Nov 12 2025
18:15

Vortrag in der Goethe Universität

 Der NS als verfassungsrechtliches Argument

Nationalsozialismus als verfassungsrechtliches Argument. Interpretationen durch das Bundesverfassungsgericht
Welche Rolle spielt die NS-Herrschaft in der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts? Im Jahr 2009 hat das Gericht im Wunsiedel-Beschluss festgestellt, das NS-Regime habe für die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland »eine gegenbildlich identitätsprägende Bedeutung«; das Grundgesetz sei darauf ausgerichtet, »eine Wiederholung solchen Unrechts ein für alle Mal auszuschließen«. Zugleich heißt es im selben Beschluss, das Grundgesetz kenne »kein allgemeines antinationalsozialistisches Grundprinzip«. Inwiefern war und ist die NS-Herrschaft in der Rechtsprechung also ein verfassungsrechtliches Argument?


Prof. Dr. Gabriele Britz ist Professorin für Öffentliches Recht mit einem Schwerpunkt im Verfassungsrecht an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Von 2011 bis 2023 war sie Richterin im Ersten Senat des Bundesverfassungsgerichts.


Ort: Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1 Casino-Gebäude, Raum 1.802

Link zum Fritz-Bauer-Institut

 

Nov 12 2025
18:00

Vortrag im Hessischen Staatsarchiv

Im Exil überlebt – aber wie?

Im Exil überlebt – aber wie? Schicksale Wiesbadener Jüdinnen und Juden nach der Emigration

Dr. Rolf Faber referiert zum Thema "Im Exil überlebt – aber wie? Schicksale Wiesbadener Jüdinnen und Juden nach der Emigration" Von den 2713 Jüdinnen und Juden, die 1933 in Wiesbaden lebten, konnten etwa 500 dem Holocaust durch die Flucht ins Exil entgehen. Manche konnten nur das Allernotwendigste im Koffer mitnehmen. Für sie alle bedeutete dieser Schritt eine lebensprägende Erfahrung. Viele gerieten im Exil in Armut, andere konnten sich erfolgreich etablieren. An ausgewählten Beispielen werden die Schicksale im Vortrag vor Augen geführt. 

Veranstaltung des Vereins für Nassauische Altertumskunde e.V. (weitere Informationen: vna-nassau.de Öffnet sich in einem neuen Fenster) - 

Der Eintritt für Mitglieder ist frei. Für Gäste steht eine Spendenbox bereit.

Hessisches Hauptstaatsarchiv Wiesbaden, Mosbacher Straße 55

Website des Landesarchivs Hessen

 

Nov 11 2025
19:00

Vortrag im Historischen Museum Frankfurt

Stolpersteine

Stolpersteine für in der NS-Zeit verfolgte homosexuelle Männer in Frankfurt am Main

In Frankfurt gibt es über 2.200 Stolpersteine zum Gedenken an Opfer des Nationalsozialismus. Unter ihnen erinnern auch 12 Stolpersteine an Männer aus Frankfurt, die als Homosexuelle nach § 175 verfolgt, eingesperrt und ermordet wurden. Die Biografien dieser Männer wurden nun für die Frankfurt History App bearbeitet und diese damit um queere Perspektiven ergänzt. Martin Dill, Vorsitzender der Initiative Stolpersteine Frankfurt am Main, stellt sie in seinem Vortrag vor und berichtet über die Forschungs- und Gedenkarbeit der Initiative.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Frankfurter Arbeitskreis Queere Stadtgeschichte statt.

Ort: HMF, Leopold-Sonnemann-Saal

Eintritt frei, ohne Anmeldung

Website des Historischen Museums Frankfurt

 

Nov 11 2025
18:00

Kolloquium in der Goethe Universität

Regulierung der Spiritualität

"Nimm eine Nadel und stich dich leicht in die Hand". Die Regulierung der Spiritualität in benediktinischen Reformkongregationen des 15. Jahrhunderts

Ein Vortrag von John Hinderer (LMU München)

Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!


Die Vorträge finden alternierend mit Vorträgen aus der Reihe der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften statt, bitte beachten Sie deren abweichende Räumlichkeiten.

Ort: Westendcampus, IG-Farbengebäude, IG 0.254

 

Nov 10 2025
18:00

Vortrag im Institut für Stadtgeschichte

Freizeit, Fashion, Freiheit in der Nachkriegszeit

Fotografien zum Nachdenken: Freizeit, Fashion, Freiheit in der Nachkriegszeit

Zeitschriften waren in der Nachkriegszeit zentrale Plattformen zur Vermittlung von Freiheitsideen und neuen gesellschaftlichen Leitbildern. Mode, Reisen und ein Lebensgefühl sollten den Menschen Zuversicht vermitteln und den Blick auf bessere Zeiten richten. Fotografen wie Louise Dahl-Wolfe oder Will McBride entwickelten dabei jeweils eigene Bildsprachen und prägten mit ihrer Themensetzung die sozialen und kulturellen Einstellungen jener Zeit mit.

Begleitprogramm zur Ausstellung „Frankfurt went West“ 

Referentin: Prof. Celina Lunsford, Fotografieforum Frankfurt 

Der Eintritt ist frei und die Platzzahl begrenzt. Bitte sichern Sie sich Ihren Platz durch rechtzeitiges Erscheinen.

Ort: Karmeliterkloster Frankfurt

Website des Instituts für Stadtgeschichte Frankfurt