Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit

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Die Abteilung Geschichte der Frühen Neuzeit vertritt in Forschung und Lehre die europäische Geschichte von der Reformation bis in das beginnende 19. Jahrhundert einschließlich der Geschichte der europäischen Expansion und frühen Kolonialisierung. Dies bezieht sich auf die Sozial-, Wirtschafts-, Verfassungs- und Konfessions- ebenso wie auf die Ideengeschichte.


Am Lehrstuhl angesiedelte Drittmittelprojekte

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KFG Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer (POLY)

Die DFG-Kollegforschungsgruppe "Polyzentrik und Pluralität vormoderner Christentümer" (POLY) beschäftigt sich mit den unterschiedlichen Strömungen des Christentums in vorindustrieller Zeit und den Dynamiken und Verflechtungen, die von ihnen ausgehen.

Das Ziel der Kollegforschungsgruppe ist es, die Vielfalt der Christentümer terminologisch wie konzeptionell neu zu fassen und ein Modell für die Zeit von 700 bis 1800 zu entwerfen, das transkonfessionelle Zusammenhänge erschließt, die Handlungsmacht aller Akteur*innen in und neben den Kirchen ernst nimmt und den Beitrag der Christentümer zur globalen Vernetzung deutlicher als bisher herausarbeitet.

Architecturesoforder metaphor

Verwalten, Bauen, Archivieren. Corporate Architecture an der römischen Kurie der Frühen Neuzeit (AO)

Das Teilprojekt des LOEWE-Schwerpunkts "Architekturen des Ordnens: Praktiken und Diskurse zwischen Entwerfen und Wissen" (AO) untersucht am Beispiel der römischen Kurie der Frühen Neuzeit den Zusammenhang zwischen der architektonischen Rahmung staatlicher Herrschaft und ihrer behördlichen Ordnungstätigkeit. Dabei geht das vorliegende Forschungsvorhaben von der Grundannahme aus, dass die architektonische Konfiguration von Verwaltungs- und Gesellschaftsräumen (d. h. städtischen, öffentlichen Räumen, in denen sich das gesellschaftliche Leben entfaltet) und die sich in ihnen herausbildenden Ordnungstätigkeiten und -strukturen in einer sich stets gegenseitig beeinflussenden Beziehung stehen.

Um dem Wechselverhältnis von Verwalten, Bauen und Archivieren sowie etwaigen Ausdifferenzierungsprozessen auf den Grund zu gehen, werden nicht nur ausgewählte Behörden und ihre Archive aus den unterschiedlichen Aufgabenfeldern der geistlich-weltlichen Doppelherrschaft der römischen Kurie analysiert, sondern es wird unter anderem auch anhand einer Untersuchung des Patriarchats von Venedig und seinem Kampf um die eigene Autonomie gegenüber dem Heiligen Stuhl und der Serenissima nach dem Verhältnis zwischen unterschiedlichen Zentren und Peripherien gefragt.