Prof. Dr. Korinna Schönhärl

                                                   
   
   
   
   

Seit Oktober 2021

Professorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Paderborn



Profil

Biographisches

  • Seit Oktober 2021 Professorin für Neuere/Neuste Geschichte an der Universität Paderborn
  • April bis September 2021 Vertretungsprofessorin für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Paderborn
  • Oktober 2020 bis März 2021 Vertretungsprofessorin am KIT Karlsruhe
  • Im WS 2018/19 und im WS 2019/20 Gastprofessorin an der Universität Lumiére Lyon 2
  • Seit März 2018 Leiterin des Heisenberg-Projekts "Internationale Kulturgeschichte der Steuermoral" an der Goethe-Universität Frankfurt
  • Von April 2009 bis Februar 2018 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Wirtschafts-, Sozial- und Kulturgeschichte der Universität Duisburg-Essen
  • Nov. 2016 Habilitation an der Universität Duisburg-Essen. Venia Legendi für Neuere/Neueste Geschichte. Die Habilitationsschrift "Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert" wurde ausgezeichnet mit dem Sonderpreis der Stiftung Geisteswissenschaften International im Frühjahr 2019.
  • Im akademischen Jahr 2016/17 Förderstipendiatin am Historischen Kolleg in München
  • 2008 Promotion mit der Arbeit "Wissen und Visionen. Theorie und Politik der Ökonomen im Stefan George-Kreis", ausgezeichnet mit dem Friedrich-Sperl-Preis der Goethe-Universität Frankfurt für die beste historische Dissertation.
  • 2005 bis 2008 Wissenschaftliche Mitarbeiter im Sonderforschungsbereich "Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel" der Goethe-Universität Frankfurt a.M.
  • 2003 bis 2005 Referendariat für Lehramt am Gymnasium
  • Staatsexamen im Juni 2003 mit der Arbeit "'Ihr kennt die deutsche Seele nicht, Herr Etzel!' Fritz Langs Nibelungenfilm im Vergleich zum mittelhochdeutschen Epos"
  • Erasmus-Semester an der Aristoteles-Universität Thessaloniki
  • 1997-2003 Studium der Fächer Geschichte und Germanistik an der Universität Regensburg
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Forschungsschwerpunkte

  • Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Geschichte des ökonomischen Denkens
  • Geschichte Griechenlands im 19./20. Jahrhundert
  • Banken- und Finanzgeschichte
  • Methoden der Geschichtswissenschaft
  • Geschichte der Steuermoral
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Forschungsprojekte und -aktivitäten

  • Eine internationale Kulturgeschichte der Steuermoral - Heisenberg-Forschungsprojekt. Das Forschungsprojekt, das im Rahmen des Heisenberg-Programms der DFG bearbeitet wird, vergleicht die Steuermoral in der BRD, Spanien und den USA zwischen den 1940er und den 1980er Jahren transnational.
  • Geld und Internationale Politik von der Antike bis ins 20.Jahrhundert. Geld spielt seit der Antike eine wichtige Rolle in den zwischenstaatlichen Beziehungen. Es ist – neben den diplomatischen Verhandlungen, dem Recht und der Gewalt – das wichtigste Instrument zur Durchsetzung von Interessen zwischen Staaten. Die vierte Tagung der Arbeitsgruppe Internationale Geschichte des VHD (Vereins der Historikerinnen und Historiker Deutschlands), die am 18./19 März 2021 im Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main stattfinden wird, wird sich daher mit dem Thema Geld in den internationalen Beziehungen von der Antike bis zum 20. Jahrhundert befassen. Hier geht es zum Tagungsprogramm der 4.Tagung am 01./02. Juli 2021.
  • DFG-Netzwerk: Schulden machen im 20. Jahrhundert (Julia Rischbieter, Konstanz, und Stefanie Middendorf, Halle). Welche politischen und sozialen Ursachen sich für die Verschuldung von Staaten ausmachen lassen, untersucht ein neues Wissenschaftliches Netzwerk an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) und der Universität Konstanz. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Netzwerk drei Jahre mit knapp 50.000 Euro.
  • DFG-Netzwerk: Ökonomie und Moral. Normativität und Wirtschaftshandeln im langen 20. Jahrhundert: Wissen, Dinge, Praktiken (Benjamin Möckl, Oxford). Ökonomie und Moral gelten häufig als getrennte Sphären oder Antipoden. Das Netzwerk stellt diesen Gegensatz in Frage. Begreift man ökonomisches Handeln im Kern als soziales Handeln, das in enger Wechselwirkung mit historisch wandelbaren und konkurrierenden normativen Ordnungen steht, eröffnen sich vielfältige neue Perspektiven. Ausgangspunkt ist ein nicht-normativer, historisierender Moralbegriff, der für die Analyse von ökonomischen Systemen, Handlungszusammenhängen und Diskursen fruchtbar gemacht werden kann. Das Spektrum möglicher Forschungsgegenstände reicht von kapitalismuskritischen Debatten und alternativen Konsumformen bis zu Legitimationen des freien Marktes und ökonomischen Alltagsroutinen, die als embodied practices die ökonomisch-soziale Praxis strukturierten.
  • Leitungskomitee der AG Internationale Geschichte des Verbandes der HistorikerInnen. Die AG Internationale Geschichte setzt sich die Förderung dieses Forschungszweiges zum Ziel. Weitere Informationen finden sich hier.
  • Wissenschaftlicher Beirat des Fachinformationsdienst Ost-, Ostmittel- und Südosteuropa. Der Fachinformationsdienst bei der Staatsbibliothek München richtet sich mit einem breiten und modernen Angebot an die multidisziplinäre Forschung zum östlichen und südöstlichen Europa. Kern des Dienstes ist die überregionale Bereitstellung von Spezialliteratur. Das Suchportal finden Sie hier.
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Auswahl aktueller Publikationen

  • Finanzielle Netze. Die bayerisch–französische Familienbank von Eichthal und ihre Investitionspläne in Griechenland in den 1830er Jahren/ Οικονομικά δίκτυα. Η βαυαρογαλλική οικογενειακή τράπεζα των Άιχταλ και τα επενδυτικά σχέδιά της στην Ελλάδα κατά τη δεκαετία του 1830, in: Comdeg (April 2021).
  • Why does a prestigious emission house emit a loan for a peripheral state? The house of Rothschild and the Greek guaranteed loan of 1833, in: Business History 63 (2021), S. 557–573.
  • Die Kosten der Rettung Europas: Schulden- und Steuerkulturen in historischer Perspektive mit Marc Buggeln, in H/Soz/Kult-Forum (August 2020).
  • Das griechische Referendum von 2015 über die Konditionen der Euro-Gruppe, in: Südosteuropa Mitteilungen 60 (2020) 1-2, S. 67–82.
  • „Wie tief der kern dieses Volkes dem antiken wesen verwandt ist“. „Cultural brokers“ und ihre Strategien zur Vermittlung des Unbekannten, in: Historische Zeitschrift, 310 (2020) 2, 285–30.
  • Steuermoral in Westdeutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine diskursanalytische Rekonstruktion, in: Leviathan 47 (2019) 2, 169–191.
  • „Der Imperativ des Nassauerns, Durchmogelns und Absahnens“: Debatten um Steuermoral in der BRD Anfang der 1980er Jahren, in: GWU 70 (2019) 11/12, 678–694.
  • Socially Responsible Investment in the 19th century: A Greek case study, in: Vierjahresschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte/Journal of Social and Economic History 106 (2019) 2, 167-190. 
  • Emotions in decision-making processes: The family bank Eichthal and its investment decisions for Greece in the 19th century, in: Entreprises et histoire 91 (2018) 2, 14-28.
  • Finanziers in Sehnsuchtsräumen. Europäische Banken und Griechenland im 19. Jahrhundert, München 2017.

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Thematisch sortierte Publikationsliste als PDF.

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Internationale Geschichte der Steuermoral

Warum zahlen Menschen ihre Steuern? Warum ist das Niveau der Steuermoral in unterschiedlichen Ländern so verschieden? Die Verbesserung der Steuermoral ist - in Zeiten großer Haushaltsdefizite und wachsender sozialer Ungleichheit - eine große globale Herausforderung. Sozialwissenschaftler weisen auf die Bedeutung von Geschlecht, Erziehung, Höhe der Besteuerung, religiöse Bindungen etc. hin – Faktoren, die allesamt dem historischen Wandel unterworfen sind. Aber die sozialwissenschaftlichen Daten reichen nicht weiter zurück als bin in die 1980er Jahre. Die historische Dimension des Phänomens wurde bisher nicht untersucht. Das Forschungsprojekt, das im Rahmen des Heisenberg-Programms der DFG bearbeitet wird, vergleicht die Steuermoral in der BRD, Spanien und den USA zwischen den 1940er und den 1980er Jahren transnational.

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4th International Conference in Economic and Social History (1)

4th International Conference in Economic and Social History

The Greek Economic History Association in collaboration with the Department of History of the Ionian University, organizes the 4th International Conference in Economic and Social History. The Conference will address the theme “Varieties of Capitalism in the Mediterranean (18th-20th century)” and will be hosted by the Ionian University in Corfu on September 2022.

Session: “Economic and political liberalization: foreign debt in the early liberal age (1820-1840)”  Korinna Schönhärl zusammen mit Juan Simal (Madrid)

Vortrag: Revolution and creditworthiness? The case of Greece in the 1830s (Korinna Schönhärl)

Mehr Informationen: 4th International Conference in Economic and Social History - Varieties of Capitalism in the Mediterranean (18th-20th c.) (englisch und griechisch)