthandschriften restaurieren

Die Buchrestauratorin Barbara Hassel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.

Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.

Link zur Veranstaltung und Link zur Ausstellung

 

URWORTE. ORPHISCH. Goethes Dämon und der griechische Naturbegriff

Unter dem Titel ‚Urworte. Orphisch' hat Goethe fünf Strophen zusammengestellt, die mit griechischen Titeln versehen sind: DAIMON (‚übermächtiges Wesen, Dämon'), TYCHE (‚Zufall'), EROS (‚Liebe'), ANANKE (‚Zwang'), ELPIS (‚Hoffnung'). Die Strophen kreisen um das Spannungsverhältnis zwischen Determination und Freiheit im Leben des Menschen: Zufall, Liebe und Hoffnung werden den Handlungszwängen des Lebens und der naturgegebenen Veranlagung gegenübergestellt. Von Letzterer geht alles aus: „Bist alsobald und fort und fort gediehen / Nach dem Gesetz, wonach du angetreten“. Gemeint ist hier offensichtlich die im Keim angelegte und im Wachstum realisierte Form von Pflanze, Tier und Mensch. Genau dies aber haben die Griechen „Physis“ genannt, wonach die Römer ihr einflussreiches Übersetzungslehnwort „Natura“ gebildet haben. Goethe überschreibt die erste Strophe jedoch nicht mit PHYSIS (‚Natur'), sondern mit DAIMON. Warum? In Gespräch und Lesung wollen wir dem Verhältnis zwischen dem griechischen Begriff der Natur und Goethes Dämon nachgehen.

Mit Oliver Primavesi und Jasmin Behrouzi-Rühl 

Prof. Dr. Dr. h.c. Oliver Primavesi ist Professor für Griechische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie der Goethe-Universität Frankfurt

Ort: Arkadensaal, Eingang: Großer Hirschgraben 23-25 Deutsches Romantik-Museum, Frankfurter Goethe-Haus

 5 € / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstift 

Link für mehr Informationen

 

"...avec un Mauvais Schnitzbanck" Materielle Überreste der Hugenottenkolonie Friedrichsdorf im 18. Jahrhundert

Ein Vortrag von Karoline Müller (Frankfurt am Main)

Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.


Das Programm des Kolloquiums als PDF