Vortrag im Institut für Stadtgeschichte
1952 besuchte ein Mitarbeiter des State Department das Institut für Sozialforschung, das 1950 aus dem amerikanischen Exil nach Frankfurt zurückgekehrt war. Während auf der großen politischen Bühne Verhandlungen über die Ablösung des Besatzungsstatuts stattfanden, war der Harvard-Doktorand Henry Kissinger besorgt über die überwiegend negative Haltung der deutschen Bevölkerung zu Demokratie, Amerika und zur amerikanischen Besatzungspolitik. Er interessierte sich für Studien des Instituts zur Einstellung der Deutschen zum NS-Regime, zur Judenverfolgung und den Besatzungsmächten.
Der Vortrag basiert neben Institutsveröffentlichungen auf Gesprächsprotokollen, einem Bericht Kissingers aus dem CIA-Archiv sowie unveröffentlichten Texten aus dem Kontext seiner Tätigkeit im Counter Intelligence Corps der US-Armee.
Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung „Frankfurt went West“
Referent: Dr. Hermann Kocyba, Institut für Sozialforschung
Ort: Karmeliterkloster Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Eintritt frei. Platzzahl begrenzt, bitte sichern Sie sich Ihren Platz durch rechtzeitiges Erscheinen.