Dominik Sauerer

Dominik Sauerer

Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt „Territorialisierung von unten? Zugehörigkeiten und Staatsbildung in Leipzig 1485–1806“ (Promotionsstelle)

Zur Person

  • Seit März 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt „Territorialisierung von unten? Zugehörigkeiten und Staatsbildung in Leipzig 1485–1806“ (Promotionsstelle) am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der Goethe Universität Frankfurt am Main.
  • Seit Dezember 2015: Projektleiter des internationalen und interdisziplinären Symposiums „Wallenstein. Mensch. Mythos. Memoria“ (https://www.wallensteinsymposium.de)
  • Oktober 2016 – Januar 2017: Wissenschaftlicher Mitarbeiter am DFG-Projekt „Territorialisierung von unten? Zugehörigkeiten und Staatsbildung in Leipzig 1485–1806“ (Promotionsstelle) am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit an der FAU Erlangen-Nürnberg.
  • Dezember 2015 – Juli 2016: Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit, FAU Erlangen-Nürnberg
  • August 2015 – November 2015: Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Anschubsfinanzierungsstelle der Philosophischen Fakultät an der FAU Erlangen-Nürnberg)
  • 2012 – 2013: Konzeption der Ausstellung „80 Jahre Bücherverbrennung in Erlangen“, gezeigt in der Stadtbibliothek Erlangen (ehrenamtlich)
  • 2010 – 2015: Tutor für Geschichte der Frühen Neuzeit (Prof. Dr. Birgit Emich)
  • 2010 – 2015: Hilfskraft am Lehrstuhl für Neuere und Neueste Geschichte I (jetzt: Lehrstuhl für Geschichte der Frühen Neuzeit)
  • 2010: Tutor für Neueste Geschichte (Prof. Dr. Friedrich Kießling)
  • 2009: Tutor für Neuere Geschichte (Prof. Dr. Axel Gotthard)
  • 2008 – 2015: Lehramtsstudium Geschichte / Deutsch / Sozialkunde an der FAU Erlangen-Nürnberg

Interessengebiete

  • Staatsbildung und Herrschaft als soziale Praxis
  • Kulturgeschichte der Verwaltung
  • Zugehörigkeit und Identität
  • Raum, Raumwahrnehmung und Territorialität

Publikationen

I. Monographien

Bildung einer sächsischen Steuergemeinschaft? Der Einfluss der Steuerverfassung auf die Konstruktion eines einheitlichen Staatsvolks (= Ausgezeichnete Arbeiten der Erlanger Geschichtswissenschaft, Bd. 3), Erlangen 2016.

II. Aufsätze

Grenze, in: Burghardt, Daniel / Zirfas, Jörg (Hgg.): Pädagogische Heterotopien von A bis Z, Weinheim/Basel 2017 (im Erscheinen).

Dissertationsprojekt

Klassisch wird der Staat nach Jellinek durch die Einheit der Staatsgewalt, des Staatsvolks und des Staatsgebiets definiert. Unter dem Einfluss dieser Definition fanden HistorikerInnen meist eine Entwicklung hin zu dem in ihrer Lebenswelt erfahrbaren Endprodukt, dem territorial verfassten Staat, bei dem Herrschaft und Territorium in eins gedacht wird und dies zugleich vermeintlich natürlich und alternativlos erscheint. In  dem Projekt werden die Annahmen dieser Meistererzählung anhand des Beispiels der sächsischen Landstadt Leipzig auf den Prüfstand gestellt, wozu die Kategorien des territorialen Raumes und der Zugehörigkeit in den Mittelpunkt gestellt werden. In einem ersten Schritt wird das vermeintliche „Ganze“ der Stadt dekonstruiert und die Vielfalt der frühneuzeitlichen Raumordnungen in und um Leipzig gezeigt. In einem zweiten Schritt wird sich den Transmissionsriemen zwischen normativen Setzungen und alltäglichen Leben der Stadtbewohner gewidmet: Es wird untersucht, durch welche Medialisierungen, Praktiken und Rituale diese Räume und deren Funktionen den Menschen vergegenwärtigt und repräsentiert wurden. Zuletzt steht die synthetisierende Frage, welche Räume für die Einwohner Leipzigs wann und warum bedeutsam waren und in welchem Zusammenhang diese Räume mit den obrigkeitlich hergestellten Räumen standen. Auf dieser Grundlage will das Forschungsvorhaben Staatsbildung von unten aus einer genuin räumlichen Perspektive untersuchen, um so belastbare Aussagen zum Zusammenhang von Territorialisierung, Staatsbildung und Zugehörigkeit zu ermöglichen. Diese verleihen der aktuellen politisch wie wissenschaftlich geführten Debatte die notwendige historische Tiefenschärfe wodurch sich Synergieeffekte erhofft werden, sicherlich aber neue Perspektiven auf Varianzen oder gar Alternativen zum Nationalstaat eröffnet werden.

Lehre

  • WiSe 2016/17: Übung "Territorialität und Zugehörigkeit" an der FAU Erlangen-Nürnberg