Jun 12 2025

Anne Frank Tag

18 Uhr, Sonderführung: Otto Frank. Überlebender und Herausgeber von Anne Franks Tagebüchern

Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt Vor 80 Jahren wurde Otto Frank aus dem Vernichtungslager Auschwitz befreit. Er war mit seiner Familie im September 1944 mit dem letzten Transport aus den Niederlanden nach Auschwitz deportiert worden und kehrte als einziger Überlebender zurück. Fortan widmete er sich der Herausgabe der Tagebücher seiner Tochter Anne und der Botschaft, die er damit verband. Kuratorin Dr. Franziska Krah führt durch die Familie-Frank-Ausstellung und widmet sich dabei Otto Franks Lebensweg. 

Der Eintritt ist frei; Platzreservierungen unter juedischesmuseum.de/tickets

18 Uhr, Vortrag: »Falls keiner von uns überlebt, soll wenigstens das bleiben« Das Untergrundarchiv im Warschauer Ghetto und seine Dokumentations- und Widerstandsarbeit 

Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt am Main Campus Westend IG Farben-Haus, Nebengebäude, Raum NG 2.701 Im Geheimen sammelten mutige Männer und Frauen im Warschauer Ghetto Tagebücher, Aufsätze von Kindern, literarische Texte, Untergrundzeitungen und vieles mehr. Emanuel Ringelblum, Rachela Auerbach und die anderen sahen ihre Arbeit als Teil des Widerstands und als Vermächtnis. Sie schufen so ein einmaliges Archiv über die Menschen im Ghetto, über ihr Leben und ihren Widerstand. Andrea Löw und Markus Roth stellen dieses Archiv, seine zentralen Akteure sowie ihre Motive und Ziele vor. Dabei nehmen sie besonders die Zeugnisse von Kindern und Jugendlichen in den Blick. 

Prof. Dr. Andrea Löw ist wissenschaftliche Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München. Dr. Markus Roth ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut. 

Link zum Fritz-Bauer-Institut

19 Uhr, Musikalische Lesung: „Dass ein gutes Deutschland blühe...“ Leben nach Kriegsende 1945 bis 1949 

Veranstaltungsort: Institut für Stadtgeschichte Mit: Roman Knižka und Ensemble Opus 45 Grußwort: Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Der Abend erzählt in literarischen Texten, Reportagen und Zeitzeugnissen von einem Land zwischen Apokalypse und Aufbruch, von der Ankunft der Sieger, der Konfrontation der Deutschen mit den Gräueltaten des NS-Regimes, dem Schicksal jüdischer KZ-Überlebender, die nach ihrer Befreiung als „Displaced persons“ durch das Land der Täter irrten. Politische Zäsuren werden ebenso thematisiert wie die im Alltag häufig fragwürdige Praxis der Entnazifizierungsverfahren. 

Eine Veranstaltung des Dezernats Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.

Anmeldung bis 11. Juni 2025 unter: info.kulturdez@stadt-frankfurt.de

Link zum Institut für Stadtgeschichte

20 Uhr, Filmvorführung: Das Tagebuch der Anne Frank 

Veranstaltungsort: DFF - Deutsches Filminstitut und Filmmuseum 

Die deutsche Filmproduktion aus dem Jahr 2016 stellt das Leben der jugendlichen Tagebuchschreiberin dar. Mit der Darstellung ihrer Geschichte als Coming-of-Age-Erzählung wollte Regisseur Hans Steinbichler insbesondere junge Menschen ansprechen. Die Filmvorführung findet anlässlich des Anne-Frank-Tags sowie im Rahmen des interdisziplinären Workshops „Jewish Visual Culture. Bilder ‚des Jüdischen' in Kunst und Medien“ statt. 

Mit einer Einführung von Felix Wagner, Moderation: Véronique Sina, Film- und Medienwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt In Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt 

Tickets sind erhältlich unter www.dff.film

Weitere Infos und Veranstaltungen zum Anne Frank Tag 2025: https://www.bs-anne-frank.de/annefranktagffm