– Februar 2025

 

Zwischen Nonkonformität und Widerstand


Die Ausstellung der Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V. widmet sich der Frage, wer die Menschen waren, die sich aufgrund ihrer Lebensweise nicht in die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ einfügten. Dies war das Thema eines Rechercheprojektes, das Bernhard Schütz und Kirsti Ohr von der Geschichtswerkstatt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt durchgeführt haben. Als Ergebnis konnten aus amtlichen Dokumenten, aus Briefwechseln oder persönlichen Mitteilungen Biografien von in der NS-Zeit Verfolgten erstellt werden. Die ausgewählten Lebensläufe können im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden nachempfunden werden – ergänzt durch Originalunterlagen des Hauses. Der Künstler Rainer Lind dokumentiert die Erfahrungen und Einsichten der am Projekt Beteiligten. In Video-Interviews berichten sie von ihrer Begegnung mit den Biografien hinter den Quellen. Begleitend zur Ausstellung bietet das Hessische Landesarchiv ein umfangreiches Programm von Workshops und Exkursionen (s. Programm unter Downloads und Auflistung am Ende dieser Seite). 

Vom 14. November 2024 bis zum 28. Februar 2025 ist die Ausstellung „Zwischen Nonkonformität und Widerstand“ im Foyer des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden zu sehen.

Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag, 9:00 bis 17:30 Uhr - Eintritt frei 

Bild: © Karen Borberg, Bild und Text von der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden: Link für mehr Informationen

 

Feb 26 2025
18:00

Die Marxbruderschaft

Die Marxbruderschaft - Die Spuren des fechtenden Handwerks in Frankfurt

Seit 1487 spätestens waren die Fechter der „Marxbruderschaft“ in Frankfurt am Main ansässig und bauten sich in den nachfolgenden Jahrhunderten ein reichsweites, später auch europäisches Netzwerk aus fechtenden Handwerkern auf. Der Vortrag möchte sich auf die Spuren dieser begeben und Kontakt- geflecht, aber auch Ritual und Praxis der Marxbrüder ergründen. 

Referentin: Sabine Kindel, ISG
Ort: Karmeliterkloster / Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9, 60311 Frankfurt

Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 € 

Anmeldung möglich unter: Link Besuch auch ohne Reservierung möglich.

Text und Bild vom Institut für Stadtgeschichte

© Fechtzeugnis für einen Federfechter, 1752 (ISG FFM H.18.03 Nr. 26)


 

Feb 20 2025
19:00

Musik ist mein Leben

„Musik ist mein Leben“: In Erinnerung an Joseph Rosenstock

Buchvorstellung und Gespräch am Donnerstag, 20. Februar 2025, 19 Uhr, in der Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt Im Rahmen seiner Reihe „Zachor – Erinnere Dich“ stellt das Jüdische Museum Frankfurt am Donnerstag, 20. Februar, den weitgehend vergessenen Dirigenten, Komponisten und Pianisten Joseph Rosenstock (geboren 1895 in Krakau – gestorben 1985 in New York) vor. Joseph Rosenstock war unter anderem Generalmusikdirektor in Darmstadt, in Wiesbaden und – nach einem gescheiterten Engagement an der Metropolitan Opera New York – in Mannheim. Als Jude wurde er 1933 entlassen und fungierte sodann als musikalischer Leiter des Jüdischen Kulturbunds Berlin. 1936 emigrierte Rosenstock nach Japan und über-nahm in Tokio für etwa zehn Jahre das Dirigat des Neuen Sinfonieorchesters. Nach dem Zweiten Weltkrieg übersiedelte Rosenstock in die USA und feierte dort unter anderem als Chef der New Yorker City Opera große Erfolge. 

Rosenstocks auf Japanisch verfassten Memoiren liegen nun, herausgegeben von Ralf Eisinger, Mana Akatsuka und Thomas Pekar, in deutscher Übersetzung vor. An diesem Abend stellt Ralf Eisinger im Gespräch mit Michael Lenarz, dem ehemaligen stellvertretenden Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt, das musikalische Ausnahmetalent vor. 

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Frankfurt 

Karten sind unter juedischesmuseum.de/tickets und an der Abendkasse erhältlich. Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €.

Ort: Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt

Link für mehr Informationen

 

Feb 20 2025
18:00

Die Uneinsichtigen

Die Uneinsichtigen - AIDS-Aktivismus in Frankfurt

Der Dokumentarfilm taucht ein in die vergessenen Proteste der pulsierenden 80er/90er Jahre in Frankfurt, als Aktivist*innen in einer "Solidarität der Uneinsichtigen" gegen die repressive AIDS-Politik aufbegehrten. Die Protagonist*innen des AIDS-Aktivismus blicken zurück auf diese prägende Zeit und ergänzt durch wiederentdecktes Filmmaterial entsteht so ein vielschichtiges, kritisches Porträt der Bewegung. Eine queere Spurensuche der jungen Generation nach der Geschichte der "Uneinsichtigen". Der Film wird auf Deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt. Im Kino des DFF werden begleitendend zur Ausstellung ausgesuchte Filme zur Zeitzeugenschaft gezeigt. In monatlich wechselnden Exkursen geht es dabei um die Schoa und deutsche Familiengeschichte, um Migration und queere Geschichte.

Filmreihe: Zeitzeugenschaft 

Zu Gast: Lou Deinhart, Evi Rohde, Zoë Struif, 

Zu Beginn der Aids-Katastrophe waren grundverschiedene Minderheiten von Tod und Ausgrenzung bedroht – und saßen damit plötzlich im selben Boot. Gruppen wie ACT UP mussten und wollten mit ihrer Gegenwehr stören und verstören. Der Dokumentarfilm zeigt anhand von Archivmaterial und Zeitzeug:innen-Interviews eindrucksvoll, wie produktiv der Aktivismus in Frankfurt damals war.

Ort: Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Eintritt 9 €/7 €

Mehr Informationen: Link zum Historischen Museum und Link zum DFF

Bild und Text von der Website des Historischen Museums, Text von der Seite des DFF

 

Feb 19 2025
18:00

Das Geld der Karolinger

Das Geld der Karolinger und der große Schatzfund von Pilgerheck

Der Schatzfund von Pilligerheck (Kreis Mayen-Koblenz) ist der größte noch existierende Münzschatz der Karolingerzeit in Deutschland. Kurz nach 855 wurde das beträchtliche Vermögen dem Tresor Erde anvertraut; seit Mitte der 1950er Jahre sind davon weit über 2000 Münzen wieder zum Vorschein gekommen. Die Geschehnisse von der Entdeckung des Schatzes lesen sich wie eine Kriminalgeschichte. Auch interessant ist der Inhalt des Schatzes, auch wenn er auf den ersten Blick mit Hunderten Münzen desselben Typs langweilig erscheint. 

Vortrag von Stefan Wittenbrick aus Beckum 

Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft 

Eintritt frei. Ohne Anmeldung 

Ort: Historisches Museum, Roter Seminarraum, 2. Ebene

Link zum Historischen Museum