Frederic Steinfeld

Biographisches

  • Seit März 2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Januar 2015 bis März 2019: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG Sonderforschungsbereich 1095 "Schwächediskurse und Ressourcenregime" an der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Magisterprüfung im August 2014 mit der Arbeit "Die Globalisierung der Provinz: IKEA 1943-1974",  ausgezeichnet mit dem Examenspreis des Stiftungsfonds Kopper der Goethe-Universität Frankfurt am Main für die beste Magisterarbeit des Abschlussjahrgangs 2014/15.
  • 2008-2014 Studium der Geschichte, Betriebs- und Volkswirtschaftslehre an der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Forschungsschwerpunkte

  • Unternehmensgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts
  • Geschichte der chemischen Industrie
  • Geschichte des ökonomischen Denkens und der ökonomischen Theorien

Forschungsprojekt

Das quantifizierte Unternehmen: Rechnungswesen und Entscheidungen in der deutschen chemischen Industrie, 1863-1916

Die Dissertation untersucht die Entwicklung des betrieblichen Rechnungswesens und dessen Bedeutung für Entscheidungsprozesse in Unternehmen der deutschen chemischen Industrie vor dem Ersten Weltkrieg. Ein Ergebnis der Arbeit ist, dass Entwicklungsschübe der innerbetrieblichen Organisation und somit ebenfalls des betrieblichen Rechnungswesens vor allem Reaktionen auf Unternehmenskrisen waren. Für das Fallbeispiel Bayer führte die starke Konzentration auf das betriebliche Rechnungswesen ab den 1880er Jahren zu vergleichsweise fortschrittlichen Maßnahmen der Informationsverarbeitung. Diese fanden nicht nur in einem avancierten betrieblichen Rechnungswesen ihren Ausdruck, sondern führten darüber hinaus zur Herausbildung innovativer Bilanzierungspraktiken und Finanzierungsinstrumente. Diese Instrumente stellten sich im industrieweiten Vergleich als Wettbewerbsvorteile heraus und wurden im frühen 20. Jahrhundert zum Vorbild der führenden Unternehmen der deutschen Chemieindustrie.

Lehrveranstaltungen

Wintersemester 2019/20: [Übung] Geldtheorien in der Antike und Moderne (gemeinsam mit David Weidgenannt, M.A.)

Publikationen

Monographien

zus. mit Thomas Steinfeld: IKEA. 100 Seiten, Reclam Verlag, Stuttgart 2019. (Überarbeitete Fassung der Magisterarbeit).

Artikel 

„Die Beherrschbarkeit des Zufalls. Die Entscheidung zum Aufbau der Laborforschung des Chemieunternehmens Bayer“, Ferrum 89, 2017, 35-43.

Beiträge in Sammelbänden

zus. mit Linda Richter: „Counting Weakness? The Institutionalisation of Data Collection in the Nineteenth Century German Chemical Industry and Meteorology”, in Discourses of Weakness and Resource Regimes. Trajectories of a New Reseach Program, Hartmut Leppin u.a. (Hrsg.), Campus Verlag, Frankfurt am Main 2018.

zus. mit Otto Danwerth u.a.: „Resources in a Social World”, in Discourses of Weakness and Resource Regimes. Trajectories of a New Reseach Program, Hartmut Leppin u.a. (Hrsg.), Campus Verlag, Frankfurt am Main 2018.