Kolloquium in der Goethe Universität
Vortrag von Nathanaël Valdman (Paris, Mainz)
Auch im Wintersemester 2024/25 laden wir wieder herzlich zu unserem Forschungskolloquium "Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" ein. Die Veranstaltungsreihe mit Vortragenden aus dem In- und Ausland bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und ermöglicht den Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und allen, die sich für die Geschichte der Frühen Neuzeit begeistern.
Im IG-Farbenhaus Raum IG 454
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Buchvorstellung im Historischen Museum Frankfurt
"Der Bauernkrieg. Eine wilde Handlung" mit Prof. Dr. Gerd Schwerhoff.
Der Autor und Historiker der Frühen Neuzeit an der Universität Dresden ist zu Gast im HMF und stellt sein 2024 erschienenes Buch „Der Bauernkrieg. Eine wilde Handlung“ vor.
Veranstaltungsort ist der Leopold Sonnemann-Saal des Historischen Museums.
Eintritt 4€, ermäßigt 2€.
Mehr Informationen: Link zum Historischen Museum
Kolloquium in der Goethe Universität
Colloquium Classicum
Vortrag von Prof. Dr. Robin Osborne, Camebridge
Im IG-Farbengebäude, Raum IG 457
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Vortrag/Diskussion im Café Rabe
Podiumsdiskussion in der Goethe Universität
Prof. Dr. Michael Borgolte (Berlin), Geschichte des Mittelalters
Die Frankfurter Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ (POLY) lädt zu fächerübergreifenden Religionsgesprächen ein: Mit führenden Expert_innen unter anderem aus Anthropologie, Soziologie und Geschichtswissenschaften tauschen wir uns im Winter 2024/25 über Grundsatzfragen in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Religion aus. An insgesamt vier Terminen diskutieren jeweils zwei Forscher_innen, die die Debatte maßgeblich mitbestimmen, mit dem Publikum über ein aktuelles Thema religionshistorischer Forschung. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, an den Veranstaltungen in Präsenz oder online teilnehmen. Die Gespräche finden jeweils von 14:15 bis 15:45 im PEG-Gebäude am Campus Westend (Theodor-W.-Adorno-Platz 6 | Raum PEG 1.G 192) statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, zum Erhalt des Zoom-Links genügt eine kurze Mail an info@poly.uni-frankfurt.de.
Vortrag in der Goethe Universität
Seit Anfang der 2000er Jahre ringen Juden, die während des Zweiten Weltkriegs in arabischen Ländern zu Opfern antisemitischer Gewalt und Diskriminierung wurden, um Anerkennung als NS-Verfolgte und um Entschädigungsleistungen durch Deutschland und Israel. Der Vortrag untersucht, wie es vor allem in Israel zu diesem verspäteten Kampf um Anerkennung und Entschädigung kam und was er für unser Verständnis des Holocaust und der Verbindung von NS-Verfolgung und Kolonialismus bedeutet.
Prof. em. Dr. José Brunner ist Professor an der Buchmann-Fakultät für Rechtswissenschaft und am Cohn-Institut für die Geschichte und Philosophie der Wissenschaften an der Universität Tel Aviv. Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Präsidium der Goethe-Universität Frankfurt am Main.
Der Vortrag muss krankheitsbedingt ausfallen, wird aber zu einem unbekannten Zeitpunkt nachgeholt.
Ort: PA-Gebäude, Lobby (Erdgeschoss)
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Teresa Schröder-Stapper (Duisburg, Essen)
Auch im Wintersemester 2024/25 laden wir wieder herzlich zu unserem Forschungskolloquium "Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" ein. Die Veranstaltungsreihe mit Vortragenden aus dem In- und Ausland bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und ermöglicht den Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und allen, die sich für die Geschichte der Frühen Neuzeit begeistern.
Im IG-Farbengebäude, Raum IG 454
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Workshop in der Goethe Universität
Nadine Löhr (Frankfurt, Religionswissenschaft): "Claudius Ptolemäus' Tetrabiblos: Eine Reise durch Manuskripte und Anmerkungen von Bagdad nach Toledo und Isfahan"
In diesem Wintersemester im Workshop-Format zu spannenden Themen wie Rassismus, Wissensgeschichte und Reiseliteratur an Einzelterminen: Dienstags von 16:00-20:00 Uhr! Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert.
Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei Die Vorträge finden alternierend mit Vorträgen aus der Reihe der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften statt, bitte beachten Sie deren abweichende Räumlichkeiten.
Ort: Seminarhaus, SH 5.107
Link für mehr Informationen
Workshop in der Goethe Universität
Am Dienstag, den 28.01.2025, laden wir von 16–19 Uhr s. t. zu einem vorbereitenden Workshop mit Inga Steinhauser (Goethe-Universität) ein: Der Frankfurter Auschwitz-Prozess war Strafverfahren, Medienereignis und historische Lehrstunde. Er markierte eine Wende im juristischen und gesellschaftlichen Umgang mit den NS-Verbrechen. Anhand von Prozessakten und Tondokumenten aus dem Gerichtssaal widmen wir uns seiner Logik als Strafverfahren und seiner historischen Bedeutung.
Mehr Informationen: Link zur Seite der Fachschaft
Ringvorlesung in der Goethe Universität
Ein vergleichender Ansatz zur Analyse des kolonialen Bildarchivs in Frankfurt
Vortrag von Hans P. Hahn
Im Hörsaalzentrum, Raum HZ 9
Gespräch in der Goethe Universität
Mehr Informationen: Link zur Seite der Fachschaft
Ringvorlesung in der Goethe Universität
Abschreckungstheorie und ihre Kritik in historischer Perspektive
Wie kam die Abschreckungstheorie aus den USA nach Deutschland? Und warum folgte ihr die Abschreckungskritik auf dem Fuße? In dem Vortrag wird auf die ambivalente und wechselseitige Entwicklung von Strategie- und Friedensforschung in den USA und der Bundesrepublik Deutschland während des Ost-West-Konflikts eingegangen. Damit wird auch ein Schlaglicht auf Widersprüche und Dilemmata heute wieder häufig benutzter Begriffe und Kathegorien nuklearer und konventioneller Abschreckung eingegangen.
Im Hörsaalzentrum HZ10
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Fachtagung in der Goethe Universität
Kolloquium des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Geschichte
Programm13.00 Uhr: Willkommen mit Imbiss und Kaffee
13.30 Uhr: Begrüßung 13.45 Uhr: Dr. Paul Schweitzer-Martin (München): „Seelsorgepraxis im 13. Jahrhundert“
14:45 Uhr: Kaffeepause 15:15 Uhr: Olivia Mayer (Kassel): „Magieanschuldigungen und -anklagen gegen adlige Frauen im spätmittelalterlichen England und Frankreich“
16:15 Uhr: Kaffeepause
16:45 Uhr: Dr. Tobias Daniels (München): „Weltwissen im lokalen Kontext: Die Notizen eines Regensburgers im 12./13. Jahrhundert“
18.00 Uhr: Aufbruch zum gemeinsamen Abendessen
Casino-Gebäude, Raum 1.812
Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Anmeldungen zur Planung des Caterings und für das anschließende Abendessen werden erbeten bis zum 26. Januar 2025 an: J.Buehner@em.uni-frankfurt.de.
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Vernissage im Museum Angewandte Kunst
Jahrhunderte alte verwitterte Holzskulpturen, eine gebrochene Teeschale, mit Goldlack repariert, Hokusais „Große Welle" als archetypischer Ausdruck von Schönheit und tödlicher Gefahr, der Wind als Zeichner – all dies sind Ausdrucksformen einer „Welt im Fluss“, die diese Ausstellung vorstellt. Kostbare Sammlungsbestände des Museums, ergänzt durch ausgewählte Positionen der Gegenwartskunst, stellen Japan vor als ein Land, das eine besondere ästhetische Sprache des Ephemeren hervorgebracht hat. Wo von einem Moment auf den anderen durch Erdbeben, Flutwellen oder auch durch menschengemachte Katastrophen das Leben ein jähes Ende nehmen kann, blüht eine Kunst, die sich der Fragilität und Kostbarkeit unserer Existenz stets bewusst ist – eine atemberaubend schöne, stille und faszinierende Feier der Vergänglichkeit.
Die Ausstellung Die Welt im Fluss. Über Bewegtes und Vergängliches in der Japanischen Kunst führt vor Augen, wie die Japanische Kunst die Wandlungen und die Unwägbarkeiten des Daseins vielfältig ästhetisch durchdringt und kommentiert. Die Schau spannt den Bogen von zwei verwitterten Holzskulpturen des 14. Jahrhunderts, bewegtem Leben in Malerei und Holzschnitt des alten Japan über Wasserdarstellungen unterschiedlicher Art und den Verfall „feiernden“ Teekeramiken und Lackarbeiten bis hin zu markanten Positionen der japanischen Gegenwartskunst. Vorgestellt werden auch Bilder, die das menschliche Leben mit und auf dem Wasser, Kirschblütenfeste und höfische Schmetterlingstänze zeigen. Mit Ueda Rikuo, Hide Nasu, Shiriagari Kotobuki, Peter Granser und Mari Kashiwagi kommen überraschende Positionen der Kunst, Teekultur und Lyrik der Gegenwart zu Wort, die auf unterschiedliche Weise jenes Lebensgefühl des panta rhei reflektieren, das Japan von jeher geprägt hat.Bild: Ein Paar „Löwenhunde“ (komainu), Japan, Kamakura-Zeit (1185–1333), Foto: Marcus Müller © Japan Art/Galerie Friedrich Müller, Frankfurt/M.
Der Text stammt von der Website des Museum Angewandte Kunst Link zum Museum Angewandte Kunst
Workshop in der Goethe Universität
Philipp Landgrebe (Kassel): "Von Handschift zu Handschrift. Zur Descriptio Terre Sancte des Burchard von Monte Sion im späten Mittelalter"
Florian Kehm (Mainz): "Marco Polo und die Kriegerprinzessin. Sexualität und Alterität im Spiegel spätmittelalterlicher Asienreiseberichte"
In diesem Wintersemester im Workshop-Format zu spannenden Themen wie Rassismus, Wissensgeschichte und Reiseliteratur an Einzelterminen: Dienstags von 16:00-20:00 Uhr! Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert.
Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei Die Vorträge finden alternierend mit Vorträgen aus der Reihe der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften statt, bitte beachten Sie deren abweichende Räumlichkeiten.
Ort: Seminarhaus, SH 5.107
Kolloquium in der Goethe Universität
The History of the Roman Trial against Giovanni Vicini (1827-1828)
Ein Vortrag von Riccardo Bonafè (Rom/Frankfurt)
Auch im Wintersemester 2024/25 laden wir wieder herzlich zu unserem Forschungskolloquium "Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" ein. Die Veranstaltungsreihe mit Vortragenden aus dem In- und Ausland bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und ermöglicht den Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und allen, die sich für die Geschichte der Frühen Neuzeit begeistern.
Im IG-Farbengebäude, Raum IG 454
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Themenführung im Senckenberg Museum Frankfurt
Führung mit Michael Kubi. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Die Teilnahme ist im Eintrittspreis inbegriffen.
Treffpunkt: T.rex im Sauriersaal
Der Text stammt von der Website des Senckenberg Museums: Link für mehr Informationen
Buchvorstellung im Historischen Museum
Dorothea Weltecke stell ihr Buch "Die drei Ringe. Warum Religionen erste im Mittelalter entstanden sind" vor.
Die Reihe Geschichte Jetzt! präsentiert Neuerscheinungen von Historiker*innen, die sich an eine breite Öffentlichkeit richten und Diskussionen auslösen. In Kooperation mit dem Historischen Seminar der Goethe-Universität Frankfurt am Main werden interessante Neuerscheinungen historischer Literatur mit Lesung und Podiumsdiskussion vorgestellt. Die Autor*innen tragen aus ihren frisch erschienenen Büchern vor und stellen sich anschließend einer Diskussion mit dem Publikum, moderiert von einem der Kooperationspartner.Veranstaltungsort: Leopold Sonnemann-Saal des Historischen Museums
Eintritt kostet 4€, ermäßigt 2€
Link zum Historischen Seminar.
Filmvorführung in der Goethe Universität
Der Film erzählt die Geschichte des Frankfurter Auschwitz-Prozesses anhand der fiktiven Figur des Staatsanwalts Johann Radmann, die unter anderem an Gerhard Wiese angelehnt ist. Gelingt es dabei, den historischen Kontext des Frankfurter Auschwitz-Prozesses und dessen Vorbereitung durch die Justiz der Nachkriegszeit greifbar zu machen? Mit dieser und weiteren Fragen möchten wir im Anschluss gemeinsam die Darstellung des Prozesses im Medium des Unterhaltungsfilms reflektieren.
Ort: Uni-Kino Pupille (Studierendenhaus, Campus Bockenheim)
Der Eintritt ist kostenfrei.
Podiumsdiskussion in der Goethe Universität
Prof. Dr. Kim Siebenhüner (Jena), Geschichte der Frühen Neuzeit
Die Frankfurter Kolleg-Forschungsgruppe „Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer“ (POLY) lädt zu fächerübergreifenden Religionsgesprächen ein: Mit führenden Expert_innen unter anderem aus Anthropologie, Soziologie und Geschichtswissenschaften tauschen wir uns im Winter 2024/25 über Grundsatzfragen in der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Religion aus. An insgesamt vier Terminen diskutieren jeweils zwei Forscher_innen, die die Debatte maßgeblich mitbestimmen, mit dem Publikum über ein aktuelles Thema religionshistorischer Forschung. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, an den Veranstaltungen in Präsenz oder online teilnehmen. Die Gespräche finden jeweils von 14:15 bis 15:45 im PEG-Gebäude am Campus Westend (Theodor-W.-Adorno-Platz 6 | Raum PEG 1.G 192) statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig, zum Erhalt des Zoom-Links genügt eine kurze Mail an info@poly.uni-frankfurt.de.
Finissage im Museum Angewandte Kunst
Am Samstag, den 8. Februar, wird die Finissage der Ausstellung IKONA. Heilige Frauen gefeiert. Das Programm zur Finissage startet um 18 Uhr mit einer Begrüßung durch Prof. Matthias Wagner K und die Kuratorin Dr. Konstanze Runge über die Möglichkeiten und Herausforderungen, sakrale Kunst im Museum auszustellen. Sie blickt zurück auf die Wanderausstellung IKONA. Heilige Frauen, die zuvor in Kampen und Recklinghausen ausgestellt worden war. Direkt im Anschluss werden die heiligen Frauen mit der Aufführung der Konzert-Performance VIRIDESCENCE im Ausstellungsraum gefeiert. Der Komponist und Performer elektronischer Musik Raphaël Languillat hat diese Soundarbeit für die Ausstellung in Verflechtung mystischer Kompositionen Hildegard von Bingens (1098-1179) mit aktuellen Klängen eines Modular-Synthesizer entwickelt. Gemeinsam mit der Sopranistin des Mainzer Staatstheaters Maren Schwier kommt VIRIDESCENCE erstmalig live in den Ausstellungsraum.
Die Ausstellung läuft nur noch bis zum 09.02.2025.
Bild und Text stammen vom Museum Angewandte Kunst
Gemeinsamer Ausstellungsbesuch
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965
Am Sonntag, den 09.02.2025, um 11:15 Uhr s. t. laden wir zu einem gemeinsamen Besuch der Ausstellung ‚Ich will sprechen über die Wahrheit, die dort war.' Der Frankfurter Auschwitz-Prozess 1963–1965 im Frankfurter Römer ein. Die Kurator*innen, bei denen es sich um eine Gruppe Studierender und Alumnae der Goethe-Universität handelt, charakterisierten die Ausstellung auf frankfurt.de folgendermaßen: „Mit unserer Ausstellung wollen wir nicht nur Geschichtsinteressierten einen Einblick in den Ereigniszusammenhang Frankfurter Auschwitz-Prozess geben, sondern auch an die Verdienste der Überlebenden erinnern, die in den Jahren 1963 bis 1965 in dem Verfahren als Zeug*innen aussagten. Indem sie ihre Geschichte erzählten, gaben sie auch denjenigen, die in Auschwitz ermordet wurden, wieder eine Stimme.“
Kolloquium in der Goethe Universität
Das Fressen und die Moral. Gesetze und ihre Durchsetzung im frühneuzeitlichen Großbritannien
Ein Vortrag von Hannes Ziegler (Dresden)
Auch im Wintersemester 2024/25 laden wir wieder herzlich zu unserem Forschungskolloquium "Aktuelle Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit" ein. Die Veranstaltungsreihe mit Vortragenden aus dem In- und Ausland bietet spannende Einblicke in aktuelle Forschungsprojekte und ermöglicht den Austausch zwischen Forschenden, Studierenden und allen, die sich für die Geschichte der Frühen Neuzeit begeistern.
Im IG-Farbengebäude, Raum IG 454
Mehr Informationen: PDF
Vortrag in der Goethe Universität
Interviewzeugnisse: Über die Fabrikation von historischer Vorstellungskraft und Sinnbildung
In aufgezeichneten Interviews mit Befreiten vor fast 80 Jahren dominieren Totenklage, Verzweiflung und nicht zuletzt dokumentierende Anklage: Nie wieder sollten Deutsche ihre (Mit-)Schuld leugnen. Mit mehr Zeitabstand und nach neuen Kriegen und Genoziden: Wie veränderten sich die Fragen an die einstigen Opfer, deren Erzählweisen, Sprache(n) und Deutungsansprüche? Wie stark formatierten Bildungsziele, ästhetische Konzepte und moralische Botschaften die Interviews? Welche Folgen hatten neue Aufzeichnungs- und Projektionstechnologien für die Erinnerungserzählungen – bis hin zur virtuellen Realität?
Dr. Axel Doßmann ist Historiker und arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte am Historischen Institut der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek
Ort: Casino-Gebäude, Raum 1.802
Mehr Informationen: Link zum Fritz-Bauer-Institut
Buchvorstellung im Porzellan Museum Frankfurt
Romantische Gefühle verbinden die meisten Menschen mit Paris oder Venedig, aber doch nicht mit Frankfurt! Dabei hat die vermeintlich kühle Finanzmetropole auch in amouröser Hinsicht viel zu bieten, wie die Historikerin Silke Wustmann in ihrem Buch „Frankfurter Liebespaare – Romantisches und Tragisches aus 1200 Jahren Stadtgeschichte“ anschaulich darlegt. „Euer getreue im Herzen – so lang ich leb“ endet zum Beispiel der älteste uns bekannte Liebesbrief aus dem Jahr 1598. Die junge Nürnbergerin Ursula Freher schreibt ihn an ihren hiesigen Verlobten Johann Adolf von Glauburg und schildert darin die Sehnsucht, mit der sie jeden Tag auf die Ankunft der Postkutsche wartet, voller Hoffnung auf eine neue Nachricht des Geliebten. Nicht immer gehen die vorgestellten Verbindungen glücklich aus, aber faszinierend und unterhaltsam sind sie allemal. Freuen Sie sich also auf eine spannende Lesung, in der u. a. die emotionalen Verstrickungen Clemens Brentanos und Wilhelm Buschs zu Gehör kommen werden!
4€ / 2€ Eintritt
Ort: Porzellan Museum im Kronberger Haus Bolongarostraße 152 in 65929 Frankfurt-Höchst
Mehr Informationen: Link zum Historischen Museum
Vernissage in der Universitätsbibliothek
Wir drehen die Zeit um 400 Jahre zurück. Beyers Bücherschatz. Vom Sammeln und Stiften vor Senckenberg begibt sich auf Spurensuche im frühneuzeitlichen Frankfurt. Zwischen vergilbten Bücherseiten und mathematischen Instrumenten beleuchten wir den Mediziner, Politiker und Büchersammler Johann Hartmann Beyer. Seine reiche Bücherstiftung aus dem Jahr 1624 legte einen der Grundsteine der Universitätsbibliothek. Eine Auswahl kürzlich wiederentdeckter Objekte aus Beyers verloren geglaubtem Bücherschatz kann hier erstmals gezeigt werden. Die von Studierenden der Goethe-Universität kuratierte Ausstellung bietet für alle Interessierten spannende Einblicke in Beyers Sammlung, seine Biographie sowie allgemein in die sozialen, politzischen und kulturellen Verhältnisse in Frankfurt am Main im 17. Jahrhundert.
Vernissage am 13. Februar 2025 ab 18:00 Uhr im Foyer der Zentralbibliothek in Bockenheim
Auf dem Podium sitzen:
Rachel Heuberger, Bibliothekarin, ehem. UB JCS
Wolfgang Rüger, Antiquar, Frankfurt-Sachsenhausen
Joshua Schößler, Journalist
Nathanael Busch, Germanist, Philipps-Universität Marburg
Moderation: Marvin Baudisch, Germanist, RWTH Aachen
Ausstellungszeitraum Vom 14. Februar 2025 bis 27. April 2025
Vortrag im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt
Seit 1487 spätestens waren die Fechter der „Marxbruderschaft“ in Frankfurt am Main ansässig und bauten sich in den nachfolgenden Jahrhunderten ein reichsweites, später auch europäisches Netzwerk aus fechtenden Handwerkern auf. Der Vortrag möchte sich auf die Spuren dieser begeben und Kontakt- geflecht, aber auch Ritual und Praxis der Marxbrüder ergründen.
Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 €
Anmeldung möglich unter: Link Besuch auch ohne Reservierung möglich.
Text und Bild vom Institut für Stadtgeschichte
© Fechtzeugnis für einen Federfechter, 1752 (ISG FFM H.18.03 Nr. 26)Ein Nachholtermin wird bekannt gegeben.
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Der Schatzfund von Pilligerheck (Kreis Mayen-Koblenz) ist der größte noch existierende Münzschatz der Karolingerzeit in Deutschland. Kurz nach 855 wurde das beträchtliche Vermögen dem Tresor Erde anvertraut; seit Mitte der 1950er Jahre sind davon weit über 2000 Münzen wieder zum Vorschein gekommen. Die Geschehnisse von der Entdeckung des Schatzes lesen sich wie eine Kriminalgeschichte. Auch interessant ist der Inhalt des Schatzes, auch wenn er auf den ersten Blick mit Hunderten Münzen desselben Typs langweilig erscheint.
Vortrag von Stefan Wittenbrick aus Beckum
Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft
Eintritt frei. Ohne Anmeldung
Ort: Historisches Museum, Roter Seminarraum, 2. Ebene
Filmvorführung im Deutschen Filminstitut 6 Filmmuseum
Der Dokumentarfilm taucht ein in die vergessenen Proteste der pulsierenden 80er/90er Jahre in Frankfurt, als Aktivist*innen in einer "Solidarität der Uneinsichtigen" gegen die repressive AIDS-Politik aufbegehrten. Die Protagonist*innen des AIDS-Aktivismus blicken zurück auf diese prägende Zeit und ergänzt durch wiederentdecktes Filmmaterial entsteht so ein vielschichtiges, kritisches Porträt der Bewegung. Eine queere Spurensuche der jungen Generation nach der Geschichte der "Uneinsichtigen". Der Film wird auf Deutsch mit englischen Untertiteln gezeigt. Im Kino des DFF werden begleitendend zur Ausstellung ausgesuchte Filme zur Zeitzeugenschaft gezeigt. In monatlich wechselnden Exkursen geht es dabei um die Schoa und deutsche Familiengeschichte, um Migration und queere Geschichte.
Filmreihe: Zeitzeugenschaft
Zu Gast: Lou Deinhart, Evi Rohde, Zoë Struif,
Zu Beginn der Aids-Katastrophe waren grundverschiedene Minderheiten von Tod und Ausgrenzung bedroht – und saßen damit plötzlich im selben Boot. Gruppen wie ACT UP mussten und wollten mit ihrer Gegenwehr stören und verstören. Der Dokumentarfilm zeigt anhand von Archivmaterial und Zeitzeug:innen-Interviews eindrucksvoll, wie produktiv der Aktivismus in Frankfurt damals war.
Ort: Deutsches Filminstitut & Filmmuseum, Eintritt 9 €/7 €
Mehr Informationen: Link zum Historischen Museum und Link zum DFF
Bild und Text von der Website des Historischen Museums, Text von der Seite des DFF
Buchvorstellung im Jüdischen Museum Frankfurt
Buchvorstellung und Gespräch am Donnerstag, 20. Februar 2025, 19 Uhr, in der Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt Im Rahmen seiner Reihe „Zachor – Erinnere Dich“ stellt das Jüdische Museum Frankfurt am Donnerstag, 20. Februar, den weitgehend vergessenen Dirigenten, Komponisten und Pianisten Joseph Rosenstock (geboren 1895 in Krakau – gestorben 1985 in New York) vor. Joseph Rosenstock war unter anderem Generalmusikdirektor in Darmstadt, in Wiesbaden und – nach einem gescheiterten Engagement an der Metropolitan Opera New York – in Mannheim. Als Jude wurde er 1933 entlassen und fungierte sodann als musikalischer Leiter des Jüdischen Kulturbunds Berlin. 1936 emigrierte Rosenstock nach Japan und über-nahm in Tokio für etwa zehn Jahre das Dirigat des Neuen Sinfonieorchesters. Nach dem Zweiten Weltkrieg übersiedelte Rosenstock in die USA und feierte dort unter anderem als Chef der New Yorker City Opera große Erfolge.
Rosenstocks auf Japanisch verfassten Memoiren liegen nun, herausgegeben von Ralf Eisinger, Mana Akatsuka und Thomas Pekar, in deutscher Übersetzung vor. An diesem Abend stellt Ralf Eisinger im Gespräch mit Michael Lenarz, dem ehemaligen stellvertretenden Direktor des Jüdischen Museums Frankfurt, das musikalische Ausnahmetalent vor.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Frankfurt
Karten sind unter juedischesmuseum.de/tickets und an der Abendkasse erhältlich. Eintritt 6 €, ermäßigt 3 €.
Ort: Bibliothek des Jüdischen Museums Frankfurt
Finisssage im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
Die Ausstellung der Darmstädter Geschichtswerkstatt e.V. widmet sich der Frage, wer die Menschen waren, die sich aufgrund ihrer Lebensweise nicht in die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ einfügten. Dies war das Thema eines Rechercheprojektes, das Bernhard Schütz und Kirsti Ohr von der Geschichtswerkstatt gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Bertolt-Brecht-Schule in Darmstadt durchgeführt haben. Als Ergebnis konnten aus amtlichen Dokumenten, aus Briefwechseln oder persönlichen Mitteilungen Biografien von in der NS-Zeit Verfolgten erstellt werden. Die ausgewählten Lebensläufe können im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden nachempfunden werden – ergänzt durch Originalunterlagen des Hauses. Der Künstler Rainer Lind dokumentiert die Erfahrungen und Einsichten der am Projekt Beteiligten. In Video-Interviews berichten sie von ihrer Begegnung mit den Biografien hinter den Quellen. Begleitend zur Ausstellung bietet das Hessische Landesarchiv ein umfangreiches Programm von Workshops und Exkursionen (s. Programm unter Downloads und Auflistung am Ende dieser Seite).
Vom 14. November 2024 bis zum 28. Februar 2025 ist die Ausstellung
„Zwischen Nonkonformität und Widerstand“ im Foyer des Hessischen
Hauptstaatsarchivs Wiesbaden zu sehen.
Öffnungszeiten der Ausstellung: Montag bis Freitag, 9:00 bis 17:30 Uhr - Eintritt frei
Bild: © Karen Borberg, Bild und Text von der Website des Hessischen Hauptstaatsarchivs Wiesbaden: Link für mehr Informationen
Filmvorstellung im Institut für Stadtgeschichte
Vorgestellt werden fünf frühe Farbfilme von Frankfurter Amateurfilmern und Frankfurt-Touristen aus den Sammlungen des Instituts, die zwischen 1933 bis 1941 entstanden. Der aktuell älteste bekannte Frankfurter Farbfilm aus dem Jahr 1933 wurde im Linsenrasterverfahren gedreht und wird in ganzer Länge zu sehen sein. Gezeigt werden u. a. eine kleine Segeltour auf dem Main, die Dippemess vor der Großmarkthalle, Tiere im Frankfurter Zoo und Aufnahmen aus dem privaten Bereich.
Referentin: Claudia Schüßler, ISG
Ort: Karmeliterkloster Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
6 €, ermäßigt 3 € Anmeldung möglich unter https://pretix.eu/isgfrankfurt/; Besuch auch ohne Reservierung möglich.
Text von der Website des Instituts für Stadtgeschichte: Mehr Informationen
Workshop im Archäologischen Museum Frankfurt
Um Anmeldung unter info.archaeolmus@stadt-frankfurt.de wird gebeten.
Text und Bild von der Website des Archäologischen Museums: Link zum Archäologischen Museum Frankfurt
Vernissage im Museum Wiesbaden
Nie zuvor war es möglich, die große Vielfalt der Rollen, die die Biene
in der Kunst einnahm, so anschaulich zu erleben, wie in dieser Schau.
Die Ausstellung vereint mehr als 140 Exponate aus sieben Jahrhunderten.
Darunter finden sich Schätze aus den führenden europäischen Museen,
unter anderem aus dem Rijksmuseum in Amsterdam, dem British Museum in
London, dem Musée du Louvre in Paris.
Die Ausstellung zur Biene in der Natur und Kulturgeschichte unternimmt eine Reise durch fast 14.000 Jahre Menschheitsgeschichte, von den ältesten archäologischen Nachweisen über weltweite ethnologische Zeugnisse. Begeben Sie sich auf einen Streifzug durch die biologischen Aspekte von Wild- und Honigbienen, auf dem Sie nicht nur den Tanz der Biene lernen, sondern auch vom sozialen Gehirn der Honigbiene bis zu ihrer vielfältigen Verwandtschaft in aller Welt erfahren werden.
Wir laden Sie und Ihre Begleitung herzlich ein zur Eröffnung der beiden Ausstellungen am Donnerstag, 6 Mär 2025, um 19 Uhr. Begrüßung Dr. Andreas Henning, Direktor Grußwort Dr. Julia Cloot, Künstlerische Leiterin Kulturfonds Frankfurt RheinMain Einführungen Dr. Andy Reymann & Fritz Geller-Grimm, Kuratoren „Honiggelb — Die Biene in Natur und Kulturgeschichte“ Dr. Andreas Henning Kurator „Honiggelb — Die Biene in der Kunst. Von der Rennaissance bis in die Gegenwart“
Ende eines Teils einer Ausstellung im Freien Deutschen Hochstift
Die dreiteilige Ausstellung präsentiert nacheinander die bedeutenden Autorinnen der Romantik Bettine Brentano, Rahel Varnhagen und Karoline von Günderrode. Anhand ausgewählter Briefe, literarischer Werke und Objekte zeigt die Ausstellung Szenen ihrer Korrespondenz und ihres schriftstellerisches Wirkens. Im Mittelpunkt steht jeweils der von Intimität geprägte Austausch zwischen den beteiligten Menschen. Ab Mitte März wird mit der erfolgreichen Salonnière Rahel Levin Varnhagen eine der wichtigsten Briefschreiberinnen der Zeit vorgestellt.
31.1. – 6.3. Bettina Brentano
13.3. – 11.4. Rahel Levin Varnhagen
17.4. – 1.6. Karoline von Günderrode
Filmvorführung im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum
Yvonne Scholten porträtiert auf eindrucksvolle und dabei zugängliche Weise 80 Jahre Frauenwiderstand in Italien. Ausgehend von dem brutalen faschistischen Angriff auf den römischen freien Radiosender Radio Donna während einer Sendung des Hausfrauenkollektivs im Januar 1979, folgt eine Suche nach den Hintergründen der italienischen Frauenbewegung anhand von außergewöhnlichem Archivmaterial und Interviews. Scholten spricht mit Frauen, die sich jeder Form von Unterdrückung widersetzten – ob durch faschistische Bewegungen, die Kirche oder politische Parteien. Der Film ist anlässlich des Internationalen Weltfrauentags in Kooperation mit Coordinamento Donne Italiane di Francoforte, ANPI Frankfurt und dem sardischen Kulturverein "Maria Carta" zu sehen.
Gezeigt wird die Originalversion von 1980 (Regie: Yvonne Scholten, Dauer: 66 min.) auf italienisch mit englischen Untertiteln
Mit Podiumsdiskussion nach dem Film
Vernissage im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Buch- und Filmvorstellung im Archäologischen Museum Frankfurt
Am 12. März 2025 um 18:30 Uhr wird der renommierte italienische Kirchenhistoriker und RAI 1-Journalist Mario Prignano im Archäologischen Museum Frankfurt zu Gast sein. Im Mittelpunkt des Abends stehen die zweisprachige Präsentation seines neuesten Buches sowie die exklusive Vorführung des RAI-Dokumentarfilms „Anno Santo. Pellegrini nella storia / Heiliges Jahr. Pilger in der Geschichte“, der mit englischen Untertiteln gezeigt wird.
Diese Veranstaltung wird durch das Italienische Generalkonsulat in Frankfurt am Main / Consolato Generale d'Italia, Francoforte sul Meno ermöglicht.
Text und Bild von der Website des Archäologischen Museums: Link für mehr Informationen
Filmvorführung im Deutschen Filminstitut und Filmmuseum
1989 lebten über 90.000 Vertragsarbeiterinnen und -arbeiter aus anderen sozialistischen Staaten in der DDR. Rund zwei Drittel davon kamen aus Vietnam. Mit dem Mauerfall und dem Ende der DDR verloren die ehemaligen Vertragsarbeiter*innen ihre Stellen, die Wohnheime kündigten ihre Zimmer, rassistische Gewalttaten nahmen zu. Angelika Nguyens Film aus dem Jahr 1991 ist ein wichtiges zeithistorisches Dokument und zeigt ein oft vergessenes Kapitel der Jahre nach der Wiedervereinigung, das bis heute nachwirkt.
Mit Vorfilm und Gespräch nach der Filmvorführung.
Eine Kooperation des Deutschen Filminstituts und Filmmuseums mit dem Historischen Museum Frankfurt
Vernissage im Freien Deutschen Hochstift
Die dreiteilige Ausstellung präsentiert nacheinander die bedeutenden Autorinnen der Romantik Bettine Brentano, Rahel Varnhagen und Karoline von Günderrode. Anhand ausgewählter Briefe, literarischer Werke und Objekte zeigt die Ausstellung Szenen ihrer Korrespondenz und ihres schriftstellerisches Wirkens. Im Mittelpunkt steht jeweils der von Intimität geprägte Austausch zwischen den beteiligten Menschen. Ab Mitte März wird mit der erfolgreichen Salonnière Rahel Levin Varnhagen eine der wichtigsten Briefschreiberinnen der Zeit vorgestellt.
31.1. – 6.3. Bettina Brentano
13.3. – 11.4. Rahel Levin Varnhagen
17.4. – 1.6. Karoline von Günderrode
Verweile doch! Wie viel Nähe (er-)trägt die Sprache?
Intimes Schreiben bei Rahel Levin Varnhagen
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Die ersten Aufzeichnungen über olympische Spiele gehen zurück bis 776 v. Chr. – rund 1.000 Jahre später wurden sie als heidnischer Kult verboten. Zeugnisse dieser Zeit sind tausende Münzen, die seit 1875 bei Ausgrabungen in Olympia gefunden wurden. Da sie überwiegend schlecht erhalten waren, wurde ihnen anfangs nur wenig Beachtung geschenkt. Eine in den 1960er Jahren vorbereitete Gesamtpublikation der Fundmünzen wurde nie fertiggestellt. Heute arbeitet Dr. Simone Killen, wissenschaftliche Referentin an der Kommission für Alte Geschichte und Epigraphik München, an dem Projekt und gibt bei der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft einen Einblick.
Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft
Vortrag von Simone Killen aus München
Eintritt frei. Ohne Anmeldung
Ort: Historisches Museum Frankfurt, Roter Seminarraum, 2. Ebene
Vortrag im Archäologischen Museum Frankfurt
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges erhielt der Kunsthistoriker Fried Lübbecke (1883-1965) den Auftrag, eine Kunstmesse zu organisieren. Von 1919-1928 wurden 20 Messen abgehalten, die von Auktionen und Ausstellungen begleitet wurden. Als 1922 eine Ausstellung zur Geschichte Frankfurts als Reichs- und Messestadt eröffnet wurde, war dies zugleich die Initialzündung für die Gründung des „Bundes tätiger Altstadtfreunde“. Der Verein widmete sich dem Erhalt historischer Bauten in Frankfurt.
Referentin: Dr. Anja Heuß, Frankfurt am Main
Ort: Archäologisches Museum, Karmelitergasse 1
Vernissage und Filmvorführung im Jüdischen Museum Frankfurt
Léo Maillet: Eine Flucht in Bildern
Léo Maillet wurde in Frankfurt geboren und emigrierte 1934 über Luxemburg weiter nach Belgien, England und Frankreich. Als die deutsche Wehrmacht in Paris einmarschierte, musste er erneut fliehen. Er suchte Zuflucht im unbesetzten Süden, wurde dort 1942 verhaftet und in Lagern der Vichy-Regierung interniert. Aus dem Deportationszug nach Auschwitz konnte er entkommen und schlug sich in die Cevennen durch, wo er unter falscher Identität lebte, bis ihm 1944 die Flucht in die Schweiz gelang.Zur Eröffnung der Kabinett-Präsentation „Léo Maillet: Der zerbrochene Spiegel“ zeigen wir nach einer kurzen Einführung zur Ausstellung den Dokumentarfilm FLUCHT von Peter Nestler, der den verschlungenen Fluchtwegen Léo Maillets gefolgt ist. Der Regisseur wird an dem Abend anwesend sein. Eine besondere Rolle spielen in dem Film die Gespräche mit Sohn Daniel sowie die Zeichnungen, die der Maler auf der Flucht anfertigte. Jahre später setzte er sie in Radierungen um, die nun in unserer Kabinettausstellung zu sehen sind.
Der Eintritt ist frei. Wir bitten um Anmeldung bis Mittwoch, den 19. März 2025, an: eroeffnung.jmf@stadt-frankfurt.de
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1
Text und Von der Website des Jüdischen Museums Frankfurt
Vortrag in der Zentralbibliothek der Goethe Universität
Aus welchen Gründen wurden Bücher gesammelt und wie können diese Sammlungen in den politischen und geistesgeschichtlichen Kontext der Reichsstadt Frankfurt eingeordnet werden? Zusammen besehen wir private Bibliotheken in Frankfurt im 16. Jahrhundert. Mit Claus Stalburg, Adolf von Glauburg und Johann Hartmann Beyer werden einige für die Geschichte Frankfurts herausragende Personen vorgestellt, die jeweils große Sammlungen angelegt haben.
Ein Vortrag von Frank Fürbeth (Goethe-Universität)
Ort: Lesesaal 2. Obergeschoss der Zentralbibliothek in Bockenheim
Der Vortrag ist Teil des Rahmenprogramms der Ausstellung
Beyers Bücherschatz. Zum Sammeln und Stiften vor Senckenberg
Zwischen vergilbten Bücherseiten und mathematischen Instrumenten beleuchten wir den Mediziner, Politiker und Büchersammler Johann Hartmann Beyer. Seine reiche Bücherstiftung aus dem Jahr 1624 legte einen der Grundsteine der Universitätsbibliothek. Eine Auswahl kürzlich wiederentdeckter Objekte aus Beyers verloren geglaubtem Bücherschatz kann hier erstmals gezeigt werden.
Vernissage im Hessischen Staatsarchiv Darmstadt
„Die Strafkammer ist der Auffassung, dass der nationalsozialistische Staat kein Rechtsstaat, sondern ein Unrechtsstaat war, der nicht dem Wohle des deutschen Volkes diente." Dieser Satz aus dem Plädoyer des damaligen Generalstaatsanwalts Fritz Bauer leitete zusammen mit dem gesamten Prozess gegen den Rechtsextremen Otto Ernst Remer ein Umdenken in der westdeutschen Öffentlichkeit der 1950-Jahre ein. Remer hatte die Widerstandskämpfer um Graf von Stauffenberg öffentlich als Landesverräter bezeichnet, Fritz Bauer erhob daraufhin Anklage wegen übler Nachrede und Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Die bundesweit gezeigte Wanderausstellung der Gedenkstätte Deutscher Widerstand beleuchtet eindrucksvoll den Hergang und das Umfeld des Prozesses, in dem Fritz Bauer der deutschen Öffentlichkeit den Unrechtscharakter des NS-Regimes vor Augen führte und die Widerständler rehabilitierte.
Öffnungszeiten im Haus der Geschichte: Montag bis Freitag 9:00 bis 17:30 Uhr, Eintritt frei
Bild © Gedenkstätte deutscher Widerstand Berlin
Finissage im Archäologischen Museum Frankfurt
Im Fokus der Ausstellung stehen die sogenannten Brotlaibidole – geheimnisvolle, verzierte Tonobjekte, die zuerst um 1860 in Nordungarn entdeckt wurden und deren Funktion bis heute ein Rätsel für die Archäologie ist. Noch nie waren so viele Brotlaibidole in einer Ausstellung versammelt. Das Verbreitungsgebiet der Brotlaibidole erstreckt sich in südöstlich-nordwestlicher Richtung über fast 1500 km von Nordwestbulgarien bis ins Mittelrheingebiet sowie in südwestlich-nordöstlicher Richtung über fast 1400 km von der Mittelmeerinsel Korsika bzw. von Mittelitalien bis ins polnische Kujawien.
Soweit die Fundumstände bekannt sind, stammen sie fast ausnahmslos aus Siedlungen vornehmlich der späten Frühbronzezeit (ca. 1750–1500 v. Chr.). Die Ausstellung gründet auf einer deutsch-italienischen Forschungsinitiative zum Thema „Brotlaibidole – tavolette enigmatiche/oggetti enigmatici“ der Jahre 2008—2011. „Aenigma 2.0“ erweitert dieses Wissen um aktuelle Forschungsergebnisse und neu entdeckte Fundobjekte aus verschiedenen Teilen Europas. Dank der Zusammenarbeit mit mehr als 50 Leihgebern aus 11 Ländern – Museen, Institutionen und Privatsammlungen –, vor allem aus Italien, dem Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse 2024, sowie aus weiteren europäischen Ländern wie der Slowakei, Tschechien, Ungarn, Kroatien, Österreich, Bulgarien und Rumänien, wird diese einzigartige Ausstellung realisiert. Viele der Objekte waren noch nie zuvor ausgestellt, u.a. Exponate aus Italien, Korsika und Kroatien, aber auch jüngst entdeckte aus Deutschland, wie z. B. Funde aus der Königspfalz Helfta in Sachsen-Anhalt und aus Salzkotten in Ostwestfalen.
Buchvorstellung im Freien Deutschen Hochstift
Als Goethe im Jahr 1832 starb, hatten die Französische Revolution, die Napoleonischen Kriege und die Industrialisierung Europa von Grund auf verändert. Thomas Steinfeld erzählt Goethe neu – als einen Menschen, in dessen Leben und Werk sich die Umbrüche jener Zeit auf einzigartige Weise spiegeln: beginnend mit der Kindheit in Frankfurt und den Studienjahren in Leipzig und Straßburg, über die Phase des poetischen Aufbruchs bis hin zum ‚Faust', zur ‚Farbenlehre' und zum ‚West-östlichen Divan'. Goethe tritt in den vertrauten Rollen des Dichters, Theatermachers oder Reisenden auf, aber auch in den weniger bekannten des Politikers, Kriegsbeobachters und Naturforschers. Steinfeld zeichnet das Bild eines Intellektuellen, der nichts schreiben konnte, ohne zugleich das Gegenteil zu denken, eines Konservativen, der sich stets auf der Höhe der Zeit befand – und eines klugen, neugierigen, aber auch einsamen Menschen, der einige der schönsten und tiefsten Werke schrieb, die es in der deutschen Literatur gibt. ´
Thomas Steinfeld: Goethe. Porträt eines Lebens, Bild einer Zeit, Berlin 2024 (Verlag Rowohlt Berlin)
Ort: Arkadensaal, Eingang: Großer Hirschgraben 23-25 Deutsches Romantik-Museum, Frankfurter Goethe-Haus
Eintritt:10 € / 5 € für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
Workshop im Fritz-Bauer-Institut
Der eintägige Workshop am Fritz Bauer Institut will den in der historischen Forschung immer noch unterrepräsentierten Aspekt der »Entjudung des Grundbesitzes« im NS-Staat zentral behandeln. Das soll in einer städtevergleichenden Perspektive erfolgen. Erkenntnisleitend sind die Fragen, inwiefern in den einzelnen Städten jeweils Stadtverwaltung, Partei oder andere Interessenten den Immobilienbesitz von Jüdinnen und Juden schon seit 1933 in den Blick nahmen, wie dieser infolge der »Verordnung über den Einsatz des jüdischen Vermögens« vom 3. Dezember 1938 schließlich systematisch erfasst und (zwangs-)veräußert wurde und welche Folgen die großangelegten Deportationen bzw. insbesondere die 11. Verordnung zum Reichsbürgergesetz vom November 1941 in diesem Bereich hatten. Die Benennung von Zuständigkeiten, ihrer Interaktionen untereinander wie auch mit jüdischen Veräußerern und das Nachvollziehen des behördlichen Ablaufs der Immobilien-»Arisierung« sind ebenso wichtig wie die Annäherung an die Konsequenzen einerseits für die jüdischen Betroffenen und ihre Immobilien, andererseits für die jeweilige Stadt zusammen mit ihrer Stadtgesellschaft. Nicht zuletzt bietet der Workshop die Möglichkeit, Problematiken der Quellenlage und -interpretation offenzulegen und die Darstellung spezifischer Daten in Bezug auf das Thema Grundbesitz zu diskutieren.
Ort: Goethe-Universität IG Farben-Haus, Raum 454 (Erdgeschoss)
Anmeldung zum Workshop bitte bis 21. März 2025 an: anmeldung@fritz-bauer-institut.de
Vortrag im Porzellan Museum Frankfurt
Frau Dr. Liane Giemsch, Kustodin für Archäologie, ist zu Gast im Porzellan Museum und stellt die Ergebnisse ihrer Arbeit im Archäologischen Museum Frankfurt zu den „Riesenhirschgeweihstücken mit rätselhaften Kerbespuren“ vor. Nach einem Streifzug durch die jagenden und sammelnden Kulturen der Altsteinzeit Hessen fokussiert der Vortrag auf die aktuellen Forschungen an eiszeitlichen Riesenhirschgeweihen aus Frankfurt am Main-Höchst. Bereits 1897 gelangten die Geweihstücke in die Sammlung des Vereins für Geschichte und Altertumskunde e.V. und wurden Jahrzehnte später als altsteinzeitliche Geweihe mit menschlicher Bearbeitung veröffentlicht. Mittels moderner Methoden wie 3D-Scan und Digitalmikroskopie wurden die Stücke erneut untersucht und lieferten spannende Erkenntnisse über ihre Höchster Herkunft und ihre Geschichte.
Da die Plätze begrenzt sind, bitten wir um rechtzeitiges Erscheinen. Bolongarostraße 139 65929 Frankfurt-Höchst Eintritt frei! Ort: Porzellan Museum im Kronberger Haus Ort: Bolongarostraße 152 in Frankfurt-Höchst.
Eine Kooperation mit dem Verein für Höchster Geschichte und Altertumskunde Frankfurt am Main Höchst e.V. Anmeldungen vor Ort oder über den Besucherservice.
Führung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Der Mediävist Dr. Peter Gorzolla führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Vortrag im Archäologischen Museum frankfurt
Vor dem Hintergrund politischer und wirtschaftlicher Krisen erlebte der Sport in den ersten Jahren der Weimarer Republik einen enormen Aufschwung. Die Stadt Frankfurt bewies großen Mut und Weitblick als sie trotz Inflation am Bau eines Freizeitparks mit „Hauptkampfbahn“, Radstadion, Schwimmbad, Sporthalle, Tennisplätzen und Freilichttheater auf einem 42 Hektar großen Walddreieck festhielt. Die idyllische Lage im Stadtwald und die faszinierende Architektur der Sportstätten begeisterten bei der Einweihung am 21. Mai 1925. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung“ feierte das Frankfurter Stadion damals als „schönste deutsche Sportanlage“. Der Vortrag behandelt Entstehung und Idee des Stadions, das sowohl Wettkampfstätte als auch Sport- und Erholungspark sein sollte.
Ein Vortrag von Dr. Thomas Bauer
Vortrag in der Zentralbibliothek der Goethe Universität
Der Florentiner Gelehrte Antonio Magliabechi, Bibliothekar des Großherzogs Cosimo III. von Toskana, sammelte im Laufe seines Lebens etwa 30.000 Bücher, darunter fast 3.000 Handschriften, die er der Stadt Florenz unter der Bedingung vermachte, dass sie seinen Mitbürgern in einer Bibliothek zugänglich gemacht würden. Diese Sammlung wurde zum Grundstein der ersten öffentlichen Bibliothek Italiens und zum Kern der heutigen Biblioteca Nazionale Centrale di Firenze. Der Vortrag widmet sich der Figur dieses exzentrischen Bibliothekars und seiner Rolle in der wissenschaftlichen Vermittlung seiner Zeit sowie der Geschichte der öffentlichen Bibliothek in Italien und der Entstehung von dessen Nationalbibliothek.
Ort: Lesesaal 2. Obergeschoss der Zentralbibliothek in Bockenheim
Referent*in: Andrea Baldan (Goethe-Universität) Dieser Vortrag ist Teil des Rahmenprogramm der Ausstellung „Beyers Bücherschatz. Vom Sammeln und Stiften vor Senckenberg“.
Bundesweit, mit vielen teilnehmenden Bibliotheken in Frankfurt und Umgebung
In Frankfurt und Umgebung beteiligen sich viele Bibliotheken an der bundesweiten Aktion Am 4. April findet die erste bundesweite „Nacht der Bibliotheken“ statt. Unter dem Motto „Wissen. Teilen. Entdecken.“ werden Bibliotheken in ganz Deutschland um die Wette strahlen. Mit einem bunten Programm an Veranstaltungen, Workshops, Lesungen und Führungen sind alle eingeladen ihre Bibliothek (neu) zu entdecken.
Auch in Frankfurt und Umgebung beteiligen sich wissenschaftliche und öffentliche Bibliotheken mit Führungen und Einblicken, mit Musik, Familienprogramm, Vorträgen und Gesprächen an der Aktion. 14 Bibliotheken präsentieren ihr vielfältiges Programm gemeinsam auf: bit.ly/nachtderbibliotheken-frankfurt
Mit dabei sind die Deutsche Nationalbibliothek, die Universitätsbibliothek Johann Christian Senckenberg, die Bibliotheken der Frankfurt UAS, der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, die Bibliotheken des Jüdischen Museums, des Klingspor Museums, des Museums Angewandte Kunst, des Museums MMK für Moderne Kunst, des Weltkulturen Museums und des Leibniz-Instituts für Friedens- und Konfliktforschung (PRIF). Bei den Öffentlichen Bibliotheken öffnen die Stadtbücherei Frankfurt, die Stadtbücherei Dreieich und die Stadtbibliotheken Bad Vilbel und Neu-Isenburg ihre Türen.
Die bundesweite Nacht der Bibliotheken ist eine Initiative des Deutschen Bibliotheksverbandes e.V. (dbv) und seiner 16 Landesverbände. Der dbv vertritt mit seinen mehr als 2.000 Mitgliedern bundesweit über 8.000 Bibliotheken mit 25.000 Beschäftigten. Das bundesweite Programm gibt es auf www.nachtderBibliotheken.de.
Wiesbaden
Am Samstag, den 5. April 2025 wird Wiesbaden zu DEM faszinierenden kulturellen Hotspot im Großraum Rhein-Main. Von 19 bis 24 Uhr findet die 23. „Kurze Nacht“ der statt. Die Besucher erwartet an diesem Abend ein außergewöhnliches Erlebnis – und das mit einer Rekordzahl von sensationellen 39 - aufgrund der Nachmeldung vom Queeren Zentrum Wiesbaden e.V. - teilnehmenden Museen, Kunstvereinen, Projekträumen und Galerien.
Alle Interessierte haben am 5. April die einzigartige Gelegenheit, bei traditionell freiem Eintritt, die Vielfalt der Wiesbadener Kunst- und Kulturlandschaft zu erleben – von klassischen Ausstellungen bis hin zu innovativen Kunstprojekten.
Rundgang zur wechselvollen Geschichte der Villen des Weltkulturen Museums
Mit Josefine Neef (Provenienzforscherin) Anlässlich des Tags der Provenienzforschung am Mittwoch, den 9. April lädt das Weltkulturen Museum um 18 Uhr zu einer Führung ein. Provenienzforscherin Josefine Neef zeigt, dass sich ihre Forschung nicht nur auf die Herkunft der gesammelten Gegenstände richtet, sondern sie beleuchtet auch die wechselvolle Geschichte der drei historischen Villen, in denen das Weltkulturen Museum heute beheimatet ist. Hinter den prachtvollen Gründerzeit-Fassaden mit ihrem fragwürdigen Kolonialcharme verbergen sich komplexe Geschichten. Die Führung gibt Einblicke in die Erbauung der Gebäude, wer ihre früheren Bewohner:innen waren und in den Museumsbetrieb seit den 1990er Jahren. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Übergang von Privatwohnungen zu städtischem Eigentum und der Nutzung der Villen während des Nationalsozialismus. Wie haben sich die Gebäude seit dem Einzug des Weltkulturen Museums entwickelt, und welche Herausforderungen und Chancen bringen sie für das Museum heute?
Kostenloser Eintritt, Ohne Anmeldung. Treffpunkt Weltkulturen Museum, Schaumainkai 29Bild von der Website des Weltkulturen Museums: Schaumainkai 27, 1973, Fotografin: Gisela Simrock
Vortrag im Kloster Seligenstadt
Bekannt ist, dass am 25. August 1725 der Gründung des Klosters Seligenstadt vor damals 900 Jahren gedacht wurde. Gleichzeitig wird an diesem Tag seit alters her Kirchweihe gefeiert. Einhardexperte Dr. Hermann Schefers geht der Frage nach, was denn am 25. August 825, knapp zweieinhalb Jahre vor dem Eintreffen der Reliquien der Heiligen Marcellinus und Petrus im damaligen Ober-Mulinheim außer der Infrastruktur einer königlichen „villa“ vorhanden war. Der Schwerpunkt der historischen Analyse liegt dabei auf der Interpretation zeitgenössischer Quellen: erhaltenen Zeugnissen der Zeit und solchen, die noch erschlossen werden können.
Ort: Abtssaal in der Prälatur, Kloster Seligenstadt
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Das Stundenbuch als Multimedium des Mittelalters - Wie Schrift, Bilder und Gefühl das Beten im Spätmittelalter prägtenDie Mediävistin und Kunsthistorikerin Johanna Scheel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Vortrag im Fritz-Bauer-Institut und als Livestream
Sie liegen auf Dachböden von Wohnhäusern und auf Verkaufstischen von Flohmärkten; man kann sie im Internet kaufen und in Archiven besichtigen: Private Fotoalben sind materielle Zeugnisse, wie Deutsche den Zweiten Weltkrieg erlebten und wie sie ihn erinnert wissen wollten. Einige Alben, besonders solche mit Holocaust-Bezug, haben in Ausstellungen oder Publikationen Aufmerksamkeit erregt; dennoch hat sich die Forschung bislang nur ansatzweise mit ihnen befasst. Basierend auf der Auswertung einiger hundert Privatalben und mit Fokus auf den deutschen Vernichtungskrieg »im Osten« untersucht das Buch, was ihre Kriegserzählung ausmacht, wie sie Gewalt repräsentierten und welche Spuren ihr Bild deutscher Verbrechen und deutscher Opferschaft bis heute im Familiengedächtnis hinterlassen hat.
Dr. Jürgen Matthäus war bis März 2025 Leiter der Forschungsabteilung des United States Holocaust Memorial Museum. Er hat zahlreiche Publikationen zum Nationalsozialismus und zum Holocaust vorgelegt.
Hybridveranstaltung
Ort: Goethe-Universität, Casino-Gebäude, Raum 1.811
Livestream auf YouTube: https://youtu.be/SZwzQzJB1u8
Link für mehr Informationen
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Die die DDR gilt mit ihren Forumschecks, ihrem Hotel-, Gefängnis-, Messe- oder auch Militärgeld galt als Weltmeister im Erfinden von Ersatzgeldern. Der Vortrag möchte die wichtigsten DDR-Beispiele sowie deren Funktion und Bedeutung vorstellen. Dass es hierbei nicht allein um die Erwirtschaftung von Devisen oder die Verwaltung von Mangelwaren ging, verdeutlicht etwa das in seiner Form einzigartige LPG-Geld. Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft Vortrag von Frank Metasch aus Dresden
Eintritt frei. Ohne Anmeldung Ort: Roter Seminarraum, 2. EbeneBild und Text von der Website des Historischen Museums Frankfurt
Buchvorstellung im Deutschen Exilarchiv
Barbara Yelins Graphic Novel Die Farbe der Erinnerung erzählt die Geschichte Emmie Arbels. Geboren 1937 in Den Haag, wird sie mit ihrer jüdischen Familie 1942 von den Nazis deportiert. Sie überlebt als Kind die Konzentrationslager Ravensbrück und Bergen-Belsen. Als der Krieg vorbei ist, ist sie acht Jahre alt. Ihre Brüder haben überlebt, ihre Eltern und Großeltern sind ermordet worden. Die vermeintliche Rettung durch eine niederländische Pflegefamilie stellt sich als neuer Leidensweg für das traumatisierte Kind heraus. 1949 wandert die Familie nach Israel aus. Im Kibbuz fühlt sich Emmie isoliert. Immer wieder reist sie nach Deutschland, um als Zeitzeugin zu sprechen. Barbara Yelin ließ sich ihre Geschichte erzählen. Mit Bild und Schrift schafft sie eine Form der Erinnerungsliteratur, die zugleich eine Reflexion über das Erinnern selbst ist. Eine kürzere Fassung der Graphic Novel ist auch veröffentlicht in Aber ich lebe.
Buchvorstellung und Gespräch mit der Künstlerin Barbara Yelin
Barbara Yelin ist Comic-Künstlerin. 2015 erhielt sie den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur, 2016 den Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin. Sie ist Mitinitiatorin des Onlineprojekts »Wie geht es dir? Zeichner*innen gegen Antisemitismus, Hass und Rassismus«.
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Historischen Museum Frankfurt und dem Deutschen Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek
Ort: Deutsches Exilarchiv 1933–1945 der Deutschen Nationalbibliothek
Anmeldung auf der Website der Deutschen Nationalbibliothek per Mail an exilarchiv-veranstaltungen@dnb.de oder telefonisch unter: 069 1525 1987
Link zum Fritz-Bauer-Institut, Link zum Historischen Museum Frankfurt und Link zur Deutschen Nationalbibliothek
Vernissage und Führung im Deutschen Romantik Museum
Die dreiteilige Ausstellung präsentiert nacheinander die bedeutenden Autorinnen der Romantik Bettine Brentano, Rahel Varnhagen und Karoline von Günderrode. Anhand ausgewählter Briefe, literarischer Werke und Objekte zeigt die Ausstellung Szenen ihrer Korrespondenz und ihres schriftstellerisches Wirkens. Im Mittelpunkt steht jeweils der von Intimität geprägte Austausch zwischen den beteiligten Menschen. Ab Mitte März wird mit der erfolgreichen Salonnière Rahel Levin Varnhagen eine der wichtigsten Briefschreiberinnen der Zeit vorgestellt.
Die Ausstellung umfasst drei aufeinanderfolgende Kapitel:
31.1. – 6.3. Bettina Brentano
13.3. – 11.4. Rahel Levin Varnhagen
17.4. – 1.6. Karoline von Günderrode
Verweile doch! „Ich war Dir schon mehrmals ein [...] treuer Spiegel“ Intime Kommunikation bei Karoline von Günderrode
Mit Joanna Raisbeck, Kuratorin der Ausstellung ‚Intime Kommunikation'
Kolloquium in der Goethe Universität
Der flunkernde Wirt: Landesverweis, konfessionelle Differenz und die Konstruktion von Zugehörigkeit im Alten Reich
Ein Vortrag von Falk Bretschneider (Frankfurt a.M./Paris)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Vortrag in der Goethe Universität und als Livestram
Zum 80. Jahrestag des Kriegsendes
Dieses Buch erzählt die Anatomie des Zweiten Weltkriegs aus einer ungewohnten Perspektive: Im Zentrum des Geschehens steht das jüdische Palästina, gelegen am Schnittpunkt der europäisch-kontinentalen und außereuropäisch-kolonialen Wahrnehmung. Die Verschränkung zweier ganz unterschiedlicher Kriege – des Zweiten Weltkriegs und des Kampfs um Palästina – konstruiert das Drama der Erzählung und durchzieht als roter Faden das Buch. Es entsteht eine bislang wenig beachtete Sicht auf das Großereignis des Zweiten Weltkriegs.
Prof. Dr. Dan Diner ist Historiker und Jurist. Bis zu seiner Emeritierung war er Professor für Moderne Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und am Historischen Seminar der Universität Leipzig. Zudem war er bis 2014 Direktor des Leibniz-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig.
Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.801. Hybridveranstaltung Livestream auf YouTube: https://youtu.be/7met_ForN9I
Im Museum Angewandte Kunst
Im Rahmen der Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube lädt das Museum Angewandte Kunst zu einem öffentlichen Symposium ein. Die Ausstellung zeigt erstmals den vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften des Museum Angewandte Kunst. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur.
Text & Spirit entstand im Rahmen eines Digitalisierungsprojekt des Dezernats Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main, in Zuge dessen die Handschriften in Gänze gescannt wurden und nun in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf der digitalen Museumsplattform Sammlung digital öffentlich zugänglich sind. Die Ausstellung ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Bei dem Symposium haben Sie die Möglichkeit, mit Expert:innen in die Welt der mittelalterlichen Handschriften einzutauchen. In Vorträgen, Panels und Diskussionen beleuchten verschiedene Spezialist:innen den kostbaren Museumsbestand aus Malerei, Ornamentik und Schrift mit Gold auf Pergamenten in ihrer aufwendigen Ausstattung im Namen der Erleuchtung. Unterschiedliche Blickwinkel verfolgen kunsthistorische, restauratorische, konservatorische, kulturelle, mediale, urbansoziologische und modische Aspekte an der Schnittstelle von Gegenwart und Mittelalter und fragen wie diese historischen Schätze uns heute noch bereichern können und welchen Mehrwert die Digitalisierung für ihren zukünftigen Zugang bietet.
Das Symposium richtet sich an alle Interessierten – egal, ob Sie sich für Kunstgeschichte, Kultur oder die digitale Erschließung von Kunstwerken begeistern. Für Frankfurter:innen ist dies eine besonders wertvolle Gelegenheit, mehr über das Digitalisierungsprojekt der Stadt Frankfurt mitzubekommen. Nehmen Sie teil und erfahren Sie mehr über unsere Sammlung, die von damaligen Frankfurtern zusammengestellt wurde und an die heutigen Frankfurter:innen weitergegeben werden soll.
Spezialist:innenführung im Museum Angewandte Kunst
Text & Spirit Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?Der Mediävist Dr. Peter Gorzolla führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Link zur Veranstaltung und Link zur Ausstellung
Vortrag im Institut für Stadtgeschichte
Die Berufung Luthers auf das Evangelium als Glaubensgrundlage bot den unteren Bevölkerungs- schichten eine Legitimationsgrundlage für ihre Beschwerden und Forderungen an ihre Obrigkeiten. Im Zuge des Bauernkrieges kam es auch in Städten zu Erhebungen von Handwerkern und Angehörigen sozialer Unterschichten. Die Frankfurter 46 Artikel von 1525 wurden rasch durch mehrere Drucke verbreitet und dienten Aufständischen in anderen Städten als Vorlage für ihre eigenen Forderungskataloge.
Referent: Dr. Michael Matthäus, ISG
Ort: Karmeliterkloster Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte
Eintritt: 6 €, ermäßigt 3 €
Anmeldung möglich unter https://pretix.eu/isgfrankfurt/; Besuch auch ohne Reservierung möglich.
Kolloquium in der Goethe Universität
The Use ans Misuse of Haereticus and Haeresis in the Grand Duchy of Lithuania Before the Reformation
Ein Vortrag von Aliaksandra Valodzina (Greifswald/Rostock)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.Der Vortrag findet abweichend in IG 0.254 statt.
Das Programm des Kolloquiums als PDF
Buchvorstellung in der Goethe Universität
Keine Epoche der deutschen Geschichte ist so gut aufgearbeitet wie das „Dritte Reich“, kein historisches Thema war öfter Gegenstand von Fach- und Sachbüchern, Belletristik, Filmen oder Fernsehserien. Dass aber längst noch nicht alles erforscht ist und neue Formate der Vermittlung auch einen neuen Blick auf die NS-Zeit und ihre Nachwirkungen ermöglichen, zeigt in beeindruckender Weise das Buch „Oberbrechen. A German Village Confronts Its Nazi Past“.
„Oberbrechen“ untersucht im Comic-Format die Komplexität der Beziehungen zwischen jüdischen und nichtjüdischen Mitgliedern des gleichnamigen Dorfs in Hessen. Als Graphic History konzipiert, lotet es den Mikrokosmos einer Dorfgesellschaft aus und zeigt, wie die „eigene“ Gewaltgeschichte während des Nationalsozialismus verhandelt und wie die Menschen vor Ort mit der allgegenwärtigen und dennoch meist unausgesprochenen Präsenz der Shoah umgingen. Im Zentrum steht dabei die Frage, die sich anhand des Dorfs Oberbrechen paradigmatisch auch für viele andere Orte in Deutschland stellt: Wie wirkte sich die unterschiedliche Beteiligung an anti-jüdischer Ausgrenzung und damit die unterschiedliche lokale Gewalterfahrung auf die Wiederbegegnungen nach 1945 zwischen Vertriebenen und Gebliebenen sowie ihren Angehörigen aus? Darüber diskutieren die Autorinnen Stefanie Fischer und Kim Wünschmann mit Andreas Platthaus (FAZ).
Ort: IG 411
Gespräch im Deutschen Romantik-Museum
„Nachts brannte das Theater ab.“ Knapp notiert Goethe im Tagebuch am 21. März die Zerstörung seiner langjährigen Wirkungsstätte. Vom Hoftheater bleiben nur Trümmer, in denen Eckermann angebrannte Stück einer geschriebenen Rolle aufsammelt: „Es waren Stellen aus Goethes Tasso.“ Goethe zieht sich zurück und stürzt sich in die Arbeit. Mit Eckermann spricht er über seine Theaterpraxis, er entwirft schon mit dem Architekten Coudray Pläne für den Wiederaufbau. Seit Februar sitzt er am „Helden- und Gespensterspuk“ von „Helena im Mittelalter“, der im Jahr 1800 unterbrochenen Arbeit am zweiten Teil des ‚Faust'. Ausgreifende Lektüren zum nachantiken Griechenland und dem aktuellen Befreiungskrieg begleiten die Arbeit. Immer dabei: Lord Byrons Schatten. Das autobiographische Sortieren, Abschreiben und Mundieren geht dabei weiter. „Man sagt sich oft im Leben, daß man die Vielgeschäftigkeit, die Polypragmosyne, vermeiden, besonders, je älter man wird, sich desto weniger in ein neues Geschäft einlassen solle“, sagt eine neue Maxime für ‚Kunst und Alterthum'. „Aber man hat gut reden, gut sich und anderen raten. Älterwerden heißt selbst ein neues Geschäft antreten.“ Die Interessen bleiben weit: Pläne, mit dem Panama-Kanal die Weltmeere zu verbinden, beschäftigen Goethe. Und im November wollen turbulente Jubelfeiern überstanden sein: Goethes 25. Dienstjubiläum in Weimar – zusammen mit dem Großherzog.
Gespräch mit Anne Bohnenkamp, Ernst Osterkamp und Gustav Seibt
Ort: Arkadensaal, Eingang: Großer Hirschgraben 23-25
Eintritt: 10 € / 5 € für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstifts
Spezialist:innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Der Experte für Kunst und Buch Dr. Stefan Soltek führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Finissage und Dialog-Führung im Historischen Museum Frankfurt
Zeitzeugenschaft? Ein Erinnerungslabor
„Was sagen uns heute die Erinnerungen von gestern?“ und „Was heißt Zeitzeugenschaft?“ Diese Fragen haben 25 Frankfurter*innen im Erinnerungslabor diskutiert. Ihre sehr unterschiedlichen Antworten präsentierten sie in elf Beiträgen in der Sonderausstellung „Zeitzeugenschaft? Ein Erinnerungslabor“. Gleichzeitig wird die Wanderausstellung „Ende der Zeitzeugenschaft?“ gezeigt. Ihr Thema sind Videointerviews mit Überlebenden der Shoah.
Zum Ausstellungsende am 4. Mai laden die Kurator*innen Angela Jannelli, Jasmin Klotz und Gottfried Kößler im Dialog mit den Erinnerungslaborant*innen zu einem letzten Rundgang ein.
Link zur Veranstaltung und Link für mehr Informationen zur Ausstellung
Vortrag im Institut für Stadtgeschichte
Am kriegszerstörten Römer prangten noch die Durchhalteparolen „Führer befiehl – wir folgen“ und „Der Sieg wird unser sein“ als am 29. März 1945 zwei Divisionen der US-Armee die einstige Mainmetropole von der NS-Diktatur befreiten. Während noch im letzten Kriegsmonat Juden aus Frankfurt deportiert oder Häftlinge des KZ-Außenlagers „Katzbach“ der Adlerwerke auf Todesmärsche geschickt wurden, sah die im Luftkrieg zermürbte Zivilbevölkerung dem Ende der Kampfhandlungen mit gemischten Gefühlen entgegen. Nach zwölf Jahren Nationalsozialismus lag die Gauhauptstadt in Trümmern. Der Vortrag schildert den Untergang des „Dritten Reichs“ in Frankfurt und das Gedenken an das Kriegsende in den Jahrzehnten danach. Referent: Dr.Thomas Bauer, ISG FFM Ort: Karmeliterkloster Veranstalter: Institut für Stadtgeschichte 6 €, ermäßigt 3 €
FB 08 an der Goethe Universität
Diversity Week des Fachbereichs
Vom 5. bis 9. Mai 2025 veranstaltet der FB 08 seine erste Diversity Woche, zu der wir alle Studierenden, wissenschaftlichen und administrativen Mitarbeitenden, Angehörigen des Fachbereichs und weitere Interessierte herzlich einladen! Die Diversity Woche hat zum Ziel, das Bewusstsein für Diversität und Chancengerechtigkeit zu fördern. Sie bietet fünf Tage lang die Möglichkeit für interdisziplinären Austausch, eine Sensibilisierung für unterschiedliche Perspektiven und für den Einbezug von Diversität in Lehre und Forschung.Link für mehr Informationen, darunter ein ausführliches Programm
Kolloquium in der Goethe Universität
Reste und Ressourcen: Abfall in der frühneuzeitlichen Stadt
Ein Vortrag von Franziska Neumann (Braunschweig)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Kolloquium in der Goethe Universität
Das Artefakt im Fokus. Überlegungen zu einer mediävistischen Wissensgeschiche
Ein Vortrag von Anne Greule (Göttingen)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!
Ort: IG 0.254
Link für mehr Informationen
Vortrag im Hessischen Hauptstaatsarchiv Wiesbaden
Sebastian Glunz, Wiesbaden, referiert zum Thema "Langzeitarchivierung" Der Vortrag wird auf verschiedene Aspekte der Langzeitarchivierung von Dokumenten eingehen – sowohl aus der analogen als auch aus der digitalen Welt. Dabei wird der Fokus auf die digitale Langzeitarchivierung und die Frage gerichtet, wie das Hessische Landesarchiv diese Aufgabe bewältigt. Welche Parallelen gibt es zur analogen Langzeitarchivierung? Welche Unterschiede gibt es? Und welche Herausforderungen sind überhaupt mit der Archivierung genuin digitaler Dokumente verbunden? Was bedeutet Bestandserhaltung in der digitalen Welt?
Veranstaltung der Familienkundlichen Gesellschaft für Nassau und Frankfurt e.V.
Eintritt frei, Gäste willkommen!
Bild von der Website des Landesarchivs Hessen
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Spezialist:innenführung mit Dipl. Rest. Barbara Hassel Strategien des Bewahrens: Pergamenthandschriften restaurieren
Die Buchrestauratorin Barbara Hassel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Vortrag im Senckenberg Museum
Mit Blick auf die neue Ausstellung „Gehirne“ im Senckenberg Naturmuseum Frankfurt wird sich der Förderverein Senckenberg in den kommenden Veranstaltungen dem Thema Denken und Lernen im gesellschaftlichen Kontext widmen: Die vergangenen zweihundert Jahre haben der Menschheit atemberaubende Errungenschaften gebracht, aber nun stoßen unsere Konzepte von Wirtschaftswachstum, Fortschritt und Wohlstand an ihre Grenzen. Die renommierte Mannheimer Historikerin und Sachbuchautorin Prof. Dr. Annette Kehnel zeigt anhand von historischem Nachhaltigkeitswissen auf, was wir von unseren Vorfahren über nachhaltige Lebensstile lernen können und wie uns historische Trugschlüsse und andere kognitive Dissonanzen lahmlegen. Der Vortrag unternimmt eine Spurensuche in die Vergangenheit und zeigt: Wir konnten schon mal anders. Ressourcenschonendes, nachhaltiges und gemeinnütziges Denken hat jahrhundertelang das menschliche Handeln bestimmt. Wir freuen uns wie immer auf einen äußerst inspirierenden Vortrag sowie lebhafte Diskussionen mit Ihnen!
Ort: Grüner Hörsaal, Arthur-von-Weinberg-Haus, Robert-Mayer-Straße 2
Buchvorstellung im Jüdischen Museum Frankfurt
In unserer Reihe „Zachor – Erinnere Dich“ präsentiert Renate Hebauf an diesem Abend ihr Buch „Du wirst nach Amerika gehen. Flucht und Rettung unbegleiteter jüdischer Kinder aus Frankfurt am Main in die USA zwischen 1934 und 1945.“ Ab 1934 flohen jüdische Kinder und Jugendliche alleine oder mit ihren Familien aus Frankfurt und dem Umland in die USA. Viele dieser jungen Menschen kämpften im Zweiten Weltkrieg als GIs der US-Army für die Befreiung Europas vom Nationalsozialismus. Einige von ihnen kehrten 1945 sogar nach Frankfurt zurück. Ihre Wiederbegegnung mit vormaligen Bekannten und Vertrauten war angesichts der Schoa nicht selten traumatisch. Anlässlich des 80. Jahrestags der bedingungslosen Kapitulation des Deutschen Reiches stellt Ihnen die Literaturwissenschaftlerin, Journalistin und Autorin Renate Hebauf einige dieser Lebensgeschichten vor. Die Zeitzeugnisse der jüdischen GIs liest die Schauspielerin Helena Polic .
Ort: Jüdisches Museum Frankfurt, Bertha-Pappenheim-Platz 1
Eintritt 6 €, ermäßigt 3 € Karten erhalten Sie unter juedischesmuseum.de/tickets; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich.
Text von der Website des Jüdischen Museums Frankfurt
Vernissage im Museum Angewandte Kunst
Im Jahr 2025 feiert das Neue Frankfurt seinen 100. Geburtstag. Dies nimmt das Museum Angewandte Kunst als Anlass, jener Gestaltungsmoderne am Main aus den 1920er-Jahren nicht nur zahlreiche Ausstellungen auszurichten, sondern mit ihren vielfältigen Themenbereichen als Grundstein für das kulturelle Großprojekt World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die Gegenwart und Zukunft des Gestaltens unserer Gesellschaften zu befragen.
Wenn von einer Gestaltungsmoderne am Main die Rede ist, dann meint das jenen politischen, gesellschaftlichen und gestalterischen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg, für den der 1924 zum Frankfurter Oberbürgermeister gewählte Ludwig Landmann ein Jahr später den programmatischen Begriff Das Neue Frankfurt prägte. Zu diesem Neuen Frankfurt gehörte nicht nur ein Städte- und Wohnungsbauprogramm, sondern der universale Anspruch im Produkt-, Mode-, Interieur-, Industrie- und Kommunikationsdesign, in den angewandten und freien Künsten mit neuen Formen alle Bereiche des menschlichen Lebens zu erfassen und im Verbund mit einer forcierten Industrialisierung eine neue urbane Gesellschaft zu formen. Aus ihrer Gegenwart als Erfahrungsraum, und weniger aus der Vergangenheit, leiteten die Protagonistinnen und Protagonisten des Neuen Frankfurt das für die Moderne am Main so Spezifische ab: Gestaltung und soziales Engagement als Einheit. Ihnen ging es nicht um eine dogmatische Festlegung von Gestaltungsprinzipien, sondern vielmehr um die jeweils überzeugende Lösung, welche allein am jeweiligen Bedarf ausgerichtet ist.
In vielen Museen in Frankfurt und Offenbach
Nacht der Museen
Über 40 Kulturinstitutionen in Frankfurt, Offenbach und Eschborn bieten zur NACHT DER MUSEEN ein reiches Kulturprogramm. Führungen zu den laufenden Ausstellungen, Programm zum Mitmachen, Entdecken und Staunen geben der Kunst und Wissenschaft den passenden Rahmen und bieten ein besonderes Erlebnis in außergewöhnlicher Atmosphäre. Gastronomisches rundet das Programm ab.
Link für mehr Informationen, darunter ein Programm
Vortrag in der Goethe Universität
In August 1945, the Hannover-born émigré artist and author Karl Jakob Hirsch returned to his native Germany in the uniform of the occupying US Army. Hoping to re-establish the promising literary career he was forced to abandon in 1933, Hirsch published a memoir, titled Heimkehr zu Gott. Briefe an meinen Sohn (1946). The work sought to explain how the great-grandson of renowned Rabbi Samson Raphael Hirsch had come to embrace Christianity in exile. Despite the high hopes he held for his homecoming, Hirsch died in complete anonymity only six years later, in 1952. Heimkehr remained the only work he managed to publish in postwar Germany. Hirsch's art, personal correspondence, diaries and unpublished manuscripts offer a unique view of the personal and political challenges faced by returning émigrés of Jewish ancestry and the different ways they sought to negotiate their place in postwar Germany society. Focusing on the last six years of Hirsch's life, this presentation explores the ambiguities, conflicts, and contradictions underlying this tragic story of conversion and return.
Abraham Rubin is an assistant professor in the Department of Religious Studies at the University of Dayton. He has held postdoctoral fellowships at the Hebrew University of Jerusalem, Lawrence University in Wisconsin and Goethe University, Frankfurt. He received his PhD in comparative literature from the CUNY Graduate Center. He is the author of Conversion and Catastrophe in German-Jewish Émigré Autobiography (University of Toronto Press, 2025). His scholarly work has appeared in such journals as Literature & Theology, The AJS Review, The Jewish Quarterly Review, and Jewish Social Studies.
Campus Westend Nebengebäude des IG Farben-Hauses NG 1.701
Gespräch und Lesung im Deutschen Romantik Museum
Unter dem Titel ‚Urworte. Orphisch' hat Goethe fünf Strophen zusammengestellt, die mit griechischen Titeln versehen sind: DAIMON (‚übermächtiges Wesen, Dämon'), TYCHE (‚Zufall'), EROS (‚Liebe'), ANANKE (‚Zwang'), ELPIS (‚Hoffnung'). Die Strophen kreisen um das Spannungsverhältnis zwischen Determination und Freiheit im Leben des Menschen: Zufall, Liebe und Hoffnung werden den Handlungszwängen des Lebens und der naturgegebenen Veranlagung gegenübergestellt. Von Letzterer geht alles aus: „Bist alsobald und fort und fort gediehen / Nach dem Gesetz, wonach du angetreten“. Gemeint ist hier offensichtlich die im Keim angelegte und im Wachstum realisierte Form von Pflanze, Tier und Mensch. Genau dies aber haben die Griechen „Physis“ genannt, wonach die Römer ihr einflussreiches Übersetzungslehnwort „Natura“ gebildet haben. Goethe überschreibt die erste Strophe jedoch nicht mit PHYSIS (‚Natur'), sondern mit DAIMON. Warum? In Gespräch und Lesung wollen wir dem Verhältnis zwischen dem griechischen Begriff der Natur und Goethes Dämon nachgehen.
Mit Oliver Primavesi und Jasmin Behrouzi-Rühl
Prof. Dr. Dr. h.c. Oliver Primavesi ist Professor für Griechische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. In Kooperation mit dem Institut für Klassische Philologie der Goethe-Universität Frankfurt
Ort: Arkadensaal, Eingang: Großer Hirschgraben 23-25 Deutsches Romantik-Museum, Frankfurter Goethe-Haus
5 € / frei für Mitglieder des Freien Deutschen Hochstift
Kolloquium in der Goethe Universität
Hof und Handwerk in der Krone Aragón im Spätmittelalter. Projektzkizze und Werkstattbericht
Ein Vortrag von Eva Cersovsky (Köln)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!Ort: IG 0.254
Link für mehr Informationen
Kolloquium in der Goethe Universität
"...avec un Mauvais Schnitzbanck" Materielle Überreste der Hugenottenkolonie Friedrichsdorf im 18. Jahrhundert
Ein Vortrag von Karoline Müller (Frankfurt am Main)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Spezialist:innenführung mit Dipl. Rest. Barbara Hassel Strategien des Bewahrens: Pergamenthandschriften restaurieren
Die Buchrestauratorin Barbara Hassel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Vortrag in der Goethe Universität
Die Frankfurter Goethe-Universität wurde 1914 als Stiftungsuniversität gegründet. Sie war eng mit dem Engagement ihrer Stifter, darunter sehr viele Juden der Stadt, verbunden. Nach 1933 wurde sie Austragungsort politischer Verteilungskämpfe, Knotenpunkt radikalisierter Netzwerke und Schauplatz rassistischer Raubaktionen. Die einstmals liberale Hochschule wollte sich dem NS-Regime durch demonstrative Härte beweisen. Wie dies vonstattenging, zeigt der Vortrag.
Ein Vortrag von Dr. Jason Lemberg
Dr. Jason Lemberg ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) an der Bergischen Universität Wuppertal. Von 2017 bis 2022 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl zur Erforschung der Geschichte und Wirkung des Holocaust. Am Fritz Bauer Institut bearbeitete er ein Projekt zur Geschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Nationalsozialismus und in der frühen Bundesrepublik. Im Rahmen seiner Dissertation forschte er seit 2018 zur Geschichte der Rüstungsforschung an der Goethe-Universität in der NS-Zeit.Ort: Campus Westend, IG Farben-Haus, Nebengebäude, NG 2.701
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Im Jahr 793 vollendete Karl der Große die Reformen zum Münzwesen der Karolingerzeit, und zwar in Frankfurt. Die Stadt darf so mit einigem Recht als der Geburtsort eines über Jahrhunderte stabilen europäischen Währungssystems gelten. Der weltweit beste Kenner des karolingischen Geldwesens, Dr. Simon Coupland, Universität Cambridge, hinterfragt nicht nur, welche Rolle Karl der Große dabei spielte. In seinem Vortrag, den er auf Einladung der Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte im Historischen Museum hält. geht er auch auf die Beziehungen des Kaisers zu seinen fünf Ehefrauen, und seinen zahlreichen Geliebten ein.
Ort: Leopold-Sonnemann-Saal Eintritt 4 €/erm. 2 € Anmeldung über Besucherservice oder Online-Ticketshop
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Das Stundenbuch als Multimedium des Mittelalters - Wie Schrift, Bilder und Gefühl das Beten im Spätmittelalter prägtenDie Mediävistin und Kunsthistorikerin Johanna Scheel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
In vielen Museen in der Umgebung
Internationaler Museumstag
Link zu den teilnehmenden Museen in Hessen
Buchvorstellung in der Goethe Universität
Vortrag und Buchpräsentation von Prof. Dr. Werner Plumpe (Frankfurt am Main)
Forschungskolloquium der Wirtschafts- und Sozialgeschichte zusammen mit den Lehrstühlen für Neuere Geschichte (19.Jh.) und Neueste Geschichte. Ort: Campus Westend Eisenhower-Saal (IG 1.314)
Kolloquium in der Goethe Universität
Rückzug aus der Welt? Die Maisons de retraite im 17. und 18. Jahrhundert in Frankreich
Ein Vortrag von Judith Lipperheide (Hamburg)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Vortrag im Archäologischen Museum
Schon vor dem Ersten Weltkrieg begegnen in der Musik apokalyptische Visionen. Nach dem Zusammenbruch des Kaiserreichs erobern Atonalität, Expressionismus, Zeitoper und Jazz auch die traditionellen Spielstätten wie Oper und Konzert. In seinen ausdrucksstarken Bühnenbildern prägt Ludwig Siewert den „Frankfurter Expressionismus“. Der Dirigent Clemens Krauss beschert in den „goldenen Jahren“ der Oper musikalische Sternstunden. Auch „Radio Frankfurt“ wird zu einem wichtigen Impulsgeber der Neuen Musik. Arnold Schönberg und Anton Webern sind hier zu Gast. Der Komponist als Bürgerschreck fasziniert nicht nur das junge Publikum. Der Vortrag beleuchtet die vielschichtigen Verknüpfungen in Bildern, Dokumenten und Klangbeispielen, darunter Bühnenbildentwürfe und spannende Tondokumente aus der Frühgeschichte des Rundfunks.
Referentin: Dr. Ulrike Kienzle, Frankfurt am Main
Ort: Archäologisches Museum, Karmelitergasse 1
Eintritt: 6 € / ermäßigt 3,00 € / Mit Mitgliedsausweis kostenlos
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Rom-Bilder auf Medaillen der Renaissance
Ein Vortrag von Dr. Martin Hirsch.
Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft.Eintritt frei. Ohne Anmeldung
Ort: Roter Seminarraum, 2. Ebene. Historisches Museum Frankfurt
Kolloquium in der Goethe Universität
The Discreed Charm of the Old Indies. Kongo, Brazil, and Colonial Fantasy in a French Baroque Tapisserie
Ein Vortrag von Cécile Fromont (Harvard University)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!Ort: Casino-Gebäude 1.812
Link für mehr Informationen
Buchvorstellung im Historischen Museum Frankfurt
Vortrag und Buchpräsentation von "Gefährliche Rivalitäten. Wirtschaftskriege – von den Anfängen der Globalisierung bis zu Trumps Deal-Politik" Buchvorstellung und Diskussion mit Autor Prof. Dr. Werner Plumpe im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Geschichte Jetzt!"
Eintritt: 4 €/2 €, Ort: Leopold-Sonnemann-Saal, Historisches Museum Frankfurt
Spezialführung im Frauen-Museum Wiesbaden
Dr. Rolf Faber, Richter am Langegericht a.D., war Leitender Ministerialrat im Thüringer Justizministerium. Seit 1970 veröffentlichte er zahlreiche Artikel zur Wiesbadener Stadtgeschichte. 1982 wurde er in die Historische Kommission für Nassau aufgenommen und dort 2009 Mitglied des Vorstands. Seit 2009 ist er zudem Vorsitzender des Vereins für Nassauische Altertumskunde und Geschichtsforschung und seit 2010 Mitglied der Kommission für die Geschichte der Juden in Hessen.
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Das Stundenbuch als Multimedium des Mittelalters - Wie Schrift, Bilder und Gefühl das Beten im Spätmittelalter prägtenDie Mediävistin und Kunsthistorikerin Johanna Scheel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Lesung im Deutschen Romantik Museum
Die Lesungen mit Katharina Schaaf umkreisen einige der schönsten Kernthemen der Romantik.
Ein Tag für die Literatur
Am 25.05. finden im Deutschen Romantik Museum mehrere Veranstaltungen statt. Die Lesung zum Thema Romantisches Hessen mit Katharina Schaaf findet um 15:30 Uhr und um 16:30 Uhr statt.
Eintritt: 5 € zuzüglich Museumseintritt
Begrenzte Teilnehmerzahl, Vorverkauf an der Museumskasse
Ort: Deutsches Romantik Museum. Dauer: circa 60 Minuten
Vortrag im Institut für Stadtgeschichte Frankfurt
Seit 1487 spätestens waren die Fechter der „Marxbruderschaft“ in Frankfurt am Main ansässig und bauten sich in den nachfolgenden Jahrhunderten ein reichsweites, später auch europäisches Netzwerk aus fechtenden Handwerkern auf. Der Vortrag möchte sich auf die Spuren dieser begeben und Kontakt- geflecht, aber auch Ritual und Praxis der Marxbrüder ergründen.
Referentin: Sabine Kindel, ISGEintritt: 6 €, ermäßigt 3 €
Anmeldung möglich unter: Link Besuch auch ohne Reservierung möglich.
Text und Bild vom Institut für Stadtgeschichte
© Fechtzeugnis für einen Federfechter, 1752 (ISG FFM H.18.03 Nr. 26)
Buchvorstellung im Jüdischen Museum Frankfurt
Im November 1947 beschloss die Generalversammlung der Vereinten Nationen den Teilungsplan für das britische Mandatsgebiet Palästina. Jerusalem, die heilige Stadt der drei monotheistischen Weltreligionen, war von diesem Plan ausgenommen. Sie sollte ungeteilt in die Obhut der UN übergehen. Doch der Israelisch-Arabische Krieg vereitelte 1948 diesen Plan. Jerusalem wurde in Ost und West geteilt mit einer Exklave im Nordosten der Stadt.
Die Historikerin Prof. Yfaat Weiss hat erstmalig die weltweit verstreuten Quellen zur Geschichte dieser Exklave bis 1967 untersucht. In ihrem Buch geht sie auf die vergeblichen Versuche der UN ein, Frieden zwischen den Konfliktparteien Jordanien und Israel zu stiften, auf die Souveränitätsansprüche der beiden Länder und den Umgang mit dem deutsch-jüdischen Kulturerbe vor Ort. Sie beschreibt die ausgelagerten Bestände der Nationalbibliothek, die zu verwaisen drohen, die verlassenen Institute der Hebräischen Universität, den biblischen Zoo mit hungernden Tieren, das zweckentfremdete Gelände des deutschen Auguste-Viktoria-Krankenhauses auf dem Ölberg und schließlich das palästinensische Dorf Issawiya mitten in der Exklave. Hier reicht die Geschichte in unsere Gegenwart hinein.
Im Gespräch mit dem Journalisten Yves Kugelmann stellt Prof. Yfaat Weiss an diesem Abend ihr Buch vor und diskutiert, welche Auswirkungen die verfehlte UN-Mission hatte. Die Veranstaltung findet an dem sowohl symbolischen als auch konfliktreichen Jerusalemtag statt, der an die israelische Eroberung der Altstadt und Ost-Jerusalems während des Sechs-Tage-Krieges 1967 und die Wiedervereinigung der geteilten Stadt unter israelischer Herrschaft erinnert.
In Kooperation mit dem Buber-Rosenzweig-Institut an der Goethe-Universität Frankfurt
Ort: Jüdisches Museum Frankfurt
Für die Teilnahme bitten wir um Anmeldung an:veranstaltungen.jmf@stadt-frankfurt.de. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €.
Kolloquium in der Goethe Universität
Des Kaisers alter Blumenkohl: Möglichkeiten und Grenzen kaiserlicher Politik im Reichsnorden um 1700
Ein Vortrag von Marco Barchfeld (Erlangen)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Führung im Archäologischen Museum Frankfurt
Die hauchdünne Silberinschrift wirkt auf den ersten Blick unscheinbar. Ursprünglich in einer silbernen Kapsel aufbewahrt, trägt die hauchdünne Silberfolie eine einzigartige Inschrift: Der in Latein abgefasste, 18-zeilige Text besitzt rein christlichen Charakter. Er gilt als ältester authentischer Beleg für Christen nördlich der Alpen.
Die Frankfurter Silberinschrift aus dem Gräberfeld „Heilmannstraße“ in Frankfurt am Main-Praunheim gibt einen Einblick in die religiöse Vielfalt im römischen NIDA des 3. Jahrhunderts n. Chr. Zahlreiche Jupitersäulen und Altäre, mindestens vier Mithras-Heiligtümer sowie ein ummauerter Kultbezirk im Zentrum der Stadt belegen, dass NIDA zu dieser Zeit ein bedeutendes religiöses Zentrum im Nordosten der Provinz Obergermanien war. Es ist die Blütezeit der Stadt, aber auch eine Epoche des Wandels und der Krisen im Römischen Reich.
Die Führung stellt den herausragenden Fund der Silberinschrift in ihren archäologischen und kulturhistorischen Hintergrund. Dabei liegt ein besonderes Augenmerk auf den unterschiedlichen Glaubenswelten der Bewohner und den religiösen Strömungen in NIDA in einer Zeit voller Umbrüche.
Treffpunkt: Museumsfoyer, Dauer: ca. 90 Minuten Führungsgebühr: 7 € / 5 € zzgl. erm. Eintritt: 4 €
Teilnehmerzahl begrenzt! Anmeldung unter fuehrungen.archaeologie@stadt-frankfurt.de
Vernissage in der Paulskirche
In Kooperation mit dem Frankfurter Arbeitskreis Queere Stadtgeschichte zeigt das Historische Museum Frankfurt (HMF) die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in der Paulskirche.
Die Ausstellung wird von Dienstag, 3., bis Donnerstag, 19. Juni, täglich von 10 bis 17 Uhr in der Wandelhalle der Paulskirche zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.
Die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ zeigt die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen nun einem breiten Publikum zugänglich. Die Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet; darunter wird auch bislang unveröffentlichtes Material zu sehen sein.
Besucherinnen und Besucher finden in der Ausstellung fünf Themeninseln:
Bild: Porträt von Hertha Wind, von der Website des Historischen Museums Frankfurt
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Sebastian Richter (FU Berlin)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.254
Link für mehr Informationen
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Benjamin Seebröker (Münster)
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Vortrag in der Goethe Universität
Was hatten der Religionsphilosoph Martin Buber, der Schriftsteller Richard Beer-Hofmann und der Völkerpsychologe Moritz Lazarus gemeinsam? Ihre Frauen gehörten zu einer Gruppe von mehreren tausend Personen, die vor 1933 in Deutschland und Österreich zum Judentum konvertierten. Die Mehrheit dieser Gruppe bildeten Frauen, die mit jüdischen Männern verheiratet waren. Sie waren Mitglieder der jüdischen Gemeinden und nach NS-Rassekriterien trotzdem »Arier«. Der Vortrag endet mit einem Ausblick in die Zeit nach 1945, als zahlreiche Menschen ihre jüdischen Wurzeln suchten oder zum Judentum konvertieren wollten.
Prof. Dr. Michael Brenner ist Inhaber des Lehrstuhls für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München und Direktor des Center for Israel Studies an der American University in Washington, DC.
Aron Freimann Lecture of Jewish Cultural History
Eine Kooperation des Fritz Bauer Instituts mit dem Seminar für Judaistik der Goethe-Universität im Rahmen der Mittwochskonferenzen des Forschungszentrums Historische Geisteswissenschaften der Goethe-Universität mit Unterstützung der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt am Main
Ort: Casino-Gebäude, Cas. 1.812
Link zum Fritz-Bauer-Institut und PDF mit dem Programm des Kolloquiums
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Das Stundenbuch als Multimedium des Mittelalters - Wie Schrift, Bilder und Gefühl das Beten im Spätmittelalter prägtenDie Mediävistin und Kunsthistorikerin Johanna Scheel führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Die Biographien der trans*Personen Hertha Wind und W. Heinrich sind eng mit Frankfurt und der NS-Zeit verknüpft. Für die eine war die Stadt am Main vorübergehender Zufluchtsort, die andere verließ ihre Heimatstadt bei der ersten Gelegenheit. Clara Hartmann von der Lili-Elbe-Bibliothek geht in ihrem Vortrag mit anschliessendem Gespräch auf die Lebenswege der beiden ein. Die Veranstaltung findet im Zusammenhang mit der vom 2.06.25 bis 20.6.25 in der Paulskirche zu sehenden Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen im NS 1933-45“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeldt (Berlin), organisiert vom Arbeitskreis Queere Geschichte Frankfurt am Main, statt.
Vortrag von Clara Hartmann (Lili-Elbe-Bibliothek) und Gespräch In Kooperation mit LUQS-Lesbenarchiv und queere Sammlung Frankfurt
Ort: Leopold-Sonnemann-Saal HMF Eintritt frei
Bild: Porträt von Hertha Wind, von der Website des Historischen Museums Frankfurt
Filmvorführung und Diskussion
Der Dokumentarfilm "Crip Camp" (2020) von James LeBrecht und Nicole Newnham dokumentiert die Geschichte des Camp Jened, eines Sommercamps für Jugendliche mit Behinderungen in den 1970er Jahren. Der Film zeigt, wie ehemalige Campteilnehmer*innen später an der US-amerikanischen Behindertenbewegung mitwirkten und sich für rechtliche Gleichstellung einsetzten. Die Dokumentation beleuchtet den gesellschaftlichen Kontext und die Entwicklung der Behindertenrechtsaktivitäten bis zur Verabschiedung des Americans with Disabilities Act.
Es handelt sich bei unserer Veranstaltung um eine Filmvorführung mit anschließender offener Diskussion. Wir wollen den Film gemütlich bei ein paar Snacks und Getränken gucken über die Aktionen und Aktivitäten der Aktivist*innen diskutieren und uns inspirieren lassen. Wir wollen den Film gemütlich bei ein paar Snacks und Getränken schauen und über die Aktionen und Aktivitäten der Aktivist*innen diskutieren und uns inspirieren lassen.
Ort: Seminarhaus, SH 0.107
Mehr Informationen auf Instagram: exzellente.inklusion.ffm und per Mail: kontakt@exzellente-inklusion.de.
Vernissage im Museum Angewandte Kunst
Mit der Erfindung des Fahrrads entsteht das effizienteste mit Muskelkraft zu bewegende Gefährt des Menschen. Mit ihm erweitert der Mensch mit zunehmender Beschleunigung seinen Aktionsradius, mit ihm beginnt zugleich der individualisierte Verkehr. Die Ausstellung Der eigene Antrieb. Feine Fahrräder widmet sich den Höhepunkten des Fahrraddesigns aus drei Jahrhunderten: Von Karl Drais' Laufmaschine, über Hoch-, Nieder- und Falträder bis zum Alltagsrad oder Sportgerät von heute. Das Spektrum reicht vom handwerklichen Rahmenbau über die industrielle Serienproduktion bis zum Fahrrad aus dem 3D-Drucker.
Im Laufe seiner über drei Jahrhunderte währenden Entwicklungsgeschichte avanciert das Fahrrad zu dem weltweit am weitesten verbreiteten Verkehrsmittel. Darüber hinaus prägen gesellschaftliche, politische, soziale und ökonomische Verhältnisse die Bedeutung dieses Fortbewegungsmittels und mit ihm verbundene Zukunftsvisionen. Zugleich war und ist das Fahrrad immer auch mehr als ein Mittel zur Fortbewegung, steht es doch ebenso für Sport, Gesundheit, Lifestyle und oftmals jenem Zusammenspiel von Gestaltung und ausgeklügelter Funktionstechnik, das es zu einem nahezu kultisch aufgeladenen Designobjekt werden lässt.
Dass dabei das Design von Fahrrädern eng verbunden mit der Geschichte technischer Innovationen und Herstellungsverfahren ist, zeigt sich am Antrieb, der Federung und den Laufrädern, aber besonders auch am Rahmen und dessen Materialien – Design und Technologie verschmelzen zunehmend miteinander und immer wieder werden dabei die Grenzen des Machbaren ausgelotet.
Mit den einst in Frankfurt am Main ansässigen Adlerwerken (ehemals Heinrich Kleyer AG), dem 1889 sich in Offenbach am Main gründenden Arbeiter-Radfahrerbund Solidarität sowie der 1922 begonnenen Eigenproduktion günstiger Fahrräder des Offenbacher Fahrradhauses Frischauf werden in der Ausstellung lokale Unternehmen und Institutionen in den Blick genommen, die eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Verbreitung von Fahrrädern im Deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik einnahmen.
Kolloquium in der Goethe Universität
Atmosphärisches: Londoner Luft im 17. Jahrhundert
Ein Vortrag von Birgit Näther (Berlin)
Sitzung im Rahmen der EURETES-Sommerschule
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Michael Brenner (Köln)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei!Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.254
Link für mehr Informationen
Anmeldeschluss für Vortragende
History Slam 2.0
Der Förderverein historiae faveo veranstaltet auch dieses Jahr wieder einen History Slam im Historischen Museum Frankfurt.
Wer etwas vortragen möchte, kann sich noch heute bei Dr. Florian Forster (forster@em.uni-frankfurt.de) anmelden
Vernissage im Museum Angewandte Kunst
Mit der Erfindung des Fahrrads entsteht das effizienteste mit Muskelkraft zu bewegende Gefährt des Menschen. Mit ihm erweitert der Mensch mit zunehmender Beschleunigung seinen Aktionsradius, mit ihm beginnt zugleich der individualisierte Verkehr. Die Ausstellung Der eigene Antrieb. Feine Fahrräder widmet sich den Höhepunkten des Fahrraddesigns aus drei Jahrhunderten: Von Karl Drais' Laufmaschine, über Hoch-, Nieder- und Falträder bis zum Alltagsrad oder Sportgerät von heute. Das Spektrum reicht vom handwerklichen Rahmenbau über die industrielle Serienproduktion bis zum Fahrrad aus dem 3D-Drucker.
Im Laufe seiner über drei Jahrhunderte währenden Entwicklungsgeschichte avanciert das Fahrrad zu dem weltweit am weitesten verbreiteten Verkehrsmittel. Darüber hinaus prägen gesellschaftliche, politische, soziale und ökonomische Verhältnisse die Bedeutung dieses Fortbewegungsmittels und mit ihm verbundene Zukunftsvisionen. Zugleich war und ist das Fahrrad immer auch mehr als ein Mittel zur Fortbewegung, steht es doch ebenso für Sport, Gesundheit, Lifestyle und oftmals jenem Zusammenspiel von Gestaltung und ausgeklügelter Funktionstechnik, das es zu einem nahezu kultisch aufgeladenen Designobjekt werden lässt.
Dass dabei das Design von Fahrrädern eng verbunden mit der Geschichte technischer Innovationen und Herstellungsverfahren ist, zeigt sich am Antrieb, der Federung und den Laufrädern, aber besonders auch am Rahmen und dessen Materialien – Design und Technologie verschmelzen zunehmend miteinander und immer wieder werden dabei die Grenzen des Machbaren ausgelotet.
Mit den einst in Frankfurt am Main ansässigen Adlerwerken (ehemals Heinrich Kleyer AG), dem 1889 sich in Offenbach am Main gründenden Arbeiter-Radfahrerbund Solidarität sowie der 1922 begonnenen Eigenproduktion günstiger Fahrräder des Offenbacher Fahrradhauses Frischauf werden in der Ausstellung lokale Unternehmen und Institutionen in den Blick genommen, die eine zentrale Rolle in der Entwicklung und Verbreitung von Fahrrädern im Deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik einnahmen.
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben. Wie können wir uns das Verhältnis zwischen Luxusentsagung und Luxusdemonstration vorstellen?
Buchdarstellungen in illuminierten HandschriftenProf. Dr. Jochen Sander, stellvertretender Direktor des Städel Museums und Professor für Kunstgeschichte, führt durch die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Vortrag im Archäologischen Museum Frankfurt
Der Vortrag behandelt zunächst die schwierige Zeit der unmittelbaren Nachkriegszeit mit Demobilisierung und Hyperinflation, die vor allem dem Finanzplatz Frankfurts stark zusetzten. In der Mitte der 1920er Jahre setzte dann für die Frankfurter Wirtschaft ein deutlicher Aufbruch ein, der neben dem Strukturwandel im industriellen Sektor stark durch die städtische Politik unter Oberbürgermeister Landmann geprägt war. Das Ende dieser Phase kündigte sich dann mit dem Zusammenbruch der Frankfurter Allgemeinen Versicherungs AG 1929 an und in der Weltwirtschaftskrise erlebte die exportorientierte städtische Wirtschaft ihre schwerste Krise mit hoher Arbeitslosigkeit und zahlreichen Unternehmenskonkursen.
Referent: PD. Dr. Ralf Banken (Frankfurt am Main)
Ort: Archäologisches Museum, Karmelitergasse 1, 60311 Frankfurt am Main
Katalogpräsentation im Museum Angewandte Kunst
Nach einer Begrüßung von Prof. Matthias Wagner K sprechen Grit Weber, Sandra Doeller, Jennifer Dyck, Prof. Gabu Heindl und Dr. Jutta Frieß über den neu erschienenen Katalog. Der Katalog beleuchtet Care-Arbeit gestern und heute: Welche Institutionen, Initiativen und Konzepte in Bildung, Haushalt, sozialer Fürsorge und Gesundheit gab es vor 100 Jahren und welche Auswirkungen hatten sie im Alltagsleben? Welche aktuellen Erfahrungen und globalen Herausforderungen gibt es für uns und wie lässt sich die momentane Care-Krise lösen? Erörtert werden Strategien der Gemeinwohlpflege, die Ausrichtung auf bestimmte Familienstrukturen und den Zugang zu sozialen Angeboten. Auch konfessionelle Initiativen der christlichen und jüdischen Gemeinschaften werden einbezogen.
Katalog: Yes, we care. Das Neue Frankfurt und die Frage nach dem Gemeinwohl
Hrsg.: Grit Weber, Matthias Wagner K
Texte: Veronika Dume, Gabu Heindl, Stefan Schmidt, Joachim Scholz, Margarete Schütte-Lihotzky, Grit Weber, Marie-Noëlle Yazdanpanah
Design: Bureau Sandra Doeller
320 Seiten, Deutsch, ca. 150 s/w- und 50 Farbabbildungen, 16 × 24 cm, Softcover
Verlag: Spector Books
Preis: 32 Euro
100 Jahre Das Neue Frankfurt
Im Jahr 2025 feiert das Neue Frankfurt seinen 100. Geburtstag. Dies nimmt das Museum Angewandte Kunst als Anlass, jener Gestaltungsmoderne am Main aus den 1920er-Jahren nicht nur zahlreiche Ausstellungen auszurichten, sondern mit ihren vielfältigen Themenbereichen als Grundstein für das kulturelle Großprojekt World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die Gegenwart und Zukunft des Gestaltens unserer Gesellschaften zu befragen.
Wenn von einer Gestaltungsmoderne am Main die Rede ist, dann meint das jenen politischen, gesellschaftlichen und gestalterischen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg, für den der 1924 zum Frankfurter Oberbürgermeister gewählte Ludwig Landmann ein Jahr später den programmatischen Begriff Das Neue Frankfurt prägte. Zu diesem Neuen Frankfurt gehörte nicht nur ein Städte- und Wohnungsbauprogramm, sondern der universale Anspruch im Produkt-, Mode-, Interieur-, Industrie- und Kommunikationsdesign, in den angewandten und freien Künsten mit neuen Formen alle Bereiche des menschlichen Lebens zu erfassen und im Verbund mit einer forcierten Industrialisierung eine neue urbane Gesellschaft zu formen. Aus ihrer Gegenwart als Erfahrungsraum, und weniger aus der Vergangenheit, leiteten die Protagonistinnen und Protagonisten des Neuen Frankfurt das für die Moderne am Main so Spezifische ab: Gestaltung und soziales Engagement als Einheit. Ihnen ging es nicht um eine dogmatische Festlegung von Gestaltungsprinzipien, sondern vielmehr um die jeweils überzeugende Lösung, welche allein am jeweiligen Bedarf ausgerichtet ist.
Veranstaltungen in mehreren Museen
Veranstaltungsort: Jüdisches Museum Frankfurt Vor 80 Jahren wurde Otto Frank aus dem Vernichtungslager Auschwitz befreit. Er war mit seiner Familie im September 1944 mit dem letzten Transport aus den Niederlanden nach Auschwitz deportiert worden und kehrte als einziger Überlebender zurück. Fortan widmete er sich der Herausgabe der Tagebücher seiner Tochter Anne und der Botschaft, die er damit verband. Kuratorin Dr. Franziska Krah führt durch die Familie-Frank-Ausstellung und widmet sich dabei Otto Franks Lebensweg.
Der Eintritt ist frei; Platzreservierungen unter juedischesmuseum.de/tickets
18 Uhr, Vortrag: »Falls keiner von uns überlebt, soll wenigstens das bleiben« Das Untergrundarchiv im Warschauer Ghetto und seine Dokumentations- und Widerstandsarbeit
Veranstaltungsort: Goethe-Universität Frankfurt am Main Campus Westend IG Farben-Haus, Nebengebäude, Raum NG 2.701 Im Geheimen sammelten mutige Männer und Frauen im Warschauer Ghetto Tagebücher, Aufsätze von Kindern, literarische Texte, Untergrundzeitungen und vieles mehr. Emanuel Ringelblum, Rachela Auerbach und die anderen sahen ihre Arbeit als Teil des Widerstands und als Vermächtnis. Sie schufen so ein einmaliges Archiv über die Menschen im Ghetto, über ihr Leben und ihren Widerstand. Andrea Löw und Markus Roth stellen dieses Archiv, seine zentralen Akteure sowie ihre Motive und Ziele vor. Dabei nehmen sie besonders die Zeugnisse von Kindern und Jugendlichen in den Blick.
Prof. Dr. Andrea Löw ist wissenschaftliche Leiterin des Zentrums für Holocaust-Studien am Institut für Zeitgeschichte in München. Dr. Markus Roth ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fritz Bauer Institut.
19 Uhr, Musikalische Lesung: „Dass ein gutes Deutschland blühe...“ Leben nach Kriegsende 1945 bis 1949
Veranstaltungsort: Institut für Stadtgeschichte Mit: Roman Knižka und Ensemble Opus 45 Grußwort: Dr. Ina Hartwig, Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Der Abend erzählt in literarischen Texten, Reportagen und Zeitzeugnissen von einem Land zwischen Apokalypse und Aufbruch, von der Ankunft der Sieger, der Konfrontation der Deutschen mit den Gräueltaten des NS-Regimes, dem Schicksal jüdischer KZ-Überlebender, die nach ihrer Befreiung als „Displaced persons“ durch das Land der Täter irrten. Politische Zäsuren werden ebenso thematisiert wie die im Alltag häufig fragwürdige Praxis der Entnazifizierungsverfahren.
Eine Veranstaltung des Dezernats Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main.
Anmeldung bis 11. Juni 2025 unter: info.kulturdez@stadt-frankfurt.de
Link zum Institut für Stadtgeschichte
20 Uhr, Filmvorführung: Das Tagebuch der Anne Frank
Veranstaltungsort: DFF - Deutsches Filminstitut und Filmmuseum
Die deutsche Filmproduktion aus dem Jahr 2016 stellt das Leben der jugendlichen Tagebuchschreiberin dar. Mit der Darstellung ihrer Geschichte als Coming-of-Age-Erzählung wollte Regisseur Hans Steinbichler insbesondere junge Menschen ansprechen. Die Filmvorführung findet anlässlich des Anne-Frank-Tags sowie im Rahmen des interdisziplinären Workshops „Jewish Visual Culture. Bilder ‚des Jüdischen' in Kunst und Medien“ statt.
Mit einer Einführung von Felix Wagner, Moderation: Véronique Sina, Film- und Medienwissenschaftlerin an der Goethe-Universität Frankfurt In Kooperation mit dem Deutschen Filminstitut & Filmmuseum (DFF) und dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt
Tickets sind erhältlich unter www.dff.film
Weitere Infos und Veranstaltungen zum Anne Frank Tag 2025: https://www.bs-anne-frank.de/annefranktagffm
Vortrag im Hessischen Landesarchiv in Wiesbaden
Ausgewählte Stücke aus dem Nachlass der Familie Stengel, die im 19. Jahrhundert als Zaubererdynastie weithin bekannt war, werden nun ab 13. Juni bis Ende Juni 2025 im Foyer des Hauptstaatsarchivs Wiesbaden in einer Vitrine präsentiert – darunter auch der Zauberstab von Emma Stengel.
Im Rahmen eines Vortrags skizziert die Archivarin Dr. Carina Schmidt die Geschichte von Emma Stengel und ihrer Familie anhand von Unterlagen, die im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden in Bestand 1142 überliefert sind. Dieser enthält neben persönlichen Dokumenten Fotos von Familienmitgliedern sowie Materialien zu den Auftritten als Zauberkünstler, die ausgewertet und in Auszügen gezeigt werden.
Zugleich steht der Bestand exemplarisch für eine Vielzahl interessanter Nachlässe, auch von prominenten Persönlichkeiten, die im Hauptstaatsarchiv zur Verfügung stehen. Die Referentin wird über die Geschichte der Familie Stengel hinaus einen kurzen Überblick geben über vorhandene Nachlässe und die Möglichkeiten der Nutzung. Zum Abschluss gibt es Gelegenheit, Fragen zum Arbeiten im Archiv und zur Quellenrecherche zu stellen.
Für die Teilnahme am Vortrag bitten wir um Anmeldung. Kontakt: viola.trinh@hla.hessen.de
Bild: Die Zauberkünstlerin Emma Stengel (HHStAW, 1142, 12). Von der Website des Hessischen Landesarchivs
Spezialist*innenführung im Museum Angewandte Kunst
Erstmals zeigt das Museum Angewandte Kunst in der Ausstellung Text & Spirit seinen vollständigen Bestand spätmittelalterlicher illuminierter Handschriften. Es handelt sich dabei um Bücher und Fragmente mit feinster Buchmalerei und dekorativer Ausstattung aus Gold, Lapislazuli oder Purpur. Mit der Ausstellung Text & Spirit werden die Handschriften in ihrer christlichen Erleuchtungsästhetik aus Schrift, Malerei sowie kostbarem Materialaufwand aus Pergament und Gold im Original vorgestellt. Begleitende Fragestellungen zu Alltagsritualen, Wertmaßstäben, Mode, Kunst, Restaurierung oder Religion setzen eine Auseinandersetzung mit diesen Buchwerken und ihrer Epoche frei. Die Handschriften wurden in Gänze gescannt, mit dem Ziel, sie in Gestalt von Büchern und Buchfragmenten (cuttings) auf einer digitalen Museumsplattform öffentlich verfügbar zu machen. Die Ausstellung ist für eine spätere selbständige Beschäftigung mit dem Thema entlang der Digitalisate mit begleitenden Videointerviews und vertiefendem Literaturangebot angelegt. Sie ist der Anlass, diesen wichtigen Museumsbestand der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und zum Forschen zu übergeben.
Jerusalem imaginiert – die ideale Stadt im Text und in mittelalterlicher Miniatur
Veit Dinkelaker, Diplomtheologe, Pfarrer und Leiter des Bibelhaus ErlebnisMuseums und Francesco Colli führen durch das Bibelhaus ErlebnisMuseum und die Ausstellung Text & Spirit. Erleuchtungsgrafik. Mittelalterliche Handschriften zwischen Alltagspraxis, Luxus und Glaube.
Ohne Anmeldung. Im Eintrittspreis inbegriffen.
Bild: LM 48, Stundenbuch © Museum Angewandte Kunst, Text von der Website des Museums Angewandte Kunst
Veranstaltungen am Historischen Seminar
Offen zugängliches Programm:
10-13h Uhr: Führung "Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-HausVonDr. Veronika Duma, als Teil des PS/ES Holocaust, offen, mit Anmeldung.
10-14 Uhr: Exkursion "Medienwechsel. Geschichtswissenschaftliche Arbeit an visuellen Medien" (Städel Museum und Historisches Museum)
Von Prof. Dr. Bernhard Jussen, als Teil von VL + SEM, offen, Anmeldung.
14-16 Uhr: Student. Workshop "KI und Quellenkritik. (Wie) Verändert sich geschichtswissenschaftliches Arbeiten?"
Von Sandra Berns und Peer Groß, im IG 4.401, offen.
16-20 Uhr: Workshop "Mittelalter im Film: Vorstellungen und Konstrukte des Ritterlichen"
Von Dr. Peter Gorzolla, als Teil des PS/ES Mittelalter, im SH 1.109, offen.
Link für mehr Informationen und vollständiges Programm der Studienwoche
Veranstaltungen am Historischen Seminar
Offen zugängliches Programm:
15 Uhr: Ein Besuch bei den jüdischen und christlichen vormodernen Handschriften der UB FrankfurtVon Prof. Dr. Sita Steckel, offen, aber begrenzte Plätze: Teilnahme nach Voranmeldung
16-18 Uhr: Vortrag m. Diskussion: "Hitler im Urlaub? Die Erinnerungsarbeit der Dokumentation Obersalzberg zwischen Geschichte und Tourismus"Von Sven Keller (Berchtesgarden), Als Teil des Forschungskolloquiums von Cornelißen/ Fahrmeir, im IG 0.251, offen.
Link für mehr Informationen und vollständiges Programm der Studienwoche
Vortrag im Historischen Museum Frankfurt
Unter den umfangreichen Kunstsammlungen, die Johann Wolfgang von Goethe in seinem Leben zusammentrug, befinden sich auch rund 4.000 Münzen und Medaillen. Eine Auswahl dieser Münzen zeigt das Münzkabinett Winterhut ab dem 18. Juni in der Ausstellung „Münzbelustigungen – Goethes Reise nach Winterthur“ und zeigt eine Auswahl dieser Münzen.Der Direktor des Münzkabinetts, Dr. Gunnar Dumke, präsentiert beim Vortrag im Historischen Museum Frankfurt auch die persönlichen Vorlieben Goethes bei seiner Sammeltätigkeit.
Vortragsreihe der Frankfurter Numismatischen Gesellschaft: Vortrag von Dr. Gunnar Dumke, Münzkabinett Winterthur
Eintritt frei. Ohne Anmeldung
Ort: Roter Seminarraum, 2. Ebene
Finissage in der Paulskirche
In Kooperation mit dem Frankfurter Arbeitskreis Queere Stadtgeschichte zeigt das Historische Museum Frankfurt (HMF) die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld in der Paulskirche.
Die Ausstellung wird von Dienstag, 3., bis Donnerstag, 19. Juni, täglich von 10 bis 17 Uhr in der Wandelhalle der Paulskirche zu sehen sein. Der Eintritt ist frei.
Die Wanderausstellung „gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945“ zeigt die vielfältigen und ambivalenten Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit des Nationalsozialismus von 1933 bis 1945. Beim Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar 2023 im Deutschen Bundestag standen erstmals die queeren Opfer im Fokus. Die historisch-dokumentarische Ausstellung knüpft an dieses wichtige erinnerungspolitische Signal an und macht das Thema der Ausgrenzung und Verfolgung queerer Menschen nun einem breiten Publikum zugänglich. Die Lebensgeschichten queerer Menschen in der Zeit von 1933 bis 1945 werden in der Ausstellung anhand von Dokumenten, Grafiken, Fotografien und Zitaten nachgezeichnet; darunter wird auch bislang unveröffentlichtes Material zu sehen sein.
Besucherinnen und Besucher finden in der Ausstellung fünf Themeninseln:
Bild: Porträt von Hertha Wind, von der Website des Historischen Museums Frankfurt
Im Historischen Museum Frankfurt
History Slam 2.0
Als Gast im Publikum oder als Vortragende*r: historiae faveo, der Förderverein Geschichtswissenschaften an der Goethe-Universität, lädt Sie herzlich ein zum zweiten History Slam im Sonnemann-Saal des Historischen Museums Frankfurt!
Vortrag im Hessischen Landesarchiv in Wiesbaden
Ausgewählte Stücke aus dem Nachlass der Familie Stengel, die im 19. Jahrhundert als Zaubererdynastie weithin bekannt war, werden nun ab 13. Juni bis Ende Juni 2025 im Foyer des Hauptstaatsarchivs Wiesbaden in einer Vitrine präsentiert – darunter auch der Zauberstab von Emma Stengel.
Im Rahmen eines Vortrags skizziert die Archivarin Dr. Carina Schmidt die Geschichte von Emma Stengel und ihrer Familie anhand von Unterlagen, die im Hauptstaatsarchiv Wiesbaden in Bestand 1142 überliefert sind. Dieser enthält neben persönlichen Dokumenten Fotos von Familienmitgliedern sowie Materialien zu den Auftritten als Zauberkünstler, die ausgewertet und in Auszügen gezeigt werden.
Zugleich steht der Bestand exemplarisch für eine Vielzahl interessanter Nachlässe, auch von prominenten Persönlichkeiten, die im Hauptstaatsarchiv zur Verfügung stehen. Die Referentin wird über die Geschichte der Familie Stengel hinaus einen kurzen Überblick geben über vorhandene Nachlässe und die Möglichkeiten der Nutzung. Zum Abschluss gibt es Gelegenheit, Fragen zum Arbeiten im Archiv und zur Quellenrecherche zu stellen.
Für die Teilnahme am Vortrag bitten wir um Anmeldung. Kontakt: viola.trinh@hla.hessen.de
Bild: Die Zauberkünstlerin Emma Stengel (HHStAW, 1142, 12). Von der Website des Hessischen Landesarchivs
Kolloquium in der Goethe Universität
Einblicke in die Arbeit eines Berufsverbandes für Historiker*innen und ein mikrohistorisches Forschungsprojekt um die Frage: Was wollte Papst Paul V. von Ludolf Klencke
Ein Vortrag von Marie v. Lüneburg (Frankfurt am Main)
Sitzung im Rahmen des Human-Diversity-Workshops
Das Kolloquium findet dienstags vom 22. April 2025 bis 22. Juli 2025 zwischen 18:15-19:45 Uhr im IG-Farben-Haus am Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main im Raum IG 3.401 statt. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, teilzunehmen und mitzudiskutieren.
Vortrag in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Janne van der Loop (Mainz)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei! Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.254
Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.254
Zwei Vorträge in der Goethe Universität
Der Darmstädter Einsatzgruppenprozess 1967/68
Mit dem Verfahren gegen Angehörige des Sonderkommandos 4a der Einsatzgruppe C wurde 1960 ein Verbrechen aufgerollt, dem circa 80.000 Jüdinnen und Juden zum Opfer gefallen waren. Joscha Döpp zeigt die intensive Grundlagenforschung, die vom Darmstädter Landgericht geleistet wurde, und stellt den Prozess in den Kontext anderer Verfahren wegen nationalsozialistischer Gewaltverbrechen in der Bundesrepublik.
Joscha Döpp M.A. ist seit 2024 Doktorand an der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Seine Masterarbeit zum Darmstädter Einsatzgruppenprozess wurde 2024 mit dem Zámečník-Studienpreis des Comité International de Dachau ausgezeichnet. Seine Studie Von Babyn Jar nach Darmstadt. Der SS-Sonderkommandoführer Kuno Callsen vor Gericht ist 2024 im Wallstein Verlag erschienen.
Erich von dem Bach-Zelewski
Mit der Monografie über Erich von dem Bach-Zelewski wird ein NS-Täter in den Blick genommen, der half, den Nationalsozialismus vorzubereiten, und an schlimmsten Verbrechen an der jüdischen Bevölkerung in der Sowjetunion beteiligt war. Seine Taten dokumentierte er in autobiografischen Schriften, die Jan Kreutz neben vielen anderen Quellen in seinem Buch analysiert.
Dr. Jan Kreutz promovierte an der Universität Hamburg. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Seminar für Geschichte und Geschichtsdidaktik der Europa-Universität Flensburg. Seine Studie Erich von dem Bach-Zelewski. Karrieren der Gewalt zwischen Kaiserreich und Bundesrepublik ist 2025 im Wallstein Verlag erschienen.
Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1 Casino-Gebäude, Raum 1.811
Vernissage in der Zentralbibliothek der Goethe Universität
Am 5. April 1916 wurde das Kunstgeschichtliche Seminar der Goethe-Universität, das bereits im April 1915 seinen Lehrbetrieb aufgenommen hatte, mit einem feierlichen Akt in den neuen Räumen des Städelschen Kunstinstituts eröffnet. Die Zeit zwischen den Kriegen war von Euphorie und Tatendrang, aber auch von finanziellen Entbehrungen gekennzeichnet. Entlassungen, die durch das NS-Regime vorgenommen wurden, hätten beinahe zur Schließung des Instituts geführt. Eine Herausforderung bedeuteten die durch Kriegsschäden entstandenen Verluste innerhalb der Lehrmittelsammlung. Die unmittelbare Nachkriegszeit war daher stark von den Bemühungen um den (Neu-)Aufbau des kunstwissenschaftlichen Apparats geprägt.
Einige Artefakte haben die Zeiten überdauert. Bücher, Mappenwerke, Glasdias und Fotografien, aber auch handschriftliche Aufzeichnungen und technische Apparate geben heute Aufschluss über die Anfänge der Kunstgeschichte in Frankfurt. Die Ausstellung zeigt eine exemplarische Auswahl von Objekten, an denen sich der Geschichte des Instituts nachspüren lässt, wobei auch grundsätzliche Aspekte der wissenschaftlichen Arbeit, ihrer historischen Entwicklung und aktuellen Perspektiven dargestellt werden. Verändert haben sich die Werkzeuge und mit ihnen auch die Methoden und Vorgehensweisen. Ihre Genese wird ebenfalls nachgezeichnet.
Ausstellungszeitraum:
Vom 27. Juni 2025 bis 31. August 2025
Dienstag bis Freitag 13:00-20:00 Uhr, Samstag und Sonntag 10:30-18:00 Uhr, montags geschlossen
Der Eintritt ist frei!
Wissenschaftliche Tagung an der Goethe Universität
Human Diversity and Early Modern Religious Life: (Im)perfection and (Im)purity
In der Frühen Neuzeit war die religiöse Praxis geprägt von dem paradoxen Nexus zwischen dem Anspruch auf Universalität und dem Prinzip der Auserwähltheit. Universalität musste mit den jeweiligen Umständen des sozialen Lebens in Einklang gebracht werden. In der korporativen Gesellschaft der Frühen Neuzeit spielte die soziale Positionierung eine wichtige Rolle; die Verflechtung von sozialem Status und Heilsversprechen konnte zur Verfestigung sozialer Ungleichheiten führen, aber auch soziale Mobilität ermöglichen. In diesem allgemeinen Rahmen mussten sehr konkrete und praktische Fragen geklärt werden, Fragen, die darüber entschieden, wer zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft gehörte, welche Position den Mitgliedern der Gesellschaft zukam und wer eine privilegierte Beziehung zum Göttlichen hatte. Sie waren von zentraler Bedeutung im Zusammenhang mit Missionen, imperialen Expansionen und ganz allgemein in der Konfrontation konkurrierender Religionsgemeinschaften. Aber wie genau wurden diese Entscheidungen getroffen und inwieweit spielten körperliche Unterschiede eine Rolle?
Eintritt frei, für alle offen und online Teilnahme möglich aber um Anmeldung vor dem 24. Juni unter ifra@institutfrancais.de wird gebeten.
Wissenschaftliche Tagung an der Goethe Universität
Human Diversity and Early Modern Religious Life: (Im)perfection and (Im)purity
In der Frühen Neuzeit war die religiöse Praxis geprägt von dem paradoxen Nexus zwischen dem Anspruch auf Universalität und dem Prinzip der Auserwähltheit. Universalität musste mit den jeweiligen Umständen des sozialen Lebens in Einklang gebracht werden. In der korporativen Gesellschaft der Frühen Neuzeit spielte die soziale Positionierung eine wichtige Rolle; die Verflechtung von sozialem Status und Heilsversprechen konnte zur Verfestigung sozialer Ungleichheiten führen, aber auch soziale Mobilität ermöglichen. In diesem allgemeinen Rahmen mussten sehr konkrete und praktische Fragen geklärt werden, Fragen, die darüber entschieden, wer zu einer bestimmten Religionsgemeinschaft gehörte, welche Position den Mitgliedern der Gesellschaft zukam und wer eine privilegierte Beziehung zum Göttlichen hatte. Sie waren von zentraler Bedeutung im Zusammenhang mit Missionen, imperialen Expansionen und ganz allgemein in der Konfrontation konkurrierender Religionsgemeinschaften. Aber wie genau wurden diese Entscheidungen getroffen und inwieweit spielten körperliche Unterschiede eine Rolle?
Eintritt frei, für alle offen und online Teilnahme möglich aber um Anmeldung vor dem 24. Juni unter ifra@institutfrancais.de wird gebeten.
Tagung im Deutschen Romantik Museum
Georg Christoph Lichtenberg gehört der Väter-Generation der Frühromantiker an und war ein erbitterter Verächter ihrer Vorläuferbewegung Sturm und Drang. Aber alle Romantiker kannten ihn, die älteren sogar persönlich, wie Wackenroder und Tieck. Die Brüder Schlegel schätzten ihn zumeist. Die Naturphilosophen Ritter und Schelling ließen sich von seinen Ideen „elektrisieren“, die romantische Naturwissenschaft (Arnim, beide Brüder Humboldt) fanden bei ihm Anregungen, auch im Widerspruch. Die Zeitgenossen Jean Paul, Klingemann, Hoffmann, Heine und nachher Mörike und Schopenhauer nahmen Anregungen von ihm auf, erkannten sich in ihm wieder, zitierten ihn sprichwörtlich, rieben sich an ihm. Und die postume Publikation seiner ‚Sudelbücher' 1800/01, von Schleiermacher begeistert rezensiert, bestätigte trefflich Schlegels romantisches Postulat der Aufbrechung des Dichtungsbegriffs im Athenäum-Fragment 116. Möglichst viele dieser Perspektiven auf Bildende Kunst, Literatur, Philosophie und Naturkunde werden von Romantik Expertinnen und -Experten in ihren Vorträgen zu wechselseitiger Erhellung einer komplizierten Beziehung eröffnet. Alle Vorträge sind öffentlich. Im Anschluss an die Vorträge gibt es Gelegenheit zur Diskussion.
Mit freundlicher Unterstützung von der Stadt Ober-Ramstadt und der Wissenschaftsstadt Darmstadt Eine Veranstaltung der Lichtenberg-Gesellschaft e. V. in Kooperation mit dem Freien Deutschen Hochstift
Anmeldungen erbeten bis zum 10. Juni 2025
Finissage im Frauen Museum Wiesbaden
Nur noch bis Sonntag, 29. Juni 2025 ist unsere Jubiläumsausstellung faszinierend • mutig • wirkungsvoll zu entdecken und damit 40 Objekte aus 40 Jahren Sammlungstätigkeit, die Geschichte und Geschichten aus dem frauen museum wiesbaden und weit darüber hinaus erzählen! Zur Finissage findet am Sonntag um 15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung statt, im Anschluss freuen wir uns darauf, die Ausstellung mit einem gut gefüllten Glas zu verabschieden.
Die aktuelle Einzelausstellung Blaue Stunde von Richild Holt sowie die historische Schau Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus sind nur noch bis zum 3. Juli 2025 geöffnet. Zur Finissage findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellungen statt. Wir freuen uns ganz besonders, dass die Künstlerin Richild Holt zur Finissage nach Wiesbaden anreisen wird.
Stadtrundgang in Frankfurt
"Eine Stadt macht mit“ – so betitelte vor wenigen Jahren das Historische Museum eine ihrer Ausstellungen. In der Tat profitieren viele vom NS-Regime, während andere verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden. Es gab auch diejenigen, die versucht haben, gegen die NS-Diktatur zu arbeiten und Widerstand geleistet haben. Der Rundgang begibt sich auf die Spuren einiger dieser Widerstandskämpfer:innen.
Kooperation: Studienkreis dt. Widerstand 1933-1945 Die Teilnahme ist kostenlos.
Den gemeinsamen Treffpunkt erhaltet ihr kurz vor dem jeweiligen Stadtrundgang per E-Mail. Alle Informationen sowie das Formular zur Anmeldung findet ihr HIER
Kolloquium in der Goete Universität
Ein Vortrag von Emily Levine (Stanford, California)
Probleme der Geschichte des 19. und 20. JahrhundertsForschungskolloquium der Lehrstühle für Neuere und Neueste Geschichte im Sommersemester 2025
Von Prof. Dr. Christoph Cornelißen und Prof. Dr. Andreas Fahrmeir, Montags, 18.00-20.00 Uhr c. t. in Raum NG 731
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Christian Oertel (Halle)
Im Frankfurter kulturwissenschaftlichen Forschungskolloquium zu vormodernen Gesellschaften 400-1600 werden aktuelle Problemstellungen mit auswärtigen Gästen diskutiert. Das Kolloquium steht allen Interessierten offen – bitte melden Sie sich entweder über das OLAT an oder kommen Sie einfach vorbei! Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.254
Ort: IG-Farbenhaus, IG 0.254
Kuratorinnenführung im Museum Angewandte Kunst
100 Jahre Das Neue Frankfurt
Im Jahr 2025 feiert das Neue Frankfurt seinen 100. Geburtstag. Dies nimmt das Museum Angewandte Kunst als Anlass, jener Gestaltungsmoderne am Main aus den 1920er-Jahren nicht nur zahlreiche Ausstellungen auszurichten, sondern mit ihren vielfältigen Themenbereichen als Grundstein für das kulturelle Großprojekt World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026 die Gegenwart und Zukunft des Gestaltens unserer Gesellschaften zu befragen.
Wenn von einer Gestaltungsmoderne am Main die Rede ist, dann meint das jenen politischen, gesellschaftlichen und gestalterischen Umbruch nach dem Ersten Weltkrieg, für den der 1924 zum Frankfurter Oberbürgermeister gewählte Ludwig Landmann ein Jahr später den programmatischen Begriff Das Neue Frankfurt prägte. Zu diesem Neuen Frankfurt gehörte nicht nur ein Städte- und Wohnungsbauprogramm, sondern der universale Anspruch im Produkt-, Mode-, Interieur-, Industrie- und Kommunikationsdesign, in den angewandten und freien Künsten mit neuen Formen alle Bereiche des menschlichen Lebens zu erfassen und im Verbund mit einer forcierten Industrialisierung eine neue urbane Gesellschaft zu formen. Aus ihrer Gegenwart als Erfahrungsraum, und weniger aus der Vergangenheit, leiteten die Protagonistinnen und Protagonisten des Neuen Frankfurt das für die Moderne am Main so Spezifische ab: Gestaltung und soziales Engagement als Einheit. Ihnen ging es nicht um eine dogmatische Festlegung von Gestaltungsprinzipien, sondern vielmehr um die jeweils überzeugende Lösung, welche allein am jeweiligen Bedarf ausgerichtet ist.
Kuratorinnenführung mit Grit Weber
Vortrag in der Goethe Universität
Es gab nach 1945 nicht weniger Antisemitismus und Rassismus, nicht weniger Hass auf Homosexuelle als während des Nationalsozialismus, sondern wahrscheinlich sogar mehr. Stefanie Schüler-Springorum schildert in ihrem neuen Buch die Erfahrungen von überlebenden Juden sowie Sinti und Roma, von ehemaligen Zwangsarbeitern und Homosexuellen im westlichen Teil Deutschlands in den ersten Nachkriegsjahrzehnten. Das gängige Bild von der gelungenen Demokratisierung der Bundesrepublik bekommt durch diese Geschichten einen Riss. Die Erfahrungen der ehemals Verfolgten zeigen, dass der Hass und die Ressentiments gegen sie nicht einfach verschwanden, sie waren tief im Denken der Menschen verankert und sind es zum Teil bis heute.
Prof. Dr. Stefanie Schüler-Springorum ist Historikerin und seit 2011 Leiterin des Zentrums für Antisemitismusforschung an der Technischen Universität Berlin sowie Sprecherin des FGZ-Standorts Berlin.
Prof. Dr. Dr. Michel Friedman ist Jurist und Philosoph und seit 2016 Honorarprofessor für Immobilien- und Medienrecht an der Frankfurt University of Applied Sciences.
Ort: Campus Westend, Casino-Gebäude, Raum 1.811
Lichtbildvortrag im Porzellan Museum Höchst
Wiederentdeckte Fotografien aus der Sammlung Alfred G. Wagner Laurenz Hader, Kai Praum und Frank Mayer zeigen einen Blick auf ein spannendes Höchst in der Zeit des Wirtschaftswachstums. Die Fotografien stammen von Alfred G. Wagner, der ein besonderes Gespür für den damaligen Alltag und die Menschen hatte. So zeigen die Bilder nicht nur ein Höchst, das viele nicht mehr kennen, sondern geben auch einen Einblick in beispielsweise die Mode der 60er.
Die Veranstaltung wird mitorganisiert vom Verein für Geschichte und Altertumskunde e.V. Frankfurt-Höchst.
Eintritt frei
Ort: Porzellan Museum im Kronberger Haus Höchst Bolongarostraße 152
Buchvorstellung im Jüdischen Museum Frankfurt
Auch nachdem die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernommen hatten, übten Jüdinnen und Juden weiterhin ihren fotografischen Beruf aus oder gingen ihrer fotografischen Leidenschaft nach. Sie machten Bilder von Badeurlauben und Theateraufführungen, von der Arbeit und den Kindern, von Landschaften und vom Sport. Sie ließen die Aufnahmen abziehen, tauschten Bilder mit Verwandten und Bekannten aus, sie legten Alben an. Das im Januar 2025 erschienene Buch „Still Lives“ ist die erste Studie, die diese Bildbestände umfassend untersucht. Der Historiker Prof. Ofer Ashkenazi, die Historikerin Prof. Rebekka Grossmann, die Literaturwissenschaftlerin Shira Miron und die Judaistin Dr. Sarah Wobick-Segev gehen darin der Frage nach, wie diese Fotografien die Veränderungen der Lebensbedingungen der jüdischen Bevölkerung im Deutschland dieser Jahre reflektieren. An diesem Abend stellen sie ihr Buch im Gespräch mit Dr. Friedrich Tietjen vor, dem Leiter von Fotosammlung, Bibliothek & Archiv des Jüdischen Museums Frankfurt.
Karten erhalten Sie unter juedischesmuseum.de/tickets; ggf. sind Restkarten an der Museumskasse erhältlich. Eintritt 10 €, ermäßigt 5 €.
Ort: Bibliothek im Jüdischen Museum, Bertha-Pappenheim-Platz 1
Finissage im Frauen Museum Wiesbaden
Die Finissage
Die aktuelle Einzelausstellung Blaue Stunde von Richild Holt sowie die historische Schau Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus sind nur noch bis zum 3. Juli 2025 geöffnet. Zur Finissage findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellungen statt. Wir freuen uns ganz besonders, dass die Künstlerin Richild Holt zur Finissage nach Wiesbaden anreisen wird.
Zur Ausstellung
Die historische Ausstellung Margot und die anderen – Zwangssterilisation im Nationalsozialismus nimmt die grausame Praxis der Zwangssterilisationen an Menschen, die nicht in das rassistische, menschenfeindliche System des NS-Regimes passten, in den Blick, und schreibt eine lokale Geschichte Wiesbadens, die bisher kaum beachtet wurde – die Geschichte der sogenannten Rheinland-Kinder, die auf mündlichen Befehl in „Geheimer Reichssache“ sterilisiert wurden, nur, weil sie anders aussahen, weil sie die „falschen“ Väter hatten, weil sie nicht „deutsch“ genug waren. Die Ausstellung legt dabei einen besonderen Fokus darauf, die individuellen Geschichten der Wiesbadener Kinder zu schreiben und gleichzeitig das Thema Zwangssterilisierung in der NS-Unrechtsgesetzgebung zu beleuchten. Nicht zuletzt wird durch das Ausstellungsprojekt die Frage gestellt, was es bedeutet, hier und heute zu leben und welche Verantwortung wir alle für dieses „Hier“ und „Jetzt“ tragen.
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Dr. Monica Hellström (Lund)
Das Colloquium Classicum, eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Abteilungen für Klassische Archäologie und Alte Geschichte und des Instituts für Klassische Philologie, führt fortgeschrittene und interessierte Studierende sowie Forscher(innen) an altertumswissenschaftliche Forschungskontroversen heran. Dies geschieht durch Vorträge von Wissenschaftlern mit anschließender Diskussion sowie durch vorbereitende Sitzungen, in denen durch gemeinsame Lektüre und Diskussion ausgesuchter antiker und moderner Texte die behandelten Probleme kontextualisiert und dimensioniert werden. Tischvorlagen werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.
Kolloquium in der Goethe Universität
Ein Vortrag von Dr. Monica Hellström (Lund)
Das Colloquium Classicum, eine gemeinsame Lehrveranstaltung der Abteilungen für Klassische Archäologie und Alte Geschichte und des Instituts für Klassische Philologie, führt fortgeschrittene und interessierte Studierende sowie Forscher(innen) an altertumswissenschaftliche Forschungskontroversen heran. Dies geschieht durch Vorträge von Wissenschaftlern mit anschließender Diskussion sowie durch vorbereitende Sitzungen, in denen durch gemeinsame Lektüre und Diskussion ausgesuchter antiker und moderner Texte die behandelten Probleme kontextualisiert und dimensioniert werden. Tischvorlagen werden rechtzeitig zur Verfügung gestellt.Keine Einträge gefunden