Julia Hasselhorn

Promotionsstipendiatin der Konrad-Adenauer-Stiftung

"Zwischen Volksnähe und Umsturzangst – Krisen- und Herrschaftskommunikation in der Umbruchszeit (1789-1815) in den Metropolen Paris, München und Neapel im Vergleich"


Die Dissertation kartographiert Kommunikationsmechanismen zwischen Monarch und Volk in der Umbruchszeit zwischen 1789 und 1815 in den drei Metropolen Paris, München und Neapel in vergleichender Perspektive. Dabei werden insbesondere Interdependenzen im Kommunikationsverhalten zwischen Bevölkerung, Institutionen und Herrschaftsträgern untersucht. Die Kernhypothese lautet, dass die Kommunikation zwischen Herrscher und Untertanen die Stabilität der Regierung und die Dynamik gesellschaftlicher Umbruchssituationen entscheidend beeinflusst hat. Ausgewertet werden einschlägige Ego-Dokumente, Zeitungsberichte, Reden, Briefwechsel, Flugblätter, Suppliken, Verwaltungsunterlagen, Predigten und Reiseberichte, aber auch Liedtexte und Gerüchte, soweit sie fassbar gemacht werden können. Neben verbalen dienen auch symbolische und rituell langzeitig bestehende, wechselseitige Kommunikations- und Integrationsmechanismen zwischen König und Untertanen als Bearbeitungsgrundlage. Ziel ist es dabei letztlich auch, ein Konzept zur Analyse politischer Kommunikation in Krisenzeiten zu entwickeln.

  • Seit Juli 2021 Promotionsstipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung
  • Seit Juli 2021 Promotion in Neuerer Geschichte (Goethe-Universität Frankfurt)
    Thema: „Zwischen Volksnähe und Umsturzangst – Herrschaftskommunikation in der Umbruchszeit (1789-1815) in den Metropolen Paris, München und Neapel im Vergleich“ (Betreuerin: Prof. Dr. Birgit Emich)
  • 09/20 Erstes Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Geschichte, Latein, Erziehungswissenschaft) an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  • 02/20 Examensarbeit „I Lazzari: Die „Unterschicht“ Neapels als Legitimationsfaktor zwischen Republik und Königreich (1799)?“ (Betreuer: Dr. Christian Mühling)
  • 06/17 – 07/20  Tutorien und Propädeutika: Einführung in die Frühe Neuzeit, Konfessionelles Zeitalter, Diplomatie in der Frühen Neuzeit, Frankreich im 17. Jahrhundert, Verfassungsgeschichte (Lehrstuhl für Neuere Geschichte, Julius-Maximilians-Universität Würzburg, Prof. Dr. Anuschka Tischer)
  • 10/16 - 03/17 Erasmus-Studium (Università degli Studi di Siena)
  • 03/16 – 03/19 Stud. Hilfskraft am Lehrstuhl für Neueste Geschichte und Geschichtsdidaktik der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (Dr. Alexander Tittmann)
  • 10/2013  Studium der Geschichte, Latinistik, Politikwissenschaft, Erziehungswissenschaft und des Öffentlichen Rechts, Julius-Maximilians-Universität Würzburg
  1. Débuts des manufactures de miroirs de l' électorat de Mayence à Lohr a. Main. Une création française, übers. von M.-C. Christophe-Stenger, in : Eclats de Verre. Revue des Généalogies des Familles Verrières 38 (2021), S. 52-58.
  2. Den Anstoß gaben Migranten: Wie 1698 die Lohrer Spiegelmanufaktur entstand, in: Spessart 116/1 (2021), S. 6-13.
  3. „Falsche Hugenotten“ im Kurfürstentum Mainz?, in: HUGENOTTEN (2022) (im Druck).

Kontakt

Julia Hasselhorn
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