Über Grenzen...
Ein Vortrag von Martin Schulze Wessel (1962)
Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 11
Zoom-Link: HTTPS://UNI-FRANKFURT.ZOOM-X.DE/MEETING/REGISTER/YGM6I08WRW2H-LSFOBHCGW
Taler-Gewichte und bergische Münzwaagen
Ein Vortrag von Konrad SchneiderBei Goldmünzen war es früher üblich, diese mit Gewinnabsicht am Rand zu beschneiden. Zu deren Gewichtskontrolle wurden Messinggewichte in korrektem Gewicht hergestellt. Zentrum dieser Waagen-Industrie war das Bergische Land. Darüber hinaus produzierten die Waagenmacher auch größere Gewichte, mit denen Talermünzen kontrolliert werden konnten.
Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft
Eintritt frei
Ort: Historisches Museum Frankfurt, Roter Seminarraum
Eröffnung
So 16 Nov 25, 11:00
Begrüßung: Dr. Hannes Lerp
Einführung: Yvonne Finzler und Dr. Moris Samen
Studienausstellung16.Nov 2025 — 19.Apr 2026
Link zum Museum Wiesbaden und dem Begleitprogramm der Ausstellung
In den 1920er Jahren war das Thema der Neugestaltung der Küche ein Dauerbrenner. In Frankfurt „erfand“ 1926 das Hochbauamt mit der Gestaltungsarbeit von Margarete Schütte-Lihotzky die berühmte Frankfurter Küche. Bevor sie ihren Weg – nicht selten über den Sperrmüll Weg – in die Museen und in Sammlungen in westlichen Industrienationen fand, wurde sie etwa 10.000 mal in die Wohnungen der Siedlungen des Neuen Frankfurt verbaut. Damit sollte die Reproduktions- und Familienarbeit in ihr zeit- und raumsparend verrichtet werden. Dass Care-Arbeit bis heute mehrheitlich feminisiert und von den weiblichen Mitgliedern einer Gesellschaft übernommen wird und zwar unentgeltlich, ist so bekannt, wie es kritisiert wird.
In diesem Dialogvortrag gehen Jorun Jensen vom Deutschen Architekturmuseum und Grit Weber vom Museum Angewandte Kunst gemeinsam verschiedenen weiteren Küchenkonzepten der 1920er Jahre auf den Grund, stellen weitere Protagonist:innen vor, die beispielsweise das „Einküchenhaus“ propagierten und ergänzen sie um aktuelle Perspektiven, wissenschaftliche Diskurse und künstlerische Positionen. Dazu gibt's Getränke und Knabberei und danach wird der für Arte und den HR von Laura J Gerlach und Kerstin Kemena produzierte Film 100 Jahren Neues Bauen. Die Super-Küche (2025) gezeigt.
1916 kam es, inmitten des Ersten Weltkriegs, zu einer öffentlichen grundsätzlichen Debatte über den Zionismus und das Selbstverständnis des deutschen Judentums zwischen dem Neukantianer Hermann Cohen und Martin Buber, dem Herausgeber der Zeitschrift Der Jude. Weit weniger bekannt ist, wie sehr Cohens Denken – besonders seine Idee von Gott – Buber auch nach Cohens Tod 1918 weiterhin beschäftigt hat. Im Juli 1942, zu Cohens 100. Geburtstag, „trafen sich“ beide Philosophen schließlich in Jerusalem auf einer Cohen-Gedenkfeier an der Hebräischen Universität, und Buber verfasste aus diesem Anlass einen langen Aufsatz mit dem Titel „Cohen und die Gottesliebe“ – einen respektvollen, aber doch schweren Angriff auf Cohens Religionsphilosophie und Ethik.
Prof. Dr. George Y. Kohler, ein hervorragender Kenner des deutsch-jüdischen Denkens der Moderne, zeichnet in seinem Vortrag Bubers Auseinandersetzung mit Cohens Theologie zwischen 1928 und 1942 nach. Der Schwerpunkt liegt auf der Entstehungsgeschichte des großen Jerusalemer Essays Bubers und dem tiefen Missverständnis zwischen beiden Denkern, das darin sichtbar wird.
George Y. Kohler lehrt an der Bar Ilan University in Ramat Gan jüdische Religionsphilosophie der Neuzeit und leitet das Joseph Carlebach Institut zur Erforschung des theologischen Denkens im deutschen Judentum. Er hat an der Ben-Gurion Universität des Negev in Beer Sheva mit einer Arbeit zur Maimonides-Rezeption in der Neuzeit promoviert und hat seitdem Arbeiten zum jüdischen Messianismus in der Neuzeit, zum Beginn der Kabbala-Forschung in der Wissenshaft des Judentums, vor allem aber zur Religionsphilosophie Hermann Cohens vorgelegt. Er war als Gastdozent an der Uni Frankfurt, der Uni Augsburg und der Lateran-Universität in Rom tätig. Seine Forschung konzentriert sich auf die Reformtheologie des Judentums im Deutschland des 19. Jahrhunderts und deren Einbindung in die gesamtjüdische Geistesgeschichte.
Ort: Campus Westend, Hörsaalzentrum, HZ 13
Um Anmeldung bis 11. November wird gebeten: Jud.Mueller@em.uni-frankfurt.de