Buchvorstellung im Historischen Museum Frankfurt
Warenhaus und Massenkonsum in Deutschland in der Moderne»
Warenhäuser veränderten das Wesen des Einzelhandels seit dem späten 19. Jahrhundert grundlegend. Ihre Einkaufspaläste waren monumentale Symbole der modernen Massenkonsumgesellschaft, die sie zugleich ermöglichten wie verkörperten. Wenige, zumeist jüdische Namen standen dabei im Vordergrund: Abraham Wertheim, Rudolf Karstadt, Hermann Wronker, Salman Schocken, Helmut Horten und natürlich Hermann Tietz und Leonard Tietz. Die nach ihren Gründern benannten Häuser waren für lange Zeit die unbestrittenen Anziehungspunkte der Waren- und Kundenströme, ihre Schaufenster gaben den großen Städten ein Gesicht, sie zogen Bewunderer und Kritik geradezu magisch an. Erst seit den 80er Jahren verblasste ihr Bild, als sie fast durchweg dem Strukturwandel zum Opfer fielen. An ihre Stelle traten neue Formen des Einkaufs, doch ist die Erinnerung an die große Zeit der Konsumtempel deshalb nicht untergegangen. Hermann Tietz/Hertie, dessen Geschichte in diesem Buch rekonstruiert wird, war eines ihrer herausragenden Beispiele. Es steht gleichermaßen für Größe und Erfolg wie für Verfolgung, Krise und Niedergang: von der „Arisierung“ in der Zeit des Nationalsozialismus über den phönixhaften Wiederaufstieg nach 1945 bis zum Bedeutungsverlust der Warenhäuser um die Jahrtausendwende.
Ort: Historisches Museum Frankfurt, Saalhof 1
Bitte melden Sie sich bis zum 18.02.2026 über diesen Link an
„Deutschlands Picasso ist eine Frau“ Werk, Leben und Nachruhm der Paula Modersohn-Becker
Mit Dr. Frank Schmidt, Direktor Paula Modersohn-Becker Museum, Bremen
Im Rahmen der aktuellen Ausstellung „Feininger, Münter, Modersohn-Becker…Oder wie Kunst ins Museum kommt“ widmet sich ein Vortrag dem Werk, Leben und Nachruhm der Paula Modersohn-Becker. „Deutschlands Picasso ist eine Frau“ — muss dieser Vergleich, den Julia Voss 2007 in der FAZ wagte, überhaupt sein bzw. ist er heute nicht etwas aus der Zeit gefallen? Damals mitunter noch ein Aufreger, wird 2026 kaum jemand mehr die Stirn darüber runzeln, diese Malerin in einem Atemzug mit dem Genie des 20. Jahrhunderts zu nennen. Im Jubiläumsjahr ihres 150. Geburtstags ist Paula Modersohn-Becker der Status als eine der bedeutendsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts nicht mehr zu nehmen. Erfahren Sie, wie es dazu kam, wie ihr Werk von Zeitgenossen aber auch nach ihrem frühen Tod im Jahre 1907 rezipiert wurde und warum ihr, weit vor allen anderen, 1927 ein eigenes Museum gewidmet wurde.
Der Eintritt ist frei.
Ein Vortrag von Dr. Carsten Wenzel, Kustos Provinzialrömische Archäologie
Ein Vortrag von Sarah Hammerschlag and Cedric Cohen-Skalli
This paired lecture explores translation as a privileged site where rupture and continuity intersect in the transmission of German-Jewish thought into the French intellectual landscape.
In her lecture “Styles of Concrete Existence: Levinas translating Rosenzweig into a French Idiom", Sarah Hammerschlag will consider Levinas's presentation at the second meeting of the Colloque des intellectuels juifs de langue française on Rosenzweig and the function it served in setting up the importance of religion as a category in his thought.
In “The French reception of German and German-Jewish thinking on Translation: Antoine Berman and Jacques Derrida", Cedric Cohen-Skalli will reconstruct the intellectual and historical context in which German and German-Jewish thinking on translation (from German classicism and Romanticism to Benjamin and Rosenzweig) reappeared in 1980s and 1990s France through the seminal work of Antoine Berman and Derrida's famous essay Des tours de Babel (1980).
Ort: Campus Westend, Eisenhower Saal
Organized by Julie Reich, Martin J. Kudla, and Rachel Pafe
Please RSVP for further information and location of lecture: kudla@em.uni-frankfurt.de
„Berlin-Express“,1948
Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung „Frankfurt went West“
Berlin-Express ist ein US-amerikanischer Thriller aus dem Jahr 1948. Viele Szenen spielen in Frankfurt am Main und Drehorte waren 1947/48 u. a. der Hauptbahnhof und das Verwaltungsgebäude der I.G. Farben.
Mit einer Einführung von Tobias Picard, Kurator der Ausstellung
Dauer ca. 120 Minuten
Eintritt frei. Platzzahl begrenzt, bitte sichern Sie sich Ihren Platz durch rechtzeitiges Erscheinen.