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Dr. Markus Friedrich

Werdegang (ausführlicher englischer CV)

1993-1998
Studium der Neueren Geschichte, Mittelalterlichen Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität München

1998-2002
Wissenschaftlicher Angestellter am Lehrstuhl von Prof. Dr. Winfried Schulze, Ludwig-Maximilians-Universität München

2001
Stipendiat der "Rolf und Ursula Schneider Stiftung" Wolfenbüttel

02/2002
Promotion

ab 2001
Mitglied und Vorstand des Sonderforschungsbereiches 573 "Autorität und Pluralisierung in der Frühen Neuzeit, 15.-17. Jahrhundert" an der Ludwig-Maximilians-Universität München

09/2003 bis 10/2004
Feodor-Lynen-Stipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung
Forschungsaufenthalt an der Duke University, Durham (USA)

ab 07/2005
Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl Neuere Allgemeine Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit, Prof. Dr. Luise Schorn-Schütte, Frankfurt/Main

14.04.2010
Habilitation  "Herrschaft aus der Ferne. Administratives Selbstbild, Regierungsalltag und Informationssystem der Gesellschaft Jesu (1540-1773)".
Die überarbeitete Version der Habilitationsschrift ist im Frühjahr 2011 im Campus-Verlag, Frankfurt/Main, unter dem Titel "Der lange Arm Roms? Globale Verwaltung und Kommunikation im Jesuitenorden, 1540-1773" erschienen

http://www.campus.de/wissenschaft/geschichte/Der+lange+Arm+Roms%3F.97097.html

Verleihung der venia legendi für Neuere Geschichte, zugleich Ernennung zum Privatdozenten an der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

 

Aktuelles Forschungsprojekt

Archivgeschichte Europas in der Frühen Neuzeit

         Mein neues Forschungsprojekt untersucht die Entwicklung, Verwendung und Rolle von Archiven etwa zwischen 1450 und 1780. Angesichts der unscheinbaren Allgegenwart von Archiven ist die keineswegs ein marginalies Thema, ganz im Gegenteil: Archivgeschichte vermag es, eine scheinbar triviale Kulturtechnologie - die methodisierte Überlieferungssicherung in eigens dafür vorgesehenen Institutionen - auf ihre komplexen politischen, sozialen, intellektuellen und kulturellen Implikationen und Konsequenzen hin zu problematisieren. 

         Das Projekt versucht dabei in methodischer Hinsicht, Archivgeschichte neu zu konzeptionalisieren. Bisher bewegt sich die einschlägige Forschung zum Thema nämlich meistens auf einem institutionellen und positivistischen Niveau. Demgegenüber sollen stärker wissens- und kulturhistorische Ansätze zur Geltung gebracht werden.

         Archive sollen in diesem langfristig angelegten Forschungsprojekt vor allem als Produktionsstätten von juristischem, historiographischem und politischem Wissen analysiert werden. Besonderes Augenmerk soll dabei auf die alltägliche Verwendung von Archiven, auf das tagtägliche Handeln frühneuzeitlicher Menschen in und mit Archiven gelegt werden. Insofern soll hier ein pragmatischer oder praxeologischer Zugriff auf Archive verfolgt werden. Die entscheidende Forschungsfrage ist demnach: Wie, wo, wann, von wem und warum (bzw. warum nicht) werden Archive in der Frühen Neuzeit nutzbar gemacht?

         Derzeit läuft die Entwicklung einer methodischen Grundlage für die Forschung, außerdem wird systematisch die Lokalisierung und Erschließung einschlägiger Quellenbestände vorangetrieben. Langfristig ist die Publikation einer umfangreichen Überblicksmonographie mit dem Arbeitstitel "Archive und Archivkultur Europas in der Frühen Neuzeit" geplant.

 

geändert am 29. Februar 2012  E-Mail: Webmasterboss@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 29. Februar 2012, 08:07
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb08/hs/mng/fnz/Mitarbeiter/Friedrich/index.html