Jun 3 2025
18:00

gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945

gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945

In Kooperation mit dem Frankfurter Arbeitskreis Queere Stadtgeschichte zeigt das Historische Museum Frankfurt (HMF) die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in der Paulskirche. 

Die Ausstellung wird von Dienstag, 3., bis Donnerstag, 19. Juni, täglich von 10 bis 17 Uhr in der Wandelhalle der Paulskirche zu sehen sein. Der Eintritt ist frei. 

Die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ zeigt die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen nun einem breiten Publikum zugänglich. Die Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet; darunter wird auch bislang unveröffentlichtes Material zu sehen sein.

Besucherinnen und Besucher finden in der Ausstellung fünf Themeninseln: 

  • Ausmaß und Bedeutung der Zerstörung queerer Infrastrukturen 
  • Ausgrenzung aus der „Volksgemeinschaft“ und Praktiken der Verfolgung 
  • Selbstbehauptung und Eigensinn 
  • Haftgründe und Haftorte (Gefängnisse, Konzentrationslager und sogenannte Fürsorgeeinrichtungen) 
  • Nach 1945: Opfer unter Vorbehalt, Weiterverfolgung sowie emanzipatorische und lebensweltliche Handlungsräume.

Bild: Porträt von Hertha Wind, von der Website des Historischen Museums Frankfurt

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