Apr 14 2026
18:00

Vortrag in der Römisch-Germanischen-Kominssion Frankfurt

Geheimnisse der keltischen Goldschmiedekunst

Geheimnisse der keltischen Goldschmiedekunst – Archäologie, Technologie und Archäometrie.

Ein Vortrag von Dr. habil. Barbara Armbruster (Université Toulouse II Jean Jaurès)

Die Kelten stellten eine Vielzahl von Goldarbeiten her, darunter Schmuck, der buchstäblich von Kopf bis Fuß getragen wurde, sowie rituelle Gefäße, Prunkhelme und Zierrat für Trinkhörner. Diese sind nicht nur wegen ihrer Quantität und der wertvollen Materialien, sondern auch aufgrund ihrer künstlerischen und technischen Qualität von besonderem Interesse. In der Eisenzeit wurden Edelmetallfunde vor allem in Grabkontexten, Horten und Heiligtümern gemacht.
Dieser Vortrag gibt einen Überblick über die praktischen, symbolischen und sozialen Funktionen keltischer Edelmetallarbeiten sowie über die „chaîne opératoire" der Herstellung, von der Wahl der Roh stoffe über die Fertigung bis hin zur Verwendung und Niederlegung. Materialwissenschaftliche Ergebnisse zeigen den Wandel in den Goldlegierungen und technische Besonderheiten auf. Darüber hinaus werden Traditionen, Innovationen und äußere Einflüsse in der Verwendung, Gestaltung und Herstellung von Luxus gütern berücksichtigt. Aus diachroner Perspektive wird die Entwicklung der keltischen Goldschmiedekunst der Hallstatt- und der Latènezeit anhand von Fallstudien beleuchtet. Die Methodik der Goldforschung kombiniert Ansätze aus der Archäologie, der keltischen Kunst, der Technologie, der Archäometrie, der experi mentellen Archäologie, ikonografischer und textlicher Quellen sowie der Ethnoarchäologie


Ort: Bersu-Saal der Römisch-Germanischen Kommission, Palmengartenstraße 10-12.

Eine Online-Teilnahme ist über folgenden Link möglich: https://dainst-org.zoom.us/j/91977649917.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Eintritt ist frei.