Neues vom HISTORISCHEN SEMINAR

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Puttkamer

Vortragsreihe "Imperien und ihr Ende": Joachim von Puttkamer, "Möge Gott der Herr Rußland schützen" (22.6.)

„Möge Gott der Herr Russland schützen“ - mit diesen Worten beschloss Zar Nikolaus II. seine Abdankungsurkunde. Hier klingt eine apokalyptische Ahnung an, die das Gegenstück zu der nicht minder wirkungsmächtigen utopischen Euphorie bildete, die sich auf der Linken in ganz Europa bald an die Oktoberrevolution richten würde. Aber was eigentlich ging im Jahr 1917 zu Ende? Jüngere Forschungen heben gerade die imperialen Kontinuitäten stärker hervor als den revolutionären Bruch. Darin befinden sie sich in unbequemer Nähe zur gegenwärtigen Geschichtspolitik in Russland. Mehr... (PDF)

Vortrag von Prof. Dr. Joachim Puttkamer (Jena), 22.6.2017, 19h, Weißer Saal, Schloss Bad Homburg
Vortragsreieh u.d.Leitg. v. Christoph Cornelißen und Thomas Duve (MPIeR) [Jun 2017] [Foto: Puttkamer]

Zukunft

Welche Geschichte braucht die Gesellschaft? Die historischen Geisteswissenschaften im Praxistest (20.6.)

Historisches Wissen dient dem Verständnis der Gegenwart und hilft bei der Gestaltung der Zukunft. Geschichtswissenschaft ist wichtig - aber hört man uns zu? Das Präsidium der Goethe Universität hat für den 20. Juni (16-18 Uhr im PA-Gebäude) zu einer Podiumsdiskussion über die Zukunft der Geschichtswissenschaft eingeladen. Historikerinnen und Historiker diskutieren mit Vertretern aus den Medien, aus Kultur und dem Präsidium darüber, wie die Geschichtswissenschaft gesellschaftlich wirken kann. Konkret soll es darum gehen, ob sogenannte "Third Mission"-Projekte unser Fach grundlegend verändern werden. Welche Möglichkeiten bestehen, dem Fach Geschichte neue gesellschaftliche Akzeptanz verleihen?

Ergänzend findet 10-14 Uhr ein Workshop "Über das Zukunftspotential moderner Geschichtswissenschaft " statt. Mehr… [Jun 2017] [Foto: Universitätsarchiv]

Rafman

Ausstellungseröffnung in der Studiengalerie am 14.6.17: Jon Rafman, "Codes of Honor"

Das Internet, unendliche Weiten, die es zu entdecken gibt. Einer dieser Entdecker ist der kanadische Künstler Jon Rafman. Für seine Arbeit taucht Rafman in die digitalen Tiefen des Internets, um seine Funde der Öffentlichkeit zu präsentieren. Neben Bildern von Google Street View beispielsweise, gehören zu seinem Werk auch Arbeiten über Subkulturen aus den „dunklen Ecken“ des Netzes, wie Hentai Fans, Crush Fetischisten, Live Action Role Player oder auch Furries. In der Videoarbeit „Codes of Honor“ (2011) thematisiert er die amerikanische Videospielkultur der 1980er Jahre, die ihren Anfang in den Spielhallen nahm und zu der sich Rafman selbst zählt. Mehr... (PDF)

Die Ausstellung Codes of Honor eröffnet am 14.6. um 20.00 Uhr in der Studiengalerie 1.357 im I.G. Farben-Haus. Der Galerieraum befindet sich im 1. OG, rechts. [Jun. 2017] [Foto: Rafman/Seventeen Gallery London]

Biografie

Podiumsdiskussion: Vom Nutzen und Nachteil der Biografie für die Geschichte (30. Mai, 18h)

Der Unternehmer August Thyssen stritt viel mit Frau und Kindern, der Chemiker und Industrielle Carl Duisberg kämpfte gegen Übergewicht, Erschöpfungs- und Krankheitsgefühle. Sind das Trivialitäten, Plaudereien aus dem unternehmerhistorischen Nähkästchen? Oder sind solche Einsichten ein wichtiger Bestandteil der Beschäftigung mit wirtschaftshistorisch herausragenden Persönlichkeiten? Welche Bedeutung haben Privatleben und Persönlichkeitsstruktur für das Verständnis unternehmerischen Handelns? Diesen und weiteren Fragen widmen sich sechs Biografen bei einer Podiumsdiskussion, die vom Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte veranstaltet wird. Mehr...

Am Dienstag, 30. Mai 2017, 18-20 Uhr c.t., im Casino, Raum Cas. 1.811, diskutieren: Prof. Tilman Allert, Prof. Johannes Bähr, Prof. Werner Plumpe, Jürgen Kaube, Dr. Jörg Lesczenski und Dr. Friederike Sattler [Mai 2017]

[Fotos: C.H. Beck (Siemens und Duisberg), Klartext Verlag (Thyssen), rowohlt BERLIN (Weber), Eugen-Gutmann-Gesellschaft (Matthiensen)]

Darboven

Ausstellungseröffnung und Konzert in der Studiengalerie am 3.5.17: Hanne Darboven

Im Jahr 1976 publizierte die Konzeptkünstlerin Hanne Darboven (1941–2009) eine Sequenz von 236 Blättern unter dem Namen „etc. etc.“. In den Folgejahren ist aus dieser Sequenz ihr fast 4000 Blätter starkes Schlüsselwerk „Schreibzeit“ geworden. Mit „etc. etc.“, dem 16mm-Film „Vierjahreszeiten. Der Mond ist aufgegangen“ von 1982/83 und – am Eröffnungstag – der Live-Aufführung ihrer Kompositionen op. 17a für Kontrabass solo von 1983 und op. 26 für Streichquartett von 1989/90 durch Musikerinnen und Musiker der HfMDK zeigt die Studiengalerie 1.357 Hanne Darbovens Arbeitsweise in ihrer Medienvielfalt. Mehr...

Eröffnungstermin: Mittwoch, 3. Mai 2017 20:00 Uhr, IG-Farben-Haus, 1. OG, rechts
Installatives Konzert und Eröffnung 20 Uhr. Eine Kooperation der Studiengalerie 1.357 mit der HfMDK, der Hanne Darboven Stiftung, und dem EXC Normative Orders; mit Dank an die Galerie Sprüth Magers Berlin. [Apr 2017] [Foto: Jussen]

BA / MA / PhD

4+1: Das Frankfurter Modell des Geschichtsstudiums

Das Geschichtsstudium, wie es Frankfurt anbietet, ist in Deutschland einzigartig. Das schlägt sich zunächst darin nieder, dass das Studium auf fünf Jahre angelegt ist. Den Bachelor erwirbt man nach vier Jahren; darauf folgt eine einjährige forschungsorientierte Masterphase, sofern die Studierenden sich dafür entscheiden.
Dadurch, dass die Studienplanung längerfristig ist, ergeben sich für Studierende wichtige Freiräume, die sonst oft vermisst werden. Wir ermuntern unsere Studierende zu einem selbständigen Arbeiten, für das auch spezielle Formate vorgesehen sind. Nicht das Abfragen von Wissen stellen wir zentral, sondern die Erarbeitung von Erkenntnissen.
Diese Idee setzt sich selbstverständlich im Frankfurter Entwurf des Promotionsstudiums fort, das auf größtmögliche Freiheit und individuelle Betreuung ausgelegt ist. Mehr...

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Forschung und Lehre

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Studium | Lehre

Das Geschichtsstudium in Frankfurt ist auf fünf Jahre angelegt - und damit einzigartig in Deutschland. Nach dem vierjährigen Bachelor können die Studierenden einen einjährigen, forschungsorientierten Master erwerben. Diese Planung eröffnet Freiräume für selbständiges und erkenntnisorientiertes Arbeiten - Ziele, die übrigens auch den Frankfurter Lehramtsstudiengang Geschichte (Lehramt an Gymnasien) charakterisieren.

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Forschung

Das Forschungsspektrum am Historischen Seminar ist sehr breit: Neben großen Verbundforschungsbeteiligungen stehen vielfältige Einzelprojekte aus unterschiedlichen Förderquellen, Graduiertenkollegs und Redaktionen wichtiger Fachzeitschriften. Dass das Historische Seminar eines der drittmittelstärksten Institute der Goethe-Universität ist, davon profitieren auch das Lehrangebot und die Studienqualität am Institut.


Menschen und Einrichtungen

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Das Institut

Mit seinen rund 2500 Studierenden (je zur Hälfte im Haupt- und Nebenfach), dreißig wissenschaftlichen MitarbeiterInnen und elf Professuren gehört das Historische Seminar zu den überschaubaren Instituten der Goethe-Universität.

Gleichwohl genießt es im Bereich der Forschung einen ausgezeichneten Ruf - als Forscher, als Rezensenten, als Gutachter, als Herausgeber und Mitherausgeber wissenschaftlicher Reihen und Zeitschriften haben die Frankfurter Historikerinnen und Historiker Gewicht...

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Abteilungen und Professuren

Am Historischen Seminar bestehen zehn Professuren für die Epochen und besonderen Themen der Alten, Mittleren und Neueren Geschichte. Erweitert wird diese Struktur durch die Forschung und Lehre ehemaliger Lehrstuhlinhaber/innen sowie durch außerplanmäßige und Honorarprofessoren.

"Die Alte Geschichte", ehemals eigenständige Abteilung, bildet innerhalb des Instituts eine Einheit. In ähnlicher Weise kooperieren die Professuren der Mittelalterlichen Geschichte sehr eng, was sich beispielsweise auch in einem gemeinsamen Webauftritt äußert.