Vortrag der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts
Ein Vortrag von Thomas Heide M.A., Dr. Katja Rösler und das Disiecta Membra-Team (Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Römisch-Germanische Kommission, Philipps-Universität Marburg)
Stein ist das älteste und am häufigsten vorkommende Material der Erde, womit es als allgegenwärtiger Bestandteil natürlicher, aber auch anthropogener Landschaften unseren Erfahrungshorizont beeinflusst und formt. Seit dem Altertum wird Stein hauptsächlich mit Alter, Dauerhaftigkeit, Stabilität, Beständigkeit, aber auch Reichtum, Zivilisation und Urbanität assoziiert. Diese kulturell vorgeprägte Wahrnehmung beeinflusste bislang auch die Erforschung römischer Steinarchitektur, wodurch das Material häufig nur unter sehr bestimmten Aspekten betrachtet wurde. In diesem Vortrag sollen althergebrachte Vorannahmen und Betrachtungsweisen dadurch aufgebrochen werden, dass Steinarchitektur auf ihre Veränderlichkeit hin untersucht wird. Denn römische Bauwerke aus Stein waren längst nicht so beständig wie oft angenommen. Vielmehr sind sie – wie das Ausgangsmaterial – Teil verschiedenster Transformationsprozesse. Dies zeigen wir anhand erster Erkenntnisse des Akademielangfristvorhabens „Disiecta Membra“ zu römischen Baugliedern und Steinarchitektur aus Mainz
Ort: Palmengartenstrasse 10–12, Frankfurt am Main, Bersu-Saal der RG statt.Eine Online-Teilnahme ist über folgenden Link möglich: https://dainst-org.zoom.us/j/93617220143