Neuerscheinungen

Ulrike Kampl, Kristina Schulz & Xenia von Tippelskirch (Hrsg.), "Migration". L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft 36/2 (2025).


Ángela Muñoz Fernandez & Xenia von Tippelskirch (Hrsg.),

Renaissance und "Querelle des femmes". 

Stuttgart: Kohlhammer, 2024.






Jenny Haase, Sophie Houdard, Beatrice Trinca & Xenia von Tippelskirch (Hrsg.), 

Rückzug. Produktivität des Solitären in Kunst, Religion und Geschlechtergeschicht / En retrait/e. La solitude créatrice au prime du genre dans les arts et la religion.

Würzburg: Königshaus & Neumann, 2025


Prof.'in Dr. Xenia von Tippelskirch ist seit Dezember 2022 Leiterin des Lehrstuhls Religiöse Dynamiken (Schwerpunkt Frankreich) am Historischen Seminar der Goethe-Universität und Ko-Direktorin des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS).

Ihr Arbeits- und Forschungsgebiet ist die Religionsgeschichte der Frühen Neuzeit und der Renaissance, insbesondere in Frankreich, dem Alten Reich und Italien. Sie publiziert auf Französisch, Englisch, Italienisch und Deutsch zur Geschichte der Frömmigkeit, zum religiösen Separatismus, mystischen Bewegungen, zur Geschichte der Klöster und der Inquisition. Ihr Interesse gilt der Kultur-, Geschlechter- und Körpergeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere mit Blick auf materielle Kultur, Schriftkultur und Wissenstransfer sowie die Geschichte des Lesens und der Zensur. Gegenwärtig forscht sie zur Geschichte der Mission in Französisch-Louisiana.

Ausführlicher Lebenslauf

Publikationsliste

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Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch est, depuis décembre 2022, titulaire de la chaire Dynamiques religieuses (focus sur la France) au département d'histoire de l'Université Goethe et co-directrice de l'Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS).

Ses domaines de travail et de recherche portent sur l'histoire religieuse de l'époque moderne et de la Renaissance, en particulier en France, dans le Saint-Empire romain germanique et en Italie. Elle publie en français, anglais, italien et allemand sur l'histoire de la piété, le séparatisme religieux, les mouvements mystiques, ainsi que sur l'histoire des monastères et de l'Inquisition. Elle s'intéresse également à l'histoire culturelle, de genre et du corps à l'époque moderne, notamment sous l'angle de la culture matérielle, de la culture écrite et du transfert des savoirs, ainsi qu'à l'histoire de la lecture et de la censure. Actuellement, elle mène des recherches sur l'histoire de la mission en Louisiane française.

Curriculum Vitae

Liste de publications

Human Diversity Banner

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Human Diversity in Early Modern Religious Life

Conference, 26–27 June 2025 at Goethe-University Frankfurt, org. by Xenia von Tippelskirch & Karin Sennefelt (Stockholm)

Early modern religious life was characterized by the paradoxical nexus between the claim of universality and the principle of electedness. Universality had to be negotiated with the respective circumstances of social life. In the corporative society of the early modern period, social positioning played a major role; the intertwining of social status and the promise of salvation could lead to the stabilisation of social inequalities, but could also permit social mobility. Very concrete and practical questions had to be managed in this general framework, questions that determined who belonged to a specific religious community, what role, what position was to be given to different members of society, and who had a privileged relationship with the divine. But how were these decisions to be taken and to what extend did corporeal differences play a role? They were of key importance in the context of missions, imperial expansions and more generally in the confrontation of groups of competing religious denominations... 

Call for Papers

Conference Report

Louisiana

Katholische Mission in Französisch Louisiana

Forschungsprojekt, Xenia von Tippelskirch

Die Geschichte religiöser Dynamiken in der französischen Frühen Neuzeit zu erforschen und zu unterrichten, bedeutet für mich, den Blick vom vermeintlichen Zentrum Paris oder Versailles in andere Gegenden zu wenden und der französischen imperialen Expansion Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei nähere ich mich der Missionsgeschichte in Französisch Louisiana historisch-anthropologisch, mit einem Interesse für Wissenstransfer und für Spuren materieller, körperlicher Erfahrungswelten. Wendet man den Blick dann von der vermeintlichen Peripherie aus wieder auf die France métropole, lässt sich selbst Frankreich provinzialisieren. Hierbei geht es darum, Machtkonstellationen aufzuschlüsseln, sich über Lücken in der Erinnerungspolitik klar zu werden – und behutsam mit der Rekonstruktion von historical wounds umzugehen.

Xenia von Tippelskirch, "Verständigungen in der Kontaktzone: Wie französische Missionare indigenen Menschen in Französisch-Louisiana begegneten", in: Forschung Frankfurt 1/2025, S. 84-88.

Religion and De:Toxification

Forschungsgruppe (Leitung: Birgit Emich, Roland Hardenberg, Hartmut Leppin, Xenia von Tippelskirch)

Die Forschungsgruppe „Religion und De:Toxifizierung“ befasst sich mit der aktuellen Debatte um „toxische“ Phänomene. Der Begriff „toxisch“ hat gewöhnlich eine normative, häufig verurteilende und meist emotionalisierende Dimension. Sowohl in der Alltagssprache als auch in der Wissenschaft wird der Begriff vor allem benutzt, um bestimmte Verhaltens- und Beziehungsformen als schädlich zu markieren. Die Forschungsgruppe will über solche Werturteile hinausgehen, um mit einer neuen historischen und kulturwissenschaftlichen Perspektive die Prozesse zu verstehen, die mit der Wahrnehmung, Diagnose und Bekämpfung eines „toxischen“ Phänomens einhergehen. Das Ziel ist es, zu einer wissenschaftlichen Analyse des Umgangs mit und der Diskurse über solche Phänomene zu gelangen.

Migration

Sonderheft der Zeitschrift L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft, hrsg. v. Xenia von Tippelskirch, Ulrike Krampl (Tours) & Kristina Schulz (Neuchâtel)

Das Thema Migration beherrscht erneut die politische Debatte, dabei fehlt historische Tiefenschärfe zumeist völlig. Eine transepochale Perspektive kann zeigen, dass Mobilität konstitutiv für menschliche Gesellschaften ist. In diesem Heft werden bislang unzureichend erforschte geschlechtsspezifische Aspekte in den Mittelpunkt der Untersuchung gerückt. Dadurch lässt sich Migration als historisch vielfältiges und vielschichtiges Phänomen charakterisieren – und das jenseits der geläufigen dichotomen Vorstellung von vermeintlich abenteuerlustigen Männern und sesshaften Frauen. Neu in den Blick geraten so Gründe, Formen, Räume, Organisation und Folgen von Mobilität. Die Beiträge beleuchten geschlechtsspezifische Aspekte von Arbeitsmigration, Migrationspolitik und Logiken der Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften in einem innereuropäischen und transatlantischen Rahmen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.

Prof.'in Dr. Xenia von Tippelskirch ist seit Dezember 2022 Leiterin des Lehrstuhls Religiöse Dynamiken (Schwerpunkt Frankreich) am Historischen Seminar der Goethe-Universität und Ko-Direktorin des Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS).

Ihr Arbeits- und Forschungsgebiet ist die Religionsgeschichte der Frühen Neuzeit und der Renaissance, insbesondere in Frankreich, dem Alten Reich und Italien. Sie publiziert auf Französisch, Englisch, Italienisch und Deutsch zur Geschichte der Frömmigkeit, zum religiösen Separatismus, mystischen Bewegungen, zur Geschichte der Klöster und der Inquisition. Ihr Interesse gilt der Kultur-, Geschlechter- und Körpergeschichte der Frühen Neuzeit, insbesondere mit Blick auf materielle Kultur, Schriftkultur und Wissenstransfer sowie die Geschichte des Lesens und der Zensur. Gegenwärtig forscht sie zur Geschichte der Mission in Französisch-Louisiana.

Ausführlicher Lebenslauf

Publikationsliste

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Prof. Dr. Xenia von Tippelskirch est, depuis décembre 2022, titulaire de la chaire Dynamiques religieuses (focus sur la France) au département d'histoire de l'Université Goethe et co-directrice de l'Institut franco-allemand de sciences historiques et sociales (IFRA-SHS).

Ses domaines de travail et de recherche portent sur l'histoire religieuse de l'époque moderne et de la Renaissance, en particulier en France, dans le Saint-Empire romain germanique et en Italie. Elle publie en français, anglais, italien et allemand sur l'histoire de la piété, le séparatisme religieux, les mouvements mystiques, ainsi que sur l'histoire des monastères et de l'Inquisition. Elle s'intéresse également à l'histoire culturelle, de genre et du corps à l'époque moderne, notamment sous l'angle de la culture matérielle, de la culture écrite et du transfert des savoirs, ainsi qu'à l'histoire de la lecture et de la censure. Actuellement, elle mène des recherches sur l'histoire de la mission en Louisiane française.

Curriculum Vitae

Liste de publications

Human Diversity Banner

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Human Diversity in Early Modern Religious Life

Conference, 26–27 June 2025 at Goethe-University Frankfurt, org. by Xenia von Tippelskirch & Karin Sennefelt (Stockholm)

Early modern religious life was characterized by the paradoxical nexus between the claim of universality and the principle of electedness. Universality had to be negotiated with the respective circumstances of social life. In the corporative society of the early modern period, social positioning played a major role; the intertwining of social status and the promise of salvation could lead to the stabilisation of social inequalities, but could also permit social mobility. Very concrete and practical questions had to be managed in this general framework, questions that determined who belonged to a specific religious community, what role, what position was to be given to different members of society, and who had a privileged relationship with the divine. But how were these decisions to be taken and to what extend did corporeal differences play a role? They were of key importance in the context of missions, imperial expansions and more generally in the confrontation of groups of competing religious denominations... 

Call for Papers

Conference Report

Louisiana

Katholische Mission in Französisch Louisiana

Forschungsprojekt, Xenia von Tippelskirch

Die Geschichte religiöser Dynamiken in der französischen Frühen Neuzeit zu erforschen und zu unterrichten, bedeutet für mich, den Blick vom vermeintlichen Zentrum Paris oder Versailles in andere Gegenden zu wenden und der französischen imperialen Expansion Aufmerksamkeit zu widmen. Dabei nähere ich mich der Missionsgeschichte in Französisch Louisiana historisch-anthropologisch, mit einem Interesse für Wissenstransfer und für Spuren materieller, körperlicher Erfahrungswelten. Wendet man den Blick dann von der vermeintlichen Peripherie aus wieder auf die France métropole, lässt sich selbst Frankreich provinzialisieren. Hierbei geht es darum, Machtkonstellationen aufzuschlüsseln, sich über Lücken in der Erinnerungspolitik klar zu werden – und behutsam mit der Rekonstruktion von historical wounds umzugehen.

Xenia von Tippelskirch, "Verständigungen in der Kontaktzone: Wie französische Missionare indigenen Menschen in Französisch-Louisiana begegneten", in: Forschung Frankfurt 1/2025, S. 84-88.

Religion and De:Toxification

Forschungsgruppe (Leitung: Birgit Emich, Roland Hardenberg, Hartmut Leppin, Xenia von Tippelskirch)

Die Forschungsgruppe „Religion und De:Toxifizierung“ befasst sich mit der aktuellen Debatte um „toxische“ Phänomene. Der Begriff „toxisch“ hat gewöhnlich eine normative, häufig verurteilende und meist emotionalisierende Dimension. Sowohl in der Alltagssprache als auch in der Wissenschaft wird der Begriff vor allem benutzt, um bestimmte Verhaltens- und Beziehungsformen als schädlich zu markieren. Die Forschungsgruppe will über solche Werturteile hinausgehen, um mit einer neuen historischen und kulturwissenschaftlichen Perspektive die Prozesse zu verstehen, die mit der Wahrnehmung, Diagnose und Bekämpfung eines „toxischen“ Phänomens einhergehen. Das Ziel ist es, zu einer wissenschaftlichen Analyse des Umgangs mit und der Diskurse über solche Phänomene zu gelangen.

Migration

Sonderheft der Zeitschrift L'Homme. Europäische Zeitschrift für Feministische Geschichtswissenschaft, hrsg. v. Xenia von Tippelskirch, Ulrike Krampl (Tours) & Kristina Schulz (Neuchâtel)

Das Thema Migration beherrscht erneut die politische Debatte, dabei fehlt historische Tiefenschärfe zumeist völlig. Eine transepochale Perspektive kann zeigen, dass Mobilität konstitutiv für menschliche Gesellschaften ist. In diesem Heft werden bislang unzureichend erforschte geschlechtsspezifische Aspekte in den Mittelpunkt der Untersuchung gerückt. Dadurch lässt sich Migration als historisch vielfältiges und vielschichtiges Phänomen charakterisieren – und das jenseits der geläufigen dichotomen Vorstellung von vermeintlich abenteuerlustigen Männern und sesshaften Frauen. Neu in den Blick geraten so Gründe, Formen, Räume, Organisation und Folgen von Mobilität. Die Beiträge beleuchten geschlechtsspezifische Aspekte von Arbeitsmigration, Migrationspolitik und Logiken der Herkunfts- und Aufnahmegesellschaften in einem innereuropäischen und transatlantischen Rahmen vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert.