Dr. Julia
Bühner
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
E-Mail-Adresse
J.Buehner@em.uni-frankfurt.de
Dienstzimmer
Campus Westend
Norbert-Wollheim-Platz 1
(IG-Farben-Haus)
Vierter Stock, Q4, 4.413
Postanschrift
Dr. Julia Bühner
Goethe-Universität, Historisches Seminar
Norbert-Wollheim-Platz 1
60323 Frankfurt am Main
Kurzbiographie
11/2025-01/2026
Fellow am Center for Advanced Studies der Universität München in der Forschungsgruppe „Femizid“ von Julia Burkhardt
seit 2024
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich mittelalterliche Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt
12/2022
Abschluss des Promotionsverfahrens an der Universität Münster mit der Dissertation „Neue Welten. Eine andere Völkerrechtsgeschichte der Eroberung der Kanarischen Inseln (1402-1496)"
2018-2022
Promotionsstipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes
2018-2023
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bereich mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster
2011-2017
Studium der Fächer Geschichte und Germanistik an der Universität Münster
Videoporträt des Projekts
Ausgezeichnet mit dem Promotions-preis des Fachbereichs Geschichte/Philosophie der Universität Münster, einer Sonderauszeichnung im Rah-men des Förderpreises der Stadt Münster, dem Dissertationspreis der AG Internationale Geschichte im Verband der Historiker und His-torikerinnen Deutschlands, dem Johannes Zilkens-Promotionspreis der Studienstiftung des deutschen Volkes und dem Dissertationspreis des Mediävistikverbandes.
Neuerscheinung
Bereits 200 Jahre vor der „Entdeckung“ Amerikas durch Kolumbus 1492 erkundeten Europäer die Gewässer Neuer Welten – auch die der Kanarischen Inseln, ein Archipel vor der Westküste Afrikas, der von verschiedenen indigenen Völkern bewohnt war. Mit dem Fokus auf die Eroberung der Kanaren, die im Verlauf des 15. Jahrhunderts von Franzosen, Portugiesen und Spaniern unterworfen wurden, fügt die Studie der Völkerrechtsgeschichte ein Kapitel hinzu und geht dabei neue Wege: Sie versteht die Eroberung als Begegnung von Rechts- und Normativitätsvorstellungen, stellt den Beitrag der indigenen Kanarier zur Entwicklung des modernen Völkerrechts heraus und eröffnet einen neuen Blickwinkel auf die völkerrechtlichen Errungenschaften der Schule von Salamanca.
Forschungsinteressen
Organisation wissenschaftlicher Veranstaltungen
2025
325. Hessisch/Mittelrheinisches Kolloquium (NF 33) des Konstanzer Arbeitskreises für Mittelalterliche Gescchichte e. V., gemeinsam mit Prof. Dr. Sita Steckel
2024
Organisation des Frankfurter Forschungskolloquiums "Europa Entangled (400-1600)" von Prof. Dr. Sita Steckel, Prof. Dr. Bernhard Jussen und PD Dr. Volker Scior im WS 24/25
Frankfurter Workshop im Rahmen der Reihe "The (Ab)use of the Medieval Past. Extremistische und nationalistische Mittelalter-Nutzung", gemeinsam mit Prof. Dr. Sita Steckel
2021
Forschung for Future. Ein Kolloquium von Promovierenden für Promovierende, gemeinsam mit Anne Kluger
2020
Durham-Münster Workshop für Promovierende der Universitäten Münster und Durham (UK), gemeinsam mit Helen Roche und Jacob Wiebel, digital
2019
Durham-Münster Workshop für Promovierende der Universitäten Münster und Durham (UK), WWU Münster
Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2026
Neue Perspektiven auf die Atlantische Expansion oder: Wer war eigentlich Jean de Béthencourt?
Die „Entdeckung“ Amerikas 1492 durch Christoph Kolumbus ist eines der bekanntesten Ereignisse der Geschichtswissenschaft. Doch ist es nicht die erste Begegnung von Europäern mit bisher unbekannten Kulturen: Bereits 1402 unterwarfen französische Eroberer unter der Führung Jean de Béthencourts und Gadifer de La Salles die Insel Lanzarote, eine von sieben bewohnten Kanarischen Inseln. Bei dieser Eroberung, die fast ein Jahrhundert dauerte, wurden viele Praktiken erprobt die später auch in den Amerikas angewandt wurden. Doch die Übung wird sich nicht nur mit den Eroberern, sondern vor allem auch mit den Eroberten, der indigenen Bevölkerung des Archipels, ihrer Kultur, ihren Handlungsspielräumen und ihrem Schicksal beschäftigen. Dabei werden sowohl der Umgang mit verschiedenen Quellenarten als auch Schreib- und Lesetechniken geübt.
Kaufleute im Mittelalter zwischen Pleite und Profit
Die Handelsnetzwerke mittelalterlicher Kaufleute umspannten ganz Europa. Einige von ihnen waren so reich, dass Könige und Fürsten sich sogar Geld von ihnen liehen, um ihre Kriege zu finanzieren. Doch wie reich und einflussreich waren die mittelalterlichen Kaufleute wirklich? Wie sah der Alltag eines Kaufmannes aus? Wie entwickelten sie sich zu einer neuen Elite? Wie risiko- und profitreich waren ihre Geschäfte?
Anhand ausgewählter Beispiele aus dem Hanseraum wird sich die Übung mit diesen Fragen beschäftigen. Dabei werden der Umgang mit mittelalterlichen Quellen aus dem niederdeutschen Raum sowie Schreib- und Lesetechniken geübt.
Wintersemester 2023/2024
Übung: Entdecken und entdeckt werden. Globalgeschichtliche Zugänge zur Geschichte des Reisens im Mittelalter
Übung: Soziale Fragen im Mittelalter
Sommersemester 2023
Masterseminar zusammen mit Prof. Dr. Martin Kintzinger: Das mittelalterliche Europa in der globalen Welt. Andere Perspektiven auf die Expansionsgeschichte
Wintersemester 2022/2023
Proseminar: Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte: War Karl der Große wirklich der „Größte“? Perspektiven auf den bekanntesten Herrscher des Mittelalters
Übung: Der Global Turn und das Mittelalter
Wintersemester 2021/2022
Übung: Menschenfresser und Götzendiener. Die „Wilden“ des Mittelalters zwischen Realität und Imagination
Wintersemester 2020/2021
Übung: Wirtschaft und Gesundheit im Konflikt: Maßnahmen zur Bekämpfung von Epidemien im Mittelalter
Wintersemester 2018/2019
Proseminar: Einführung in das Studium der mittelalterlichen Geschichte: Brüche und Kontinuitäten: Das 15. Jahrhundert als "Herbst des Mittelalters"?
Monographien
Neue Welten. Eine andere Völkerrechtsgeschichte der Eroberung der Kanarischen Inseln (1402-1496) (Studien zur Europäischen Rechtsgeschichte 349), Frankfurt am Main 2025.
Rezensionen und Laudationen:
Ingrid Baumgärtner, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 30/2 (2025), S. 471-472.
Felicitas Schmieder, in: Das Mittelalter. Perspektiven mediävistischer Forschung 30/2 (2025), S. 472-473.
Aufsätze
Die Señores der Kanarischen Inseln. Herrschaft zwischen Fragilitätsinszenierungen und Stabilitätsbestrebungen. Fragile Fürstenherrschaft im spätmittelalterlichen Europa (Vorträge und Forschungen XCIX), hg. v. Klara Hübner und Martin Kintzinger, Ostfildern 2026, S. 381-402.
Geography, Geopolitics, and International Law. Atlantic Expansion in the Late Midde Ages, in: Revista Atlántida 16 (2025), S. 49-60. Zum Artikel
The Conquest of the Canary Islands (1402–1496). An Alternative History of International Law (March 24, 2024). Max Planck Institute for Legal History and Legal Theory Research Paper Series Forthcoming, Available at SSRN: Zum Artikel
Menceyes und Guanartemes: Zur Rolle indigener Eliten bei der Eroberung des Kanarischen Archipels (1402-1496), in: Changes of Monarchical Rule in the Late Middle Ages / Monarchische Herrschaftswechsel des Spätmittelalters. Negotiations - Actors - Ambivalences, hg. v. Sven Jaros, Eric Böhme, Marie Ulrike Jaros, Stefan Magnussen und Wolfgang Huschner (Europa im Mittelalter 44), Berlin/Boston 2024, S. 375-399. Zum Artikel
Añadir un nuevo capítulo a la Historia del Derecho Internacional: La conquista de las Islas Canarias (1402-1496), prácticas y discursos, in: Coloquio de Historia Canario-Americana XXV-037 (2023), S. 1-11. Zum Artikel
Furchtlos vor
der Macht des Schicksals. Die Wiederentdeckung der ‚Insulae Fortunatae'
im Spätmittelalter, in: Eroberte im Mittelalter. Umbruchssituationen
erleben, bewältigen, gestalten, hg. v. Andreas Bihrer und Rike Szill (Europa im Mittelalter 39), Berlin/Boston 2023, S. 267-294. Zum Band
Histories Hidden in the Shadow: Vitoria and the International Ostracism of Francoist Spain, in: Politics and the Histories of International Law. The Quest for Knowledge and Justice, hg. v. Raphael Schäfer und Anne Peters, Leiden/Boston 2021 (Legal History Library 50), S. 377-401.
Histories
Hidden in the Shadow: Vitoria and the International Ostracism of
Francoist Spain, in: Journal of the History of International Law 22
(2020), S. 421-445. Zum Artikel
Kleinere Beiträge
New Histories of International Law. The Conquest of the Canary Islands (1402–1496), in: Ibero-Mediaevistik. Mittelalterforschung zur Iberischen Halbinsel, veröffentlicht am 13. November 2019. Zum Blogbeitrag
Indigenous
Conquistadors – Status, Rights, and Remuneration, in: Ibero-Mediaevistik.
Mittelalterforschung zur Iberischen Halbinsel, veröffentlicht am 3. April 2024. Zum Blogbeitrag
Rezensionen
Rezension zu Susanne Lepsius (Hg.): Juristische Glossierungstechniken als Mittel rechtswissenschaftlicher Rationalisierung. Erfahrungen aus dem europäischen Mittelalter - vor und neben den großen "Glossa ordinariae" (Abhandlungen zur rechtswissenschaftlichenGrundlagenforschung 103), Berlin 2022, in: Zeitschrfit für Historische Forschung 51 (2024), S. 319-320.
Rezension zu Nikolas Jaspert/Jan Rüdiger (Hg.): Thalassokratien im
Mittelalter, Leiden 2023, in: Historische Zeitschrift 319/2 (2024), S. 389-390.
Tagungsberichte
Tagungsbericht: 325. Hessisch/Mittelrheinisches Kolloquium des Konstanzer Arbeitskreises für mittelalterliche Geschichte. 31.01.2025, Frankfurt am Main, in: H-Soz-Kult. Zum Bericht
Tagungsbericht: Postmortales Wirtschaften. Strategien der ökonomischen Willenssicherung im Mittelalter. 26.09.2024-28.09.2024, Kiel, in: H-Soz-Kult. Zum Bericht
Tagungsbericht zusammen mit Marcel Bubert und Pia Döring: „Ich weiß nicht, wer wahr sagt, wer lügt“. Fake News und ihre kulturelle Aushandlung im europäischen Mittelalter. 01.07.2021–02.07.2021, Münster (digital), in: H-Soz-Kult. Zum Bericht
Tagungsbericht
Historikertag 2018: Division se mist entre eulx. Politische Spaltungen
im spätmittelalterlichen Europa. 25.09.2018–28.09.2018, Münster, in:
H-Soz-Kult. Zum Bericht
Tagungsbericht
Historikertag 2018: „Bürgerkriege“ im Spätmittelalter: Frankreich,
England, die burgundischen Niederlande, Katalonien und Neapel.
Vergleichende Perspektiven. 25.09.2018–28.09.2018, Münster, in:
H-Soz-Kult. Zum Bericht