Mittwochskonferenz-Vortrag und Workshop mit Susanne Popp am 16. und 17. Januar auf Einladung der Studiengruppe Historisches Bildwissen

FzHG-Mittwochskonferenz am 16. Januar 2019, 18 Uhr (IG 411): Multiperspektivische Zugänge zu Museumsobejekten. Ein Werkstattbericht

Der Vortrag erläutert und reflektiert die theoretischen Konzepte und praktischen Erfahrungen eines internationalen Kooperationsprojekts, dessen Ziel es war, gemeinsam mit KuratorInnen traditionell geführter europäischer Nationalmuseen Strategien und Modelle für die multiperspektivische Präsentation von national definierten Museumsobjekten zu entwickeln. Ausgehend von geschichtsdidaktischen Konzepten, die den Konstruktcharakter historischer Darstellungen fokussieren, sollten Wege gefunden werden, die eindimensionale Bedeutungszuweisung an historische Objekte als Repräsentanten nationaler Identität aufzubrechen. Dies erfolgte in der Arbeit an musealen Präsentations- und Partizipationsformen, die es den MuseumsbesucherInnen ermöglichen sollten, mehrschichtige Bezüge in der Auseinandersetzung mit den Objekten zu entdecken und die performativ suggerierte Differenz zwischen national und kulturell „Eigenem“ und „Fremdem“ in Frage zu stellen bzw. zu de-konstruieren. Im Mittelpunkt standen dabei objektbezogene Projekte, die differenzerzeugende transnationale und transkulturelle Bezüge und Kontexte gegen die fixierte „nationale“ Bedeutung ausgewählter Objekte zu setzen suchten und damit Schritte erprobten, auch traditionelle Nationalmuseen für multikulturell verfasste Gesellschaften zu öffnen.

Workshop der Studiengruppe Historisches Bildwissen am 17. Januar 2019, 10 Uhr (IG 1.414): Der Europäische Bildersaal

Auf Grundlage der Arbeiten von Susanne Popp zur Erfassung und Analyse des Bildinventars europäischer Schulbücher werden wir uns im Workshop mit den Bedingungen und Bedingtheiten der Forschungsarbeit an Bildern auseinandersetzen. Dabei werden auch die kleineren Forschungsprojekte der Studiengruppen-Teilnehmer*innen aus dem vergangenen Semester Bestandteil der Diskussion sein.

Susanne Popp ist Professorin für Didaktik der Geschichte der Universität Augsburg. [Foto: Popp]