Ein Vortrag von Emily Levine (Stanford, California)
Probleme der Geschichte des 19. und 20. JahrhundertsForschungskolloquium der Lehrstühle für Neuere und Neueste Geschichte im Sommersemester 2025
Von Prof. Dr. Christoph Cornelißen und Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Montags, 18.00-20.00 Uhr c. t. in Raum NG 731
"Eine Stadt macht mit“ – so betitelte vor wenigen Jahren das Historische Museum eine ihrer Ausstellungen. In der Tat profitieren viele vom NS-Regime, während andere verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Es gab auch diejenigen, die versucht haben, gegen die NS-Diktatur zu arbeiten und Widerstand geleistet haben. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren einiger dieser Widerstandskämpfer:innen.
Kooperation: Studienkreis dt. Widerstand 1933-1945 Die Teilnahme ist kostenlos.
Den gemeinsamen Treffpunkt erhaltet ihr kurz vor dem jeweiligen Stadtrundgang per E-Mail. Alle Informationen sowie das Formular zur Anmeldung findet ihr HIER
Nur noch bis Sonntag, 29. Juni 2025 ist unsere Jubiläumsausstellung faszinierend • mutig • wirkungsvoll zu entdecken und damit 40 Objekte aus 40 Jahren Sammlungstätigkeit, die Geschichte und Geschichten aus dem frauen museum wiesbaden und weit darüber hinaus erzählen! Zur Finissage findet am Sonntag um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt, im Anschluss freuen wir uns darauf, die Ausstellung mit einem gut gefüllten Glas zu verabschieden.
Die aktuelle Einzelausstellung Blaue Stunde von Richild Holt sowie die historische Schau Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus sind nur noch bis zum 3. Juli 2025 geöffnet. Zur Finissage findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellungen statt. Wir freuen uns ganz besonders, dass die Künstlerin Richild Holt zur Finissage nach Wiesbaden anreisen wird.
Human Diversity and Early Modern Religious Life: (Im)perfection and (Im)purity
In der Frühen Neuzeit war die religiöse Praxis geprägt von dem paradoxen Nexus zwischen dem Anspruch auf Universalität und dem Prinzip der Auserwähltheit. Universalität musste mit den jeweiligen Umständen des sozialen Lebens in Einklang gebracht werden. In der korporativen Gesellschaft der Frühen Neuzeit spielte die soziale Positionierung eine wichtige Rolle; die Verflechtung von sozialem Status und Heilsversprechen konnte zur Verfestigung sozialer Ungleichheiten führen, aber auch soziale Mobilität ermöglichen. In diesem allgemeinen Rahmen mussten sehr konkrete und praktische Fragen geklärt werden, Fragen, die darüber entschieden, wer zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft gehörte, welche Position den Mitgliedern der Gesellschaft zukam und wer eine privilegierte Beziehung zum Göttlichen hatte. Sie waren von zentraler Bedeutung im Zusammenhang mit Missionen, imperialen Expansionen und ganz allgemein in der Konfrontation konkurrierender Religionsgemeinschaften. Aber wie genau wurden diese Entscheidungen getroffen und inwieweit spielten körperliche Unterschiede eine Rolle?
Eintritt frei, für alle offen und online Teilnahme möglich aber um Anmeldung vor dem 24. Juni unter ifra@institutfrancais.de wird gebeten.
Georg Christoph Lichtenberg gehört der Väter-Generation der Frühromantiker an und war ein erbitterter Verächter ihrer Vorläuferbewegung Sturm und Drang. Aber alle Romantiker kannten ihn, die älteren sogar persönlich, wie Wackenroder und Tieck. Die Brüder Schlegel schätzten ihn zumeist. Die Naturphilosophen Ritter und Schelling ließen sich von seinen Ideen „elektrisieren“, die romantische Naturwissenschaft (Arnim, beide Brüder Humboldt) fanden bei ihm Anregungen, auch im Widerspruch. Die Zeitgenossen Jean Paul, Klingemann, Hoffmann, Heine und nachher Mörike und Schopenhauer nahmen Anregungen von ihm auf, erkannten sich in ihm wieder, zitierten ihn sprichwörtlich, rieben sich an ihm. Und die postume Publikation seiner ‚Sudelbücher' 1800/01, von Schleiermacher begeistert rezensiert, bestätigte trefflich Schlegels romantisches Postulat der Aufbrechung des Dichtungsbegriffs im Athenäum-Fragment 116. Möglichst viele dieser Perspektiven auf Bildende Kunst, Literatur, Philosophie und Naturkunde werden von Romantik Expertinnen und -Experten in ihren Vorträgen zu wechselseitiger Erhellung einer komplizierten Beziehung eröffnet. Alle Vorträge sind öffentlich. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Gelegenheit zur Diskussion.
Mit freundlicher Unterstützung von der Stadt Ober-Ramstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Eine Veranstaltung der Lichtenberg-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift
Anmeldungen erbeten bis zum 10. Juni 2025