NISIBIN - Forschungsstelle für Aramäische Studien

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Profil

Die Forschungsstelle für Aramäische Studien beschäftigt sich mit allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens der Aramäer (in der Literatur oft als Syrer oder syrische Christen bezeichnet), sowohl in ihrem Ursprungsgebiet als auch in der Diaspora. Dies sind insbesondere Sprache, Literatur, Kunst, Geschichte, Soziologie und Migration unter besonderer Berücksichtigung der jüngeren Diasporaerfahrung.

Die Forschungsstelle betreibt dies einerseits durch eigene Forschung, Lehre und Veröffentlichung von Publikationen. Andererseits initiiert, koordiniert und organisiert sie die Zusammenarbeit in- und ausländischer Universitäten, Institutionen und Fachkräfte und ihrer Forschungsvorhaben und Lehrveranstaltungen auf dem Gebiet der aramäischen Studien.

Durch ihre Arbeit will die Forschungsstelle einerseits zu einem besseren Verständnis der religiösen Vielfalt im Nahen Osten in Wissenschaft und Gesellschaft beitragen, andererseits die Integration der Aramäer in Deutschland stärken und schließlich die Aramäischen Studien in Deutschland als Forschungsgebiet etablieren.

Aktuelles

  • Ausschreibung der Forschungsstelle für Aramäische Studien
    In der Forschungsstelle für Aramäische Studien am Historischen Seminar der Goethe-Universität ist zum 01.01.2020 die Stelle für eine*n Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) (E13 TV-G-U, halbtags) für die Dauer von drei Jahren mit der Möglichkeit der Verlängerung zu besetzen.
    Der*die Bewerber*in wird ermutigt, Projekte im Bereich der Sozial-, Kultur- und Wirtschaftsgeschichte von Regionen (z.B. Tur Abdin, Hakkari-Gebirge, Ninive-Ebene etc.), von bestimmten Städten (z.B. Aleppo, Melitene, Nisibin, Mossul etc.) oder anderen Orten (z.B. Klöster), oder Projekte zur Gegenwart der sozialen oder sprachlichen Situation der Aramäer in der Diaspora, Türkei oder Syrien zu entwickeln. Weitere Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie hier.
    Bewerbungen in Form eines PDF-Dokuments richten Sie bitte bis zum 15.11.2019 an Frau Susanne Bayer-Spears: bayer-spears@uni-frankfurt.de, Theodor-W.-Adorno-Platz 4, 60323 Frankfurt am Main.

  • Ausschreibungen zum LOEWE-Schwerpunkt "Minderheitenstudien: Sprache und Identität"
    In der Forschungsstelle für Aramäische Studien am Historischen Seminar der Goethe-Universität sind zum 01.01.2020 im Rahmen des LOEWE-Schwerpunkts "Minderheitenstudien: Sprache und Identität" zwei Stellen im Teilprojekt "Aramäer / Assyrer / Chaldäer - Syrer, ihr Namensstreit und ihr Identitätsdiskurs in Geschichte und Gegenwart" für eine*n Wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in (m/w/d) (E13 TV-G-U, 65%-Teilzeit) für die Dauer von vier Jahren zu besetzen. Das Teilprojekt besteht aus zwei aufeinander bezogenen Projektbereichen, in denen die lange Geschichte der und die aktuellen Kontroversen um die Fremd- und Eigenbezeichnungen der Syrer (Suryoye / Aramäer / Assyrer / Chaldäer) analysiert werden sollen. Der*die jeweilige Stelleninhaber*in betreibt eigene Forschung zur Qualifikation (Promotion).

    Zum Aufgabenbereich des ersten Teilprojektes gehört die Untersuchung des Identitätsdiskurses der Aramäer, Suryoye oder einer vergleichbaren aramäisch-sprachigen Gruppierung in Deutschland. Untersucht werden sollen die Reflexionen einer Gruppierung über ihre eigene Identität sowohl auf Deutsch als auch in ihrer aramäischen Herkunftssprache. Weitere Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie hier.

    Zum Aufgabenbereich des zweiten Teilprojektes gehört die historische Analyse der Selbst- und Fremdbezeichnungen und des Identitätsdiskurses der Christen der syrischen Tradition seit der Spätantike bis zum 19. Jahrhundert. Mindestens ein Schwerpunkt der Untersuchung sollte in den Jahrhunderten von 800-1350 liegen. Weitere Informationen zu den Bewerbungsvoraussetzungen finden Sie hier.

    Bewerbungen in Form eines PDF-Dokuments richten Sie bitte bis zum 15.11.2019 an Frau Susanne Bayer-Spears: bayer-spears@uni-frankfurt.de, Theodor-W.-Adorno-Platz 4, 60323 Frankfurt am Main.

  • Hinweis zu Förderungen der Gerda-Henkel Stiftung
    Die Gerda-Henkel-Stiftung bietet aktuell Förderungen zum Schwerpunkten Patrimonies an:
    Im Förderschwerpunkt Patrimonies werden Projekte berücksichtigt, "die sich auf die Bewahrung historischen Kulturerbes vorwiegend in Krisenregionen konzentrieren und wissenschaftliches Arbeiten im Bereich von Geschichte, Archäologie und Kunstgeschichte in vielen Fällen überhaupt erst ermöglichen." Der Schwerpunkt eignet sich zur Förderung von Projekten zur Erforschung der Geschichte und Kultur der Aramäer. Weitere Informationen zur Bewerbung sind auf der Seite der Gerda-Henkel-Stiftung zu finden.

  • Sayfo - Das Jahr des Schwertes
    Im Rahmen des 100-jährigen Gedenkens an den Völkermord an den Aramäern veranstaltete die Forschungsstelle für Aramäische Studien vom 29.-30. Mai 2015 die Tagung „Der Genozid an der aramäischen Gemeinschaft (ost- und westsyrische Christen) im Osmanischen Reich sowie im osmanisch besetzten Iran (1914-1918)" an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Sammelband beinhaltet Beiträge der Teilnehmer der Tagung und thematisiert verschiedene Felder der Erforschung des Genozids. Sie beleuchten den Völkermord an den syrischen Christen im Osmanischen Reich, die Rolle deutscher Missionen beim Völkermord, sowie Erinnerungsdiskurse der Nachfahren in der Diaspora heute. Der zweite Band unserer Reihe Schola Nisibina - Bet Sefro da-Nsibin erschließt somit verschiedene Felder für die Erforschung des Genozids.

  • Die Forschungsstelle für Aramäische Studien gratuliert ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Ralph Barczok zur erfolgreichen Promotion.