Geheimnisse der keltischen
Goldschmiedekunst – Archäologie,
Technologie und Archäometrie.Ein Vortrag von Dr. habil. Barbara Armbruster (Université Toulouse II Jean Jaurès)
Die Kelten stellten eine Vielzahl von Goldarbeiten her,
darunter Schmuck, der buchstäblich von Kopf bis Fuß
getragen wurde, sowie rituelle Gefäße, Prunkhelme
und Zierrat für Trinkhörner. Diese sind nicht nur wegen
ihrer Quantität und der wertvollen Materialien, sondern
auch aufgrund ihrer künstlerischen und technischen
Qualität von besonderem Interesse. In der Eisenzeit
wurden Edelmetallfunde vor allem in Grabkontexten,
Horten und Heiligtümern gemacht.
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die praktischen, symbolischen und sozialen Funktionen keltischer Edelmetallarbeiten sowie über die „chaîne
opératoire" der Herstellung, von der Wahl der Roh
stoffe über die Fertigung bis hin zur Verwendung und
Niederlegung. Materialwissenschaftliche Ergebnisse
zeigen den Wandel in den Goldlegierungen und technische Besonderheiten auf. Darüber hinaus werden
Traditionen, Innovationen und äußere Einflüsse in der
Verwendung, Gestaltung und Herstellung von Luxus
gütern berücksichtigt. Aus diachroner Perspektive wird
die Entwicklung der keltischen Goldschmiedekunst
der Hallstatt- und der Latènezeit anhand von Fallstudien beleuchtet. Die Methodik der Goldforschung
kombiniert Ansätze aus der Archäologie, der keltischen
Kunst, der Technologie, der Archäometrie, der experi
mentellen Archäologie, ikonografischer und textlicher
Quellen sowie der Ethnoarchäologie
Ort: Bersu-Saal der Römisch-Germanischen Kommission, Palmengartenstraße 10-12.
Eine Online-Teilnahme ist über folgenden Link möglich: https://dainst-org.zoom.us/j/91977649917.
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.