Der Dokumentarfilm taucht ein in die vergessenen Proteste der pulsierenden 80er/90er Jahre in Frankfurt, als Aktivist*innen in einer "Solidarität der Uneinsichtigen" gegen die repressive AIDS-Politik aufbegehrten. Die Protagonist*innen des AIDS-Aktivismus blicken zurück auf diese prägende Zeit und ergänzt durch wiederentdecktes Filmmaterial entsteht so ein vielschichtiges, kritisches Porträt der Bewegung. Eine queere Spurensuche der jungen Generation nach der Geschichte der "Uneinsichtigen". Der Film wird auf Deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt. Im Kino des DFF werden begleitendend zur Ausstellung ausgesuchte Filme zur Zeitzeugenschaft gezeigt. In monatlich wechselnden Exkursen geht es dabei um die Schoa und deutsche Familiengeschichte, um Migration und queere Geschichte.
Filmreihe: Zeitzeugenschaft
Zu Gast: Lou Deinhart, Evi Rohde, Zoë Struif,
Zu Beginn der Aids-Katastrophe waren grundverschiedene Minderheiten von Tod und Ausgrenzung bedroht – und saßen damit plötzlich im selben Boot. Gruppen wie ACT UP mussten und wollten mit ihrer Gegenwehr stören und verstören. Der Dokumentarfilm zeigt anhand von Archivmaterial und Zeitzeug:innen-Interviews eindrucksvoll, wie produktiv der Aktivismus in Frankfurt damals war.
Ort: Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Eintritt 9 €/7 €
Mehr Informationen: Link zum Historischen Museum und Link zum DFF
Bild und Text von der Website des Historischen Museums, Text von der Seite des DFF
Der Schatzfund von Pilligerheck (Kreis Mayen-Koblenz) ist der größte noch existierende Münzschatz der Karolingerzeit in Deutschland. Kurz nach 855 wurde das beträchtliche Vermögen dem Tresor Erde anvertraut; seit Mitte der 1950er Jahre sind davon weit über 2000 Münzen wieder zum Vorschein gekommen. Die Geschehnisse von der Entdeckung des Schatzes lesen sich wie eine Kriminalgeschichte. Auch interessant ist der Inhalt des Schatzes, auch wenn er auf den ersten Blick mit Hunderten Münzen desselben Typs langweilig erscheint.
Vortrag von Stefan Wittenbrick aus Beckum
Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft
Eintritt frei. Ohne Anmeldung
Ort: Historisches Museum, Roter Seminarraum, 2. Ebene
Seit 1487 spätestens waren die Fechter der „Marxbruderschaft“ in Frankfurt am Main ansässig und bauten sich in den nachfolgenden Jahrhunderten ein reichsweites, später auch europäisches Netzwerk aus fechtenden Handwerkern auf. Der Vortrag möchte sich auf die Spuren dieser begeben und Kontakt- geflecht, aber auch Ritual und Praxis der Marxbrüder ergründen.
Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 €
Anmeldung möglich unter: Link Besuch auch ohne Reservierung möglich.
Text und Bild vom Institut für Stadtgeschichte
© Fechtzeugnis für einen Federfechter, 1752 (ISG FFM H.18.03 Nr. 26)Ein Nachholtermin wird bekannt gegeben.
Wir drehen die Zeit um 400 Jahre zurück. Beyers Bücherschatz. Vom Sammeln und Stiften vor Senckenberg begibt sich auf Spurensuche im frühneuzeitlichen Frankfurt. Zwischen vergilbten Bücherseiten und mathematischen Instrumenten beleuchten wir den Mediziner, Politiker und Büchersammler Johann Hartmann Beyer. Seine reiche Bücherstiftung aus dem Jahr 1624 legte einen der Grundsteine der Universitätsbibliothek. Eine Auswahl kürzlich wiederentdeckter Objekte aus Beyers verloren geglaubtem Bücherschatz kann hier erstmals gezeigt werden. Die von Studierenden der Goethe-Universität kuratierte Ausstellung bietet für alle Interessierten spannende Einblicke in Beyers Sammlung, seine Biographie sowie allgemein in die sozialen, politzischen und kulturellen Verhältnisse in Frankfurt am Main im 17. Jahrhundert.
Vernissage am 13. Februar 2025 ab 18:00 Uhr im Foyer der Zentralbibliothek in Bockenheim
Auf dem Podium sitzen:
Rachel Heuberger, Bibliothekarin, ehem. UB JCS
Wolfgang Rüger, Antiquar, Frankfurt-Sachsenhausen
Joshua Schößler, Journalist
Nathanael Busch, Germanist, Philipps-Universität Marburg
Moderation: Marvin Baudisch, Germanist, RWTH Aachen
Ausstellungszeitraum Vom 14. Februar 2025 bis 27. April 2025
Interviewzeugnisse: Über die Fabrikation von historischer Vorstellungskraft und Sinnbildung
In aufgezeichneten Interviews mit Befreiten vor fast 80 Jahren dominieren Totenklage, Verzweiflung und nicht zuletzt dokumentierende Anklage: Nie wieder sollten Deutsche ihre (Mit-)Schuld leugnen. Mit mehr Zeitabstand und nach neuen Kriegen und Genoziden: Wie veränderten sich die Fragen an die einstigen Opfer, deren Erzählweisen, Sprache(n) und Deutungsansprüche? Wie stark formatierten Bildungsziele, ästhetische Konzepte und moralische Botschaften die Interviews? Welche Folgen hatten neue Aufzeichnungs- und Projektionstechnologien für die Erinnerungserzählungen – bis hin zur virtuellen Realität?
Dr. Axel Doßmann ist Historiker und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek
Ort: Casino-Gebäude, Raum 1.802
Mehr Informationen: Link zum Fritz-Bauer-Institut