Neues vom HISTORISCHEN SEMINAR

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Mallinckrodt

Mittwochskonferenz: "Sklaverei im Alten Reich - (k)ein Thema?" von Rebekka von Mallinckrodt am 27.01.16

In der aktuellen Forschung scheint Konsens darüber zu bestehen, dass es im Alten Reich keine Sklaverei gab, da die deutschsprachigen Gebiete im Unterschied zu den westlichen Kolonialmächten nur kurzzeitig und nicht in vergleichbarem Maße direkt in den Sklavenhandel involviert waren. Forschungen der letzten Jahre haben jedoch zunehmend die ökonomische und personelle Verstrickung von Kaufleuten, Missionaren, Seemännern, Ärzten und Soldaten aus dem Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation in den Menschenhandel aufgezeigt, wenn auch häufig über Handelskompanien und Kolonien anderer europäischer Mächte... Mehr... (PDF)

Mi 27.Januar 2016, 18 Uhr, Raum IGF 411 (EG). Gemeinsame Veranstaltung mit dem SFB Schwächediskurse und Ressourcenregime. - Rebekka von Mallinckrodt ist Professorin für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Universität Bremen. [Jan 2016] [Foto: FzHG]

Beruf

AbsolventInnen im Blick mit Olaf Cunitz und Nina Lück am 20.1.2016

Sie fragen sich, was Sie mit Ihrem Geschichtsstudium jenseits von Schule und Universität anfangen und welche Schritte für Ihre Karriereplanung hilfreich sind? Dann legen wir Ihnen unsere Veranstaltungsreihe "AbsolventInnen im Blick" ans Herz. Am 20. Januar 2016 berichten der Frankfurter Bürgermeister Olaf Cunitz und Nina Lück (Neuland + Herzer, Agentur für Digitale Kommunikation) aus ihrem Berufsleben und diskutieren mit Ihnen über Karrierewege für HistorikerInnen.

Veranstaltungsort und -zeit: 20. Januar 2016 – 16 Uhr c.t. – Seminarhaus Raum SH 5.101.

"AbsolventInnen im Blick" ist eine Veranstaltung unseres Angebots Geschichte im Beruf. [Jan 2016]

Galerie

Shahzia Sikanders "The Last Post" in der Studiengalerie 1.357 (10.12.2015 - 12.02.2016)

Shahzia Sikander kombiniert in The Last Post die Technik der indo-persischen Miniaturmalerei mit digitalen Animationsverfahren. Die anfänglich symmetrischen Bildkompositionen erinnern an Schichtenräume von Bühnenarchitekturen, zersetzen sich im Verlauf des Films aber zunehmend. Motive gleiten durch den Bildraum, alles scheint miteinander zu verschwimmen; doch geht es nicht um Verschmelzung und Harmonie. Neben einer Annäherung zwischen orientalischer Ästhetik und digitaler Bildtechnologie zielt The Last Post auch auf Widerstände, die Zersetzung einer hegemonialen Macht und die damit einhergehende Gewalt in den Kolonien in der jüngeren Geschichte.

Mit Unterstützung der Sammlung Deutsche Bank.
Eröffnung: Mittwoch 9.12.2015, 20 Uhr, IG-Hochhaus, 1. OG rechts [Nov 2015] [Foto: Samml. DB/Studiengalerie 1.357]

Reckwitz

Mittwochskonferenz: "Die Gesellschaft der Singularitäten" von Andreas Reckwitz am 9. Dezember

In der Spätmoderne findet eine grundsätzliche Transformation der Moderne statt: Sie wird zu einer Gesellschaft der 'Singularitäten'. Überall prämiert und fördert diese weniger das 'Allgemeine' als das 'Besondere', das vorgeblich Einzigartige und Nicht-Vergleichbare: auf der Ebene der Dinge, Güter und Objekte; auf der Ebene der Raums und der Zeit – Orte und Episoden –, auf der Ebene der Subjekte – performative Authentizitäten –, der Praktiken – Performances – und schließlich der Kollektive (Projekte etc.). Diese Singularisierung ist eng mit einer Kulturalisierung in einem starken Sinne verknüpft: die singulären Entitäten sind deshalb von derart überragendem Interesse, da sie mit kulturellem Eigenwert, mit hermeneutischen, ästhetischen und affektiven Qualitäten identifiziert werden. Mehr... (PDF)

9. Dezember 2015, 18 Uhr, IG-Hochhaus, Raum 411 (EG).
Andreas Reckwitz ist Inhaber des Lehrstuhls für Vergleichende Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina, Frankfurt/Oder. [Dez 2015]

Preis

Medienpreis Mathematik 2015 für Moritz Epple und Team

Moritz Epple und sein Team erhalten den Medienpreis 2015 der Deutschen Mathematiker-Vereinigung; die feierliche Preisverleihung findet am Abend des 19. November in Berlin statt. Den DMV-Medienpreis gibt es für herausragende Leistungen bei der Vermittlung und Popularisierung von Mathematik. Er geht an Moritz Epple und sein Team für die Wanderausstellung „Jüdische Mathematiker in der deutschsprachigen akademischen Kultur“ und den dazugehörigen Katalog. Die Ausstellung wurde seit 2008 an zahlreichen Universitäten in Deutschland gezeigt. Seit 2011 gibt es sie auch auf Englisch mit dem Titel „Transcending Tradition: Jewish Mathematicians in German-Speaking Academic Culture“. Sie wurde 2011 an mehreren Orten in Israel und anschließend in den USA und in Australien gezeigt. Zur Pressemitteilung...
Das Historische Seminar gratuliert herzlich! [Okt 2015]

[Foto: Kristof Lemp]

BA / MA / PhD

4+1: Das Frankfurter Modell des Geschichtsstudiums

Das Geschichtsstudium, wie es Frankfurt anbietet, ist in Deutschland einzigartig. Das schlägt sich zunächst darin nieder, dass das Studium auf fünf Jahre angelegt ist. Den Bachelor erwirbt man nach vier Jahren; darauf folgt eine einjährige forschungsorientierte Masterphase, sofern die Studierenden sich dafür entscheiden.
Dadurch, dass die Studienplanung längerfristig ist, ergeben sich für Studierende wichtige Freiräume, die sonst oft vermisst werden. Wir ermuntern unsere Studierende zu einem selbständigen Arbeiten, für das auch spezielle Formate vorgesehen sind. Nicht das Abfragen von Wissen stellen wir zentral, sondern die Erarbeitung von Erkenntnissen.
Diese Idee setzt sich selbstverständlich im Frankfurter Entwurf des Promotionsstudiums fort, das auf größtmögliche Freiheit und individuelle Betreuung ausgelegt ist. Mehr...

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Forschung und Lehre

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Studium | Lehre

Das Geschichtsstudium in Frankfurt ist auf fünf Jahre angelegt - und damit einzigartig in Deutschland. Nach dem vierjährigen Bachelor können die Studierenden einen einjährigen, forschungsorientierten Master erwerben. Diese Planung eröffnet Freiräume für selbständiges und erkenntnisorientiertes Arbeiten - Ziele, die übrigens auch den Frankfurter Lehramtsstudiengang Geschichte (Lehramt an Gymnasien) charakterisieren.

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Forschung

Das Forschungsspektrum am Historischen Seminar ist sehr breit: Neben großen Verbundforschungsbeteiligungen stehen vielfältige Einzelprojekte aus unterschiedlichen Förderquellen, Graduiertenkollegs und Redaktionen wichtiger Fachzeitschriften. Dass das Historische Seminar eines der drittmittelstärksten Institute der Goethe-Universität ist, davon profitieren auch das Lehrangebot und die Studienqualität am Institut.


Menschen und Einrichtungen

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Das Institut

Mit seinen annähernd 1500 Hauptfachstudierenden, dreißig wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und zehn Professuren gehört das Historische Seminar zu den überschaubaren Instituten der Goethe-Universität.

Gleichwohl genießt es im Bereich der Forschung einen ausgezeichneten Ruf - als Forscher, als Rezensenten, als Gutachter, als Herausgeber und Mitherausgeber wissenschaftlicher Reihen und Zeitschriften haben die Frankfurter Historikerinnen und Historiker Gewicht...

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Abteilungen und Professuren

Am Historischen Seminar bestehen zehn Professuren für die Epochen und besonderen Themen der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte. Erweitert wird diese Struktur durch die Forschung und Lehre ehemaliger Lehrstuhlinhaber/innen sowie durch außerplanmäßige und Honorarprofessoren.

"Die Alte Geschichte", ehemals eigenständige Abteilung, bildet innerhalb des Instituts eine Einheit. In ähnlicher Weise kooperieren die Professuren der Mittelalterlichen Geschichte sehr eng, was sich beispielsweise auch in einem gemeinsamen Webauftritt äußert.