Neues vom HISTORISCHEN SEMINAR

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Vogl

Mittwochskonferenz: "Fiskus und Finanz" von Joseph Vogl (8. Juli, 18 Uhr, IG 411)

Die Neuzeit hat nicht nur souveräne Staatsapparate, international operierende Handelskompagnien, einflussreiche Financiers und dezentrale Märkte hervorgebracht. Es hat sich auch ein spezifischer Machttypus formiert, der weder durch politische Strukturen noch durch ökonomische Strategien hinreichend beschreibbar ist. Er konstituiert sich allein über das Ineinanderwirken beider Pole. Mit Blick auf die Monetarisierung der europäischen Wirtschaft seit der Renaissance und auf die Bereicherungseffekte fiskalischer Geldpolitik könnte man hier von einer ‚seignioralen Macht‘ sprechen. Mehr... (PDF)

Joseph Vogl ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft an der HU Berlin. [Jun 2015]

[Foto: Vogl/FzHG]

Medaille

Johannes Fried mit der Gauß-Medaille 2015 ausgezeichnet

Der renommierte Frankfurter Mediävist Johannes Fried wurde in Braunschweig mit der Carl Friedrich Gauß-Medaille 2015 der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft ausgezeichnet. Der 73-Jährige erhält die Auszeichnung in Würdigung "seiner wegweisenden Arbeiten zur Umformung menschlicher Gedächtnisleistungen und ihres Niederschlags in historischen Quellen", wie es in der Pressemitteilung der Gesellschaft heißt. "Seine Darstellungen zur früh- und hochmittelalterlichen europäischen und deutschen Geschichte sind beispielhaft in ihrer literarischen Qualität und entfalten eine Wirkung weit über die Fachwelt hinaus. Seine innovativen Interpretationen historischer Schlüsselquellen stellen immer wieder gewohnte Sichtweisen in Frage."

Das Historische Seminar gratuliert herzlich! Zur Pressemitteilung... [Jun 2015]

[Fotos: J. Fried, BWG]

Absolventen

AbsolventInnen im Blick am 2. Juli mit Christian Reuber und Nora Hilgert

Sie fragen sich, was Sie mit Ihrem Geschichtsstudium jenseits von Schule und Universität anfangen und welche Schritte für Ihre Karriereplanung hilfreich sind? Dann legen wir Ihnen unsere Veranstaltungsreihe "AbsolventInnen im Blick" ans Herz. Am 2. Juli 2015 berichten Christian Reuber (KPMG) und Nora Hilgert (Verband der Historiker und Historikerinnen e.V.) aus ihrem Berufsleben und diskutieren mit Ihnen über Karrierewege für HistorikerInnen.

Veranstaltungszeit und -ort: 2. Juli 2015 – 16 c.t. – Seminarhaus SH 0.106
"AbsolventInnen im Blick" ist eine Veranstaltung des Angebots Geschichte im Beruf (www.geschichte.uni-frankfurt.de/beruf).

[Fotos: Reuber / Hilgert / GiB]

Feldhay

Mittwochskonferenz: "From Breslau to Jerusalem" von Rivka Feldhay (24. Juni, 18 Uhr, IG 411)

Der Vortrag handelt von einigen Spannungen, die den Geisteswissenschaften als Forschungsfeld inhärent sind, zwischen einer epistemischen Verpflichtung zur Wahrheit, einer ethischen und politischen Verpflichtung zu Reflexion und Kritik, und dem Streben der Künste und Wissenschaften nach institutioneller Autonomie. Im ersten Teil wird eine kurze Genealogie des Problems der Geisteswissenschaften in drei Stationen skizziert: die Studia Humanitas des 14./15. Jahrhunderts; Kants Ideen der Freiheit der Philosophie; Humboldts Konzept der Positionierung der Universität gegenüber Staat und Nation. Im zweiten Teil wird die Migration der Geisteswissenschaften nach Palästina dargestellt und ihre Transformation zu Madaei Haruah (wörtlich: die Wissenschaften des Geistes) an der Hebräischen Universität. Mehr... (PDF)

Rivka Feldhay ist Professorin für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Tel Aviv. [Jun 2015]

[Foto: Feldhay/FzHG]

Herold

Eröffnung in der Studiengalerie am 10. Juni: Jörg Herold, "Schlesisches Himmelreich"

Jörg Herold ironisiert und dekonstruiert in 22 Bildern seiner Werkgruppe "Schlesisches Himmelreich" Erinnerungsbilder und politische Mythen des Vertriebenen-Diskurses. So entnimmt Herold die Motive Heimatbüchern über Schlesien aus dem Umfeld der Vertriebenenverbände und Landsmannschaften. Sie zeigen überwiegend eine verklärte, vormodern-bäuerliche Welt sowie Zerstörung und Kriegsfolgen. Herold bereitete digital Kopien dieser Fotos auf und überarbeitete sie mit Beize und kräftigen Acrylfarben. Der  Künstler bezeichnet sich als Dokumentar-Archäologen, der Formen und Kulturen der Erinnerungen veranschaulicht. Jörg Herold stellte u. a. auf der Documenta X und an der Biennale in Venedig aus. Gefördert durch die Galerie EIGEN+ART Leipzig/Berlin. Mehr...

Jörg Herold, "Schlesisches Himmelreich", 10.6. – 17.7., in der Studiengalerie 1.357. Eröffnung am 10. Juni, 20 Uhr, IG 1.414. [Mai 2015]

[Foto: J. Herold/EIGEN+ART]

BA / MA

4+1: Das Frankfurter Modell des Geschichtsstudiums

Das Geschichtsstudium, wie es Frankfurt anbietet, ist in Deutschland einzigartig. Das schlägt sich zunächst darin nieder, dass das Studium auf fünf Jahre angelegt ist. Den Bachelor erwirbt man nach vier Jahren; darauf folgt eine einjährige forschungsorientierte Masterphase, sofern die Studierenden sich dafür entscheiden.

Dadurch, dass die Studienplanung längerfristig ist, ergeben sich für Studierende wichtige Freiräume, die sonst oft vermisst werden. Wir ermuntern unsere Studierende zu einem selbständigen Arbeiten, für das auch spezielle Formate vorgesehen sind. Nicht das Abfragen von Wissen stellen wir zentral, sondern die Erarbeitung von Erkenntnissen. Mehr...

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Forschung und Lehre

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Studium | Lehre

Das Geschichtsstudium in Frankfurt ist auf fünf Jahre angelegt - und damit einzigartig in Deutschland. Nach dem vierjährigen Bachelor können die Studierenden einen einjährigen, forschungsorientierten Master erwerben. Diese Planung eröffnet Freiräume für selbständiges und erkenntnisorientiertes Arbeiten - Ziele, die übrigens auch den Frankfurter Lehramtsstudiengang Geschichte (Lehramt an Gymnasien) charakterisieren.

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Forschung

Das Forschungsspektrum am Historischen Seminar ist sehr breit: Neben großen Verbundforschungsbeteiligungen stehen vielfältige Einzelprojekte aus unterschiedlichen Förderquellen, Graduiertenkollegs und Redaktionen wichtiger Fachzeitschriften. Dass das Historische Seminar eines der drittmittelstärksten Institute der Goethe-Universität ist, davon profitieren auch das Lehrangebot und die Studienqualität am Institut.


Menschen und Einrichtungen

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Das Institut

Mit seinen annähernd 1500 Hauptfachstudierenden, dreißig wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zehn Professuren gehört das Historische Seminar zu den überschaubaren Instituten der Goethe-Universität.

Gleichwohl genießt es im Bereich der Forschung einen ausgezeichneten Ruf - als Forscher, als Rezensenten, als Gutachter, als Herausgeber und Mitherausgeber wissenschaftlicher Reihen und Zeitschriften haben die Frankfurter Historikerinnen und Historiker Gewicht...

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Abteilungen und Professuren

Am Historischen Seminar bestehen zehn Professuren für die Epochen und besonderen Themen der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte. Erweitert wird diese Struktur durch die Forschung und Lehre ehemaliger Lehrstuhlinhaber/innen sowie durch außerplanmäßige und Honorarprofessoren.

"Die Alte Geschichte", ehemals eigenständige Abteilung, bildet innerhalb des Instituts eine Einheit. In ähnlicher Weise kooperieren die Professuren der Mittelalterlichen Geschichte sehr eng, was sich beispielsweise auch in einem gemeinsamen Webauftritt äußert.