Studienwoche 2025

Das Historische Seminar führt auch in diesem Sommer eine "Studienwoche" durch. Sie findet in der Fronleichnamswoche statt, also von Montag, 16. Juni, bis Freitag, 20. Juni 2025.

In dieser Woche können die Lehrenden des Historischen Seminars ihre regulären Veranstaltungssitzungen "ausfallen" lassen: Diese können entweder durch freie Lesezeit ersetzt werden oder aber in einer Weise, in der die entfallene Arbeitszeit durch besondere Lektüre-, Recherche- oder Schreibaufgaben oder eine Tagesexkursion kompenisert wird. Die Ersatzangebote können dabei (je nach Entscheidung der Lehrenden) freiwillig oder verpflichtend sein - und es ist selbstverständlich gern gesehen, wenn interessante Angebote auch für Studierende außerhalb der jeweiligen Lehrveranstaltung geöffnet werden.

​Übersicht der gemeldeten Angebote

Forschungs-KO

Lehrende*rVeranstaltungAktivitätDetails
Di 17.6.
BawanypeckPS/ES WissenschaftsgeschichteExkursion zum Kloster LorschDi 18.6. ab 10h, intern (Restplätze verfügbar)
DumaPS/ES HolocaustFührung "Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus" - mehr...Di 17.6. 10-13h, offen, Anmeldung
JussenVL + SEMExkursion "Medienwechsel. Geschichtswissenschaftliche Arbeit an visuellen Medien" (Städel Museum und Historisches Museum) - mehr...Di 17.6. 10-14h, offen, Anmeldung
SteinbacherSEM Täter, Verfolgte, DritteFührung durch das Archiv des Fritz Bauer Instituts
Di 17.6. 12-14h, intern
FreimüllerSEM BuchenwaldFührung durch das Archiv des Fritz Bauer InstitutsDi 17.6. 14-16h, intern
Berns/Groß---Student. Workshop "KI und Quellenkritik. (Wie) Verändert sich geschichtswissenschaftliches Arbeiten?" - mehr...Di 17.6. 14-16h, IG 4.401, offen
GorzollaPS/ES MittelalterWorkshop "Mittelalter im Film: Vorstellungen und Konstrukte des Ritterlichen" - mehr...Di 17.6. 16-20h, SH 1.109, offen
Wiegand---"Alumni/ae"- und Master-TreffenDi 17.6. ab 16h
Mi 18.6.



Steckel---Ein Besuch bei den jüdischen und christlichen vormodernen Handschriften der UB Frankfurt; begrenzte Plätze: Teilnahme nach VoranmeldungMi 18.6. 13-15h, offen, Anmeldung
Cornelißen/ FahrmeirForschungs-KOVortrag m. Diskussion: "Hitler im Urlaub? Die Erinnerungsarbeit der Dokumentation Obersalzberg zwischen Geschichte und Tourismus" (Sven Keller, Berchtesgarden)Mi 18.6. 16-18h, IG 0.251, offen
mehrtägig
BadeaUE/AS Geschichte ausstellenExkursion zur Auseinandersetzung mit Ausstellungskonzepten zum Bauernkrieg (in Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt)Di-Do 17.-19.6., intern
Di 24.6.
historiae faveo---History Slam 2.0 - mehr...Di 24.6. 18h, HMF, offen

Dr. Veronika Duma: Führung (Di 10-13h)

Norbert Wollheim Memorial und IG Farben-Haus

igf-front_742

Die Führung greift die Geschichte des IG Farben-Hauses von seiner Entstehung als Zentrale des einst größten Chemiekonzerns der Welt bis zu seiner heutigen Funktion als Hauptgebäude der Goethe-Universität auf. Neben der Konzerngeschichte der IG-Farben und ihrer Verflechtung mit der nationalsozialistischen Verfolgungs- und Vernichtungspolitik stehen vor allem die vom Konzern im KZ Buna-Monowitz (Auschwitz III) ausgebeuteten Zwangsarbeiter und ihre Biografien im Fokus. 

Mit dem im November 2008 eröffneten Norbert Wollheim Memorial, das sich auf dem Gelände vor dem IG Farben-Haus befindet, wurde für sie ein Erinnerungsort geschaffen, dessen Konzeption und Intention ebenfalls thematisiert werden.

Prof. Dr. Bernhard Jussen: Exkursion (Di 10-14h)

Medienwechsel. Geschichtswissenschaftliche Arbeit an visuellen Medien. Eine Erkundung im Städelmuseum und im Historischen Museum Frankfurt

Foto: Städel Museum

Gesellschaften kommunizieren in allen Medien unterschiedlich. Dabei geht es nicht um „Bild“ gegen „Text“. Es geht darum, dass Diskurse medienspezifisch sind. Visuelle Diskurse funktionieren im Medium Siegel anders als im Medium Gemälde, textuelle im Medium Roman anders als in Reisebericht oder Chronik. 

Die spezifische Medialität des Gemäldes vom „Mittelalter“ bis zur „Frühen Neuzeit“ soll bei der Exkursion in den Blick genommen werden. Inwiefern kommunizieren die Gemälde (in den Museumsräumen der „Alten Meister“ im Städel) in einer Weise, die die Geschichtswissenschaft interessieren sollte?

Termin: Di 17.6. von 10:00 – ca. 14:00 Uhr
Treffpunkt: Eingang Städel Museum, Schaumainkai 63 (pünktlich!).
Anmeldung: Die Gruppe muss angemeldet werden und gemeinsam ins Museum gehen.
Voranmeldung der Teilnehmenden ist nötig (jussen@em.uni-frankfurt.de)

​Sandra Berns, Peer Groß: Workshop (Di 14-16h)

KI und Quellenkritik: (Wie) Verändert sich geschichtswissenschaftliches Arbeiten?

Seit der Veröffentlichung von KI-Tools wie ChatGPT befindet sich die Hochschullandschaft in einer Umbruchsphase, die besonders die Studiengänge beschäftigt, die sich vornehmlich mit Texten auseinandersetzen. Ebenso betrifft es das Geschichtsstudium, das nicht nur Texte analysiert, sondern auch zur Produktion von Texten anregt. Kann KI folglich Historiker*innen ersetzen? SPOILER: Nein!

Der Workshop problematisiert den Einsatz von Large Language Models im Geschichtsstudium, insbesondere bezüglich der kritischen Quellenarbeit, und zeigt auf, warum Historiker*innen gerade in Zeiten von KI wichtiger denn je sind.

Termin: Di, 17.6. von 14:00 – 16:00 Uhr s.t.
Ort: IG 4.401

Die Teilnahme an dem Workshop steht allen offen. Es ist weder Anmeldung notwendig, noch werden Vorkenntnisse erwartet. Wer den kostenfreien KI Chatbot "LobeChat" der Goethe-Universität verwenden möchte, muss sich allerdings vorher mit dem HRZ-Account einloggen und einen Vorbereitungskurs absolvieren. Weitere Informationen finden sich im AI-ToolLab.

Dr. Peter Gorzolla: Workshop (Di 16-20h)

Mittelalter im Film: Vorstellungen und Konstrukte des Ritterlichen

So, wie das mittelalterliche Rittertum ein Konstrukt seiner Zeit ist, konstruieren Moderne und Postmoderne bis auf den heutigen Tag "ihr" Rittertum immer wieder neu. Das wird nirgendwo besser sichtbar als im (Blockbuster-)Kino, stellen hier die "ritterlichen" Charaktere nicht nur Folien für Helden und Bösewichte dar, sondern ebenso Projektionsflächen für Statusprinzipien, Wertvorstellungen oder Männlichkeitskonstrukte.

An der Frage, was einen Ritter (aus)macht, und anhand einiger Ausschnitte aus cineastischen Vorstellungen vom Rittertum werden im Workshop diese zugrundeliegenden Konstrukte erarbeitet.  

Eine Anmeldung oder Vorbereitung auf den Workshop ist nicht nötig. Wer mag, kann sich aber gern im Vorfeld einen oder mehrere der Filme ansehen, aus denen die behandelten Ausschnitte entnommen werden:

Excalibur (1981, Regie: John Boorman, 140 min.) | The 13th Warrior (1999, Regie: John McTiernan & Michael Crichton, 102 min.) | A Knight's Tale (2001, Regie: Brian Helgeland, 132 min.) | Kingdom of Heaven (2005, Regie: Ridley Scott, 144 min., DC 190 min.)

historiae faveo: History Slam (Di 24.6. ab 18h)

History Slam 2.0

Als Gast im Publikum oder als Vortragende*r: historiae faveo, der Förderverein Geschichtswissenschaften an der Goethe-Universität, lädt Sie herzlich ein zum zweiten History Slam im Sonnemann-Saal des Historischen Museums Frankfurt!

Nähere Infos: PDF

Wer selbst mit einer Kurzpräsentation (5 Min.) zum Abend beitragen möchte, meldet sich bitte bis spät. 10. Juni unter Angabe von Name, Titel und ein paar Zeilen zum Inhalt der Präsentation bei Dr. Florian Forster (forster@em.uni-frankfurt.de).