Praktikumsportal

Mit dem Praktikumsportal möchten wir Ihnen die Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen, einer Nebentätigkeit als studentische Hilfskraft oder Werkstudent erleichtern. Wir sammeln die Kontaktdaten von Ansprechpartnern bei verschiedenen Institutionen, Unternehmen und Verbänden und unterstützen Sie gerne beratend bei Ihrer Bewerbung und Zeitplanung.

Auf dieser Seite finden Sie unter Aktuelle Stellenangebote Ausschreibungen von Unternehmen, Museen, Archiven und Forschungsreinrichtungen der Region.

Ein umfassendes Verzeichnis von Institutionen, die regelmäßig Praktika für Geisteswissenschaftler anbieten und in der Umgebung liegen, ist für Sie als Download verfügbar.

Auch unsere [Linksammlung] von hilfreichen Webseiten zur Stellen- und Praktikumssuche, Weiterbildung und Berufsorientierung für Historiker lohnt einen Blick.

Bitte beachten Sie: Für die Inhalte der hier veröffentlichen Ausschreibungen sowie die Konditionen und Ausgestaltung der möglichen Arbeitsverhältnisse sind ausschließlich die jeweiligen Anbieter verantwortlich.


Erfahrungsberichte von Praktikanten

Brendan (26), Deutsches Historisches Institut London: „Während meines siebenwöchigen Praktikums habe ich am Institut für die verschiedenen wissenschaftlichen Mitarbeiter gearbeitet, wobei sich die Arbeiten je nach Fachbereich und gerade anliegenden Aufgaben unterschieden. Zu meinen Tätigkeiten zählten Bibliotheksbesuche, Literaturrecherche, Redigieren von Texten und, besonders spannend als praktische Erfahrung für Historiker, längere Archivaufenthalte. Entsprechend der jeweiligen Arbeiten und den eigenen Interessen ist die Tätigkeit für einen selbst mehr oder weniger relevant, aber insgesamt bekam man doch sowohl eine solide Kenntnis der dortigen Einrichtungen und praktischen Abläufe, als auch der einzelnen Projekte und des größeren Forschungsprofils am Institut. Dazu gehörten hin und wieder auch interessante fachliche Einsichten, auch außerhalb des eigenen historischen Spezialgebiets. Es gab auch ein vielseitiges Angebot an Vorträgen, ein Kolloquium, Konferenzen, sogar Bewerbungsvorträge, an denen man problemlos teilnehmen konnte. Die Arbeitsatmosphäre war sehr gut, wobei das letztlich natürlich von den jeweiligen Kollegen und Mitarbeitern abhängt. Zugleich blieb auch Zeit, um an eigenen Projekten zu arbeiten oder sich weiterzubilden, jeweils mindestens ein Tag unter der Woche. Um resümierend auf einen negativen Aspekt externer Natur hinzuweisen: Es handelt sich um ein unbezahltes Praktikum, so dass die Finanzierung der Reise, der Unterkunft und des Lebensunterhalts im Ausland einem selbst überlassen wird. Besonders positiv in Erinnerung bleiben werden mir dagegen erstens die Kontakte am Institut und seinem weiteren akademischen Umfeld sowie zweitens die Betrauung mit zum Teil recht kreativen fachlichen Aufgaben. Beides kann für die weiteren Weg als Historiker (sofern angestrebt) sicherlich nur von Nutzen sein, so dass man im besten Fall mit neuen Projekt- und Karriereideen und neuen Erkenntnissen im Gepäck nach Hause kommt.“

Sofia (22), Tageszeitung: „2014, während der Hospitanz in einer großen deutschen Tageszeitung mit Regionalteil habe ich drei Monate lang den Alltag eines Lokaljournalisten erlebt – ich habe morgens in der täglichen Konferenz gesessen, mittags recherchiert und Interviewpartner getroffen und abends oft bis kurz vor Umbruch an den Texten geschrieben. Feste Arbeitszeiten und viel Freizeit sind hier eine Illusion, aber es lohnt sich, nicht auf die Uhr zu schielen und mit vollem Einsatz dabei zu sein, denn ich hatte die Chance, viele längere Texte zu schreiben. Dabei wurden meine Artikel immer aufmerksam von meinem Mentor gegengelesen und habe viel gelernt. Auch wenn es in den meisten Artikeln nicht um Historisches ging – für meinen Berufswunsch Journalistin war das Praktikum ideal."

Christiane, Museum in Berlin: „2010 habe ich ein 8-wöchiges Vollzeit-Praktikum in der Abteilung Ausstellungsorganisation und -gestaltung in einem großen Museum in Berlin absolviert. Zu meinen wesentlichen Tätigkeiten dort gehörte die Aktualisierung der Objektdatenbank für die kommenden Wechselausstellungen, die Anfertigung maßstabsgerechter Ausstellungspläne, die Anfertigung von Modellen für die Ausstellungsarchitektur, Mitarbeit bei der Koordination zwischen Kuratoren und Ausstellungsgestaltern sowie die Begleitung des Aufbauprozesses von zwei neuen Ausstellungen. Die Abteilung ist eine wichtige Schnittstelle von allen an einer Wechselausstellung Beteiligten, sodass bei den Planungsgesprächen neben den Kuratoren auch Restauratoren, Handwerker, Museumspädagogen sowie Vertreter von leihgebenden Institutionen anwesend waren. So war es möglich, viele Bereiche der Museumsarbeit kennen zu lernen. Besonders gut gefallen hat mir, dass ich als Praktikantin an allen Planungsrunden teilnehmen und selbstständig mitarbeiten durfte. Außerdem bietet das Museum für alle Praktikanten ein Begleitprogramm an, z.B. in Form von Kuratorenführungen, Besichtigung des Museumsdepots, des Archivs und der Dokumentensammlung. Trotz der vielen Kontakte zu anderen Bereichen steht gestalterische Arbeit im Zentrum dieser Abteilung, wozu meist Modellbau und Layout gehören. Inhaltliche Arbeit zu den Ausstellungen war leider kaum möglich, da es hier um die Umsetzung des zuvor inhaltlich Geplanten geht. Dennoch hat das Praktikum Spaß gemacht und mir einen breiten Einblick in viele Facetten der Museumsarbeit gegeben, der so in anderen Abteilungen nicht möglich gewesen wäre. Grundfertigkeiten, wie den Umgang mit der Objektdatenbank sowie mit den musealen Strukturen habe ich hier ebenso lernen können wie die Planung einer passenden Hochvitrine im Modellmaßstab 1:25.“