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Lehrstuhl für neuere allgemeine Geschichte
unter besonderer Berücksichtigung der Frühen Neuzeit

Die Abteilung Geschichte der Frühen Neuzeit vertritt in Forschung und Lehre die europäische Geschichte von der Reformation bis in das beginnende 19. Jahrhundert einschließlich der Geschichte der europäischen Expansion und frühen Kolonialisierung. Dies bezieht sich auf die Sozial-, Wirtschafts-, Verfassungs- und Konfessionsgeschichte ebenso wie auf die Ideengeschichtsschreibung zu diesem Zeitraum. Zur Tradition der Frühneuzeitforschung am Historischen Seminar der Johann Wolfgang Goethe-Universität gehört die politische Ideengeschichte und die Theorie der Geschichtswissenschaft. Diese wird nachdrücklich und unter eigenständiger methodisch-theoretischer Vertiefung fortgeführt, worauf vor allem das Internationale Graduiertenkolleg 1067 „Politische Kommunikation von der Antike bis in das 20. Jahrhundert“ verweist, dessen Sprecherin die Lehrstuhlinhaberin ist.

Schwerpunkte in der Lehre

Die Abteilung Frühe Neuzeit ist eingebunden in die Studiengänge Magister (auslaufend), BA/MA und Lehramt.

Geschichte des politischen Denkens im Europa der Frühen Neuzeit

Politisches Denken stellt sich dar als zeitgenössisches Nachdenken über Strukturprobleme sozialer und politischer Ordnung; unter diesem Ansatzpunkt werden die Entwicklungen in Europa in regelmäßigen Vorlesungen vom 16.-18. Jahrhundert dargestellt. Forschungen zum politischen Denken des 16./17. Jahrhunderts sind Schwerpunkt der Arbeit des Lehrstuhls. Das Grundwissen zu den einzelnen Zeitphasen wird in Proseminaren und Übungen vermittelt. In Haupt- und Forschungsseminaren werden die neuesten Ergebnisse der internationalen Diskussionen vorgestellt.

Reformationsgeschichte Europas

Die Reformation war für Europa ein prägendes Ereignis mit langanhaltender Wirkung. Die Forschungen dazu werden am Lehrstuhl schwerpunktmäßig durchgeführt (Luther, Luthertum im 16./17. Jahrhundert, Wirkungen in den nordamerikanischen Kolonien). Entsprechend wird in regelmäßigen Vorlesungen die Lehre an den neuesten Forschungsergebnissen ausgerichtet.

Geschichte Englands und der nordamerikanischen Kolonien

Der Lehrstuhl hat sein inhaltliches Schwergewicht in der west- und mitteleuropäischen Geschichte des 16.-18. Jahrhunderts. Deshalb stellen sozial-, wirtschafts- und konfessionsgeschichtliche Fragen Englands und deren Auswirkungen in die nordamerikanischen Kolonien einen Schwerpunkt in der Lehre dar.

Wissenschaftsgeschichte, Theorie der Geschichtswissenschaft

Die theoretische Fundierung der Geschichte als wissenschaftliche Disziplin einschließlich der Erforschung der Geschichte des Faches ist Forschungsschwerpunkt am Lehrstuhl. In jährlichen Vorlesungen "Einführung in die Geschichtswissenschaft" werden die Ergebnisse der Forschung für die Studenten aufgearbeitet. Im Hauptstudium werden regelmäßig Seminare mit wissenschaftsgeschichtlicher Thematik, insbesondere zum 19./20. Jahrhundert angeboten.

 

geändert am 28. Februar 2012  E-Mail: Webmasterboss@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 28. Februar 2012, 13:37
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