– April 2026

 

Apr 29 2026
18:15

Vortrag in der Goethe Universität

Die Konstruktion von Kriminellen

Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen

Im Nationalsozialismus wurde die Kriminalpolizei ermächtigt, aus verschiedenen Gründen Personen in »Vorbeugungshaft« zu nehmen und in KZs einzuweisen. Polizei und SS etikettierten sie wegen ihrer Vorstrafen als »Berufsverbrecher«. Nach 1945 galten sie nicht als Opfer. Andreas Kranebitter hat die Kollektivbiografie von 885 österreichischen »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen geschrieben und ist darin diesen Fragen nachgegangen: Auf welcher rechtlichen Basis wurden sie deportiert? Wegen welcher Delikte hatten sie Vorstrafen erhalten? Wie wandte die Kriminalpolizei die Kategorie »Berufsverbrecher« an? Welche Rolle spielten sie im Gefüge der »Häftlingsgesellschaft«?

Dr. Andreas Kranebitter ist Wissenschaftlicher Leiter des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstands (DÖW) in Wien. Sein Buch Die Konstruktion von Kriminellen. Die Inhaftierung von »Berufsverbrechern« im KZ Mauthausen erschien 2024 im Verlag new academic press in Wien.

Ort: Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1 Casino-Gebäude, Raum 1.811 

 

Apr 29 2026
18:00

Vernissage im Historischen Seminar Frankfurt

Die Welt im Geld

Die Welt im Geld

Die Sonderausstellung hat vom 30.04.2026 bis zum 31.01.2027 geöffnet

Lässt sich aus einer Münze die Welt erklären? Aber sicher! In der Ausstellung „Die Welt im Geld“ im Historischen Museum Frankfurt lässt sich Frankfurt ganz neu entdecken als Knotenpunkt weltweiter Verflechtungen von der Antike bis in die Gegenwart. So wird Globalgeschichte durch das Schlüsselloch finanzgeschichtlicher Objekte innovativ, materiell greifbar und gleichzeitig überraschend neu erfahrbar. Geschichte wird nicht als menschliche Fortschrittserzählung, sondern als vielschichtige weltweite Verflechtungsgeschichte begreifbar. Der Zusammenhang lokaler Ereignisse mit globalen Phänomenen zeigt sich durch Frankfurter Sammlungsobjekte: So erzählt eine Kreditkarte etwas über die Ökobewegung der 1970er Jahre, eine Aktie zeigt uns die Zusammenhänge kolonialer Märkte des 19. Jahrhunderts oder eine Medaille die weltweiten Folgen eines indonesischen Vulkanausbruchs.


Koloniale Expansion, Krieg, Migration oder Klimakatastrophen fließen in die Betrachtungen ebenso ein wie technologische Innovationen und kultureller Wandel. Der Plural „GlobalisierungEN“ ist dabei bewusst gewählt – denn die Geschichte verläuft nicht einheitlich, sondern in überlappenden Bewegungen.


Link für mehr Informationen zur Ausstellung

 

Apr 28 2026
18:15

Kolloquium in der Goethe Universität

Minima Digitalia für die Geisteswissenschaften?

Minima Digitalia für die Geisteswissenschaften? Das Projekt SCIGMA zwischen Wissenschaftsgeschichte, Religionsforschung und Digital Humanities

Ein Vortrag von Christoph Sander (Bochum)

Sondersitzung der Forschungskolloquien "Europa Entangled, 400-1600", "Neuere Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" und "Probleme der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts"


Ort: Campus Westend, IG-Farben-Haus, Raum IG 457 (Erdgeschoss).

 

Apr 28 2026
18:00

Kolloquium in der Goethe Universität

Energiesicherheit und -Versicherheitlichung

Energiesicherheit und -Versicherheitlichung in der Bundesrepublik (1945-1973) 

Ein Vortrag von Christian Kleinschmidt (Marburg)

Der Vortrag ist Teil des Forschungskolloquiums der Wirtschafts- und Sozialgeschichte im Sommersemester 2026

Ort: Campus Westend, IG 0.457 (Untergeschoss)

 

Apr 26 2026
16:00

Ausstellungsende im Archäologischen Museum Frankfurt

Frankfurts römisches Erbe

Frankfurts römisches Erbe – Archäologie einer lebendigen Vergangenheit

Unter den Straßen und Häusern der heutigen Stadt liegt vielerorts eine zweite, viel ältere Stadt verborgen: das römische Frankfurt. Die Ausstellung „Frankfurts römisches Erbe“ lädt dazu ein, diese Vergangenheit Schicht für Schicht zu entdecken – von den ersten römischen Stützpunkten am Main, über das städtische Zentrum Nida mit den über das heutige Stadtgebiet verteilten Landgütern in seinem Umland bis zu den Ursprüngen des mittelalterlichen Frankfurt. Archäologische Funde aus Frankfurt – viele davon zum ersten Mal zu sehen –, veranschaulichende Rekonstruktionen und Karten zeigen, wie Menschen aus dem gesamten Römischen Reich und Einheimische am Main zusammenlebten, handelten und ihrem Glauben nachgingen. Sie erzählen von Militär und Macht, Handwerk und Handel, Göttern und Gemeinschaften – und davon, wie das römische Erbe in der Stadt bis heute fortlebt. Die Ausstellung macht sichtbar, dass die römische Vergangenheit kein fernes Kapitel ist, sondern ein lebendiger Teil Frankfurts und der Metropolregion: ein Fundament, auf dem die Stadt des Mittelalters gründet. 

Zum Finale erwartet Sie ein besonders dichtes Programm: ein spannender Vortrag zu Schmuck im Frühmittelalter, die beliebte Sonntagsführung, dieses Mal zur farbenprächtigen Welt des römischen Alltags, und weitere Führungen laden dazu ein, die Ausstellung aus unterschiedlichen Perspektiven zu entdecken. Den feierlichen Abschluss bildet die Direktorenführung am letzten Ausstellungstag mit Dr. Wolfgang David am Sonntag, 26. April 2026, um 16 Uhr. Führungsgebühr: 12 € zzgl. ermäßigter Eintritt