Im Rahmen der Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube lädt das Museum Angewandte Kunst zu einem öffentlichen Symposium ein. Die Ausstellung zeigt erstmals den vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften des Museum Angewandte Kunst. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur.
Text & Spirit entstand im Rahmen eines Digitalisierungsprojekt des Dezernats Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, in Zuge dessen die Handschriften in Gänze gescannt wurden und nun in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf der digitalen Museumsplattform Sammlung digital öffentlich zugänglich sind. Die Ausstellung ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Bei dem Symposium haben Sie die Möglichkeit, mit Expert:innen in die Welt der mittelalterlichen Handschriften einzutauchen. In Vorträgen, Panels und Diskussionen beleuchten verschiedene Spezialist:innen den kostbaren Museumsbestand aus Malerei, Ornamentik und Schrift mit Gold auf Pergamenten in ihrer aufwendigen Ausstattung im Namen der Erleuchtung. Unterschiedliche Blickwinkel verfolgen kunsthistorische, restauratorische, konservatorische, kulturelle, mediale, urbansoziologische und modische Aspekte an der Schnittstelle von Gegenwart und Mittelalter und fragen wie diese historischen Schätze uns heute noch bereichern können und welchen Mehrwert die Digitalisierung für ihren zukünftigen Zugang bietet.
Das Symposium richtet sich an alle Interessierten – egal, ob Sie sich für Kunstgeschichte, Kultur oder die digitale Erschließung von Kunstwerken begeistern. Für Frankfurter:innen ist dies eine besonders wertvolle Gelegenheit, mehr über das Digitalisierungsprojekt der Stadt Frankfurt mitzubekommen. Nehmen Sie teil und erfahren Sie mehr über unsere Sammlung, die von damaligen Frankfurtern zusammengestellt wurde und an die heutigen Frankfurter:innen weitergegeben werden soll.