NISIBIN - Forschungsstelle für Aramäische Studien

Sayfo tagung 15 1

Profil

Die Forschungsstelle für Aramäische Studien beschäftigt sich mit allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens der Aramäer (in der Literatur oft als Syrer oder syrische Christen bezeichnet), sowohl in ihrem Ursprungsgebiet als auch in der Diaspora. Dies sind insbesondere Sprache, Literatur, Kunst, Geschichte, Soziologie und Migration unter besonderer Berücksichtigung der jüngeren Diasporaerfahrung.

Die Forschungsstelle betreibt dies einerseits durch eigene Forschung, Lehre und Veröffentlichung von Publikationen. Andererseits initiiert, koordiniert und organisiert sie die Zusammenarbeit in- und ausländischer Universitäten, Institutionen und Fachkräfte und ihrer Forschungsvorhaben und Lehrveranstaltungen auf dem Gebiet der aramäischen Studien.

Durch ihre Arbeit will die Forschungsstelle einerseits zu einem besseren Verständnis der religiösen Vielfalt im Nahen Osten in Wissenschaft und Gesellschaft beitragen, andererseits die Integration der Aramäer in Deutschland stärken und schließlich die Aramäischen Studien in Deutschland als Forschungsgebiet etablieren.

Aktuelles

    • Sayfo - Das Jahr des Schwertes
      Im Rahmen des 100-jährigen Gedenkens an den Völkermord an den Aramäern veranstaltete die Forschungsstelle für Aramäische Studien vom 29.-30. Mai 2015 die Tagung „Der Genozid an der aramäischen Gemeinschaft (ost- und westsyrische Christen) im Osmanischen Reich sowie im osmanisch besetzten Iran (1914-1918)" an der Humboldt-Universität zu Berlin. Dieser Sammelband beinhaltet Beiträge der Teilnehmer der Tagung und thematisiert verschiedene Felder der Erforschung des Genozids. Sie beleuchten den Völkermord an den syrischen Christen im Osmanischen Reich, die Rolle deutscher Missionen beim Völkermord, sowie Erinnerungsdiskurse der Nachfahren in der Diaspora heute. Der zweite Band unserer Reihe Schola Nisibina - Bet Sefro da-Nsibin erschließt somit verschiedene Felder für die Erforschung des Genozids.

  • Die Forschungsstelle für Aramäische Studien gratuliert ihrem wissenschaftlichen Mitarbeiter Ralph Barczok zur erfolgreichen Promotion.