Vortrag und Diskussion im Historischen Museum Frankfurt
In seinem Buch „Das gespaltene Haus - Eine Geschichte der Vereinigten Staaten von 1950 bis heute“ skizziert Prof. Berg die Entwicklungen seit 1950, die die USA an den Rand eines neuen Bürgerkriegs geführt haben. Er beleuchtet, wie ideologische Gräben, soziale Ungleichheiten und institutionelle Schwächen das politische System zerrüttet haben. Er betont die Notwendigkeit, die demokratischen Institutionen zu stärken und den Dialog zwischen den politischen Lagern zu fördern, um einen weiteren Zerfall der Gesellschaft zu verhindern.
Zu der Veranstaltung bitten wir um Anmeldung unter info@freunde-hmf.de.
Der Eintritt ist frei, im Anschluss erbitten die Freunde & Förderer des Historischen Museums Frankfurt eine Spende.
Ort: Historisches Museum Frankfurt, Leopold-Sonnemann-Saal.
Der History Slam besteht aus 5-minütigen Vorträgen von Studierenden und Lehrenden des Historischen Seminars der Goethe Universität. Dabei können alle Geschichten erzählt werden, die bisher zu wenig Raum bekommen gab. Geschichten von Menschen, über die nichts zu wissen ist, einzigartigen Archivfunden, die in Fußnoten verschwinden, oder unbedeutenden Dingen, die trotzdem nachdenklich stimmen.
Wer selbst einen kurzen Vortrag halten möchte kann sich bei dirk.wiegandt@em.uni-frankfurt.de anmelden.
Der History Slam wird zum dritten Mal von Historiae Faveo, den Freunden und Förderern des Historischen Museums und dem Historischen Museum Frankfurt organisiert.
Ort: Historisches Museum Frankfurt
Kolloquium in der Goethe Universität
Corpore fragiliores, virtute mentis gloriosas: Heiligkeitskonstruktionen in den Viten der Radegunde, Monegunde und Genovefa
Ein Vortrag von Maja Gileswski (Hildesheim)
Ort: Campus Westend, IG-Farben-Gebäude, Raum IG 0.454 (Keller)
Dr. Hristomir Hristov (Kustos) Klassische Archäologie/Alter Orient
Ort: Archäologisches Museum Frankfurt
Vortrag in der Goethe Universität
Internationale Reaktionen auf die Vertreibung der Juden 1933–1945
Als nach der NS-Machtübernahme tausende Jüdinnen und Juden zur Emigration aus Deutschland gedrängt wurden, hatte dies weitreichende Folgen für die internationale Staatengemeinschaft. Hilfsbereitschaft und zivilgesellschaftliche Initiativen zur Unterstützung der Geflüchteten in den Nachbarstaaten Deutschlands wichen schon bald einer »Das-Boot-ist-voll«-Stimmung. Abschreckungsmaßnahmen wie die Verschärfung von Grenzkontrollen, die Unterbringung in Lagern oder heimliche Abschiebungen über grüne Grenzen trugen dazu bei, die Flüchtlinge in eine Sphäre der Rechtlosigkeit abzudrängen. Sie bestiegen seeuntüchtige Boote, um der Verfolgung zu entkommen, mussten Fluchthelfer bezahlen und zunehmend illegale Wege gehen, um sich in Sicherheit zu bringen. Mit jedem deutschen Expansionsschritt stieg die Zahl derer, die sich vor der Verfolgung und letztlich der Ermordung zu retten suchten.
Thema des Vortrags sind die Reaktionen der Zufluchtsstaaten auf die Fluchtbewegung und ihre Auswirkungen auf die Geflüchteten sowie die internationalen Bemühungen um eine »Lösung« der Krise. Dabei wird auch die Rolle der meist wenig beachteten jüdischen Hilfsorganisationen in den Blick genommen.
PD Dr. Susanne Heim ist Historikerin und Politikwissenschaftlerin. Von 2005 bis 2020 war sie Projektkoordinatorin der 16-bändigen Quellenedition Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945, publiziert bei De Gruyter Oldenbourg. Ihr Buch Die Abschottung der Welt. Als Juden vor verschlossenen Grenzen standen. 1933–1945 ist im Februar 2026 im Verlag C.H.Beck, München erschienen.
Ort: Campus Westend, Norbert-Wollheim-Platz 1 Casino-Gebäude, Raum 1.801